Grit Büttner

Wölfe kriegen Kängurus nicht zu fassen

Der VC Dresden verlor das Sonntagspiel dieses Wochenendes gegen die Netzhoppers KW-Bestensee mit 0:3 (21:25, 19:25, 18:25).

Es war den VC-Spielern bereits vorher bewusst, dass der Gegner nicht mit der jungen Mannschaft des VCO Berlin, die im Samstagspiel überzeugend besiegt wurde, vergleichbar ist. Allein durch den 4-Punkte-Abzug wegen Versäumnissen im wirtschaftlichen Lizenzierungsverfahren hat es die Rand-Berliner derzeit mit nur 2 Punkten in den Tabellenkeller verschlagen. Um gegen die erfahrenen, spielstarken Kängurus zu bestehen, mussten sich die Wölfe gegenüber dem Vortag noch einmal steigern. Das gelang ihnen auch, allerdings nicht durchgängig, wie auch schon in anderen Erstligaspielen bei ihnen festzustellen war. "Das ist eine Kopffrage. Wir müssen lernen, auch gegen etablierte Gegner über das gesamte Match hinweg mutig zu spielen", erläuterte VC-Trainer Sven Dörendahl.So hatten alle drei Sätze einen nahezu identischen Verlauf. Bis zu einem bestimmten Punkt lieferten sich beide Teams einen ausgeglichenen Kampf. Als die Dresdner etwas nachließen, setzten  sich die Gastgeber jedes Mal ab und erzielten damit die Vorentscheidung in jedem Satz.Im ersten Satz lag dieser kritische Punkt bei einem Spielstand von 18:18. Bis dahin war es ein offenes Spiel mit meist leichter Dresdner Führung. Danach ließ der Druck der Gäste nach, und die Netzhoppers konnten sich auf 22:18 absetzen. Damit war die Vorentscheidung im ersten Satz gefallen, der 25:21 für die Gastgeber endete.

Im zweiten Abschnitt hielten die VC-Männer bis zur 2. technischen Auszeit beim Stand von 15:16 das Geschehen offen. Anschließend zogen die Randberliner mühelos auf 24:18 davon und beendeten den Satz mit 25:19.Im dritten Satz hielten die Gäste nur bis  13:14 mit, so dass sich  die Hausherren dann auf 19:13 absetzen konnten und nach insgesamt 75 Spielminuten bei 25:18 ihren ersten Matchball verwandelten.

Die Dresdner begannen in der gleichen Besetzung wie am Vortag in Berlin: Z: Santino Rost, D: Thomas Schober, AA: Eric Grosche, René Andörfer, MB: Alan Wasilewski, Philipp Collin, L: Robert Went.Im ersten Satz wurde bei 18:21 Martin Merkel kurz für Eric Grosche eingewechselt. Ab Mitte des zweiten Abschnittes spielte Klaus Kunert für Alan Wasilewski, und in der Endphase des dritten Satzes kamen Tim Neuber für Santino Rost, Felix Pauli für René Andörfer und Yaniel Garay Gomez für Thomas Schober auf das Feld.

Als wertvollste Spieler (MVP) wurden der KW-Zuspieler Manuel Rieke und VC-Angreifer René Andörfer gewählt.

Sven Dörendahl meinte: "Die Jungs haben insgesamt gar nicht so schlecht gespielt, allerdings in jedem Satz nur 50 ? 75 % der Zeit. Danach war scheinbar wie eine Blockade in ihrem Kopf. Das war heute nicht das erste Mal. Wir haben mit unseren Aufschlägen zu wenig Druck entwickelt, und die taktischen Vorgaben wurden nur ungenügend umgesetzt. Das hat gestern gegen den VCO viel besser geklappt."

Die Wölfe haben am Freitag, den 30.11.12, 20 Uhr in der Margon Arena die Gelegenheit, im Punktspiel gegen TV Rottenburg alles besser zu machen und den nächsten Sieg einzufahren. Sie hoffen dabei auf die kräftige Unterstützung ihres Publikums.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.