Elisa Thaute

Neue Ideen, alte Traditionen

WirtschaftIn Döbern steht eine Pyramide. Aber warum eigentlich?

Wer nach Döbern kommt, der kommt ins Staunen, denn eine 18 Meter hohe Glaspyramide lenkt alle Blicke auf sich. Sie ist das  neue Wahrzeichen der Cristalica GmbH.Wer nach Döbern kommt, der kommt ins Staunen, denn eine 18 Meter hohe Glaspyramide lenkt alle Blicke auf sich. Sie ist das  neue Wahrzeichen der Cristalica GmbH.

Der in Spremberg wohnende und von  Cottbus aus agierende Unternehmer Lutz Stache  investiert rund 25 Millionen Euro in die ehemalige Döberner Glashütte. 2009 kaufte er das in Insolvenz gegangene Unternehmen, um mit einem neuen Konzept an die alte Glasmachertradition anzuknüpfen. Daniel Kothe, Mitglied der Geschäftsleitung,  gibt zu den Plänen folgende Auskünfte. "Das Projekt ist mit der Zeit gewachsen", erklärt er. "Es ist wie mit einem alten Haus, eigentlich will man nur neu tapezieren und dann stellt man fest, dass von Grund auf renoviert werden muss." Die große Glaspyramide vor dem Werk ist nicht nur ein Hingucker, sondern eine 1.400 Quadratmeter große Verkaufshalle.Von der mengenmäßig umfangreichen Produktion hochwertigen Bleikristalls hat sich Lutz Stache verabschiedet. Hunderte Arbeiter und Angestellte wird es in der Döberner Hütte  nicht mehr geben. 70 bis 80 Mitarbeiter werden letztlich benötigt, da der größte Teil der Produktion, Lagerhaltung und Versand vollautomatisch ablaufen soll. Derzeit sind 43 Mitarbeiter und zwei Auszubildende beschäftigt. Dennoch soll an die alte Tradition angeknüpft werden. "Wir werden drei Sparten bedienen", erläutert Daniel Kothe. "Das sind zum einen die kleinen, feinen,  mundgeblasenen und handbearbeiteten Serien aus Bleikristall und Kristallglas, für die Döbern steht. Dann werden wir die Rohstoffproduktion für kleine Glashütten übernehmen. Der dritte Bereich ist die Personalisierung von Glasartikeln."Wenn alles läuft wie geplant, dann soll der neue Verkaufsbereich des Werkes in der Glaspyramide im Frühjahr 2013 eröffnet werden. "Wir überlegen aber auch, ob wir im Juli eine Gesamteröffnung hinbekommen. Dafür ist aber noch viel zu tun. Wir möchten in der Hütte eine Erlebnisgastronomie einrichten, wobei die Besucher den Produktionsprozess verfolgen und ein Gefühl für die Hochwertigkeit des Kristalls entwickeln können und auch ein großer Outdoor-Spielplatz gehört zu dem touristischen Konzept.

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