Dresden vereinfacht Quarantäneregeln

Dresden. Die Landeshauptstadt Dresden geht ab Freitag, 4. Dezember, anders als bisher mit positiv auf das Corona-Virus Getesteten sowie Kontaktpersonen um. „Mit der neuen Regelung haben Menschen die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, schneller Klarheit über das weitere Vorgehen als bisher“, erläutert Dr. Frank Bauer, Leiter des Dresdner Gesundheitsamtes. „Außerdem gibt es künftig auch Vorgaben für so genannte Verdachtspersonen. Mit der neuen Verordnung wollen wir Ansteckungsketten schneller unterbrechen.“ Wichtigste Änderung: In den meisten Fällen genügen Nachweise über durchgeführte Tests, um in Quarantäne zu gehen und etwa Arbeitgebern gegenüber den Arbeitsausfall zu begründen. Bauer: „Dies gibt Arbeitnehmern die nötige Sicherheit in Quarantäne zu gehen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.“ Grundlage dafür bildet eine am Donnerstag, 3. Dezember, veröffentlichte Allgemeinverfügung. Individuelle Bescheide erhalten nur noch Kontaktpersonen der Kategorie I, deren mögliche Ansteckung nicht im Umfeld einer Gemeinschaftseinrichtung (Schule, Kita, Pflegeheim etc.) stattfand. Das gilt für positiv getestete Personen Eine Person, die positiv auf das SARS-CoV-2 getestet wurde, muss sich sofort nach dem Bekanntwerden des positiven Testergebnisses in Quarantäne begeben. Sie muss nicht mehr auf eine gesonderte Information oder einen Bescheid des Gesundheitsamtes warten. Es gilt das schriftliche Ergebnis des positiven Tests als Nachweis für den Arbeitgeber. Wenn die Person nicht erkrankt, endet die Quarantäne zehn Tage nachdem der Test durchgeführt wurde. Wenn die Person jedoch Symptome hat, endet die Quarantäne erst zehn Tage nach Beginn der Symptome und wenn sie außerdem 48 Stunden symptomfrei ist. Wichtig ist, dass die positiv getestete Person selbständig ihre Kontaktpersonen der Kategorie I (siehe www.dresden.de/corona „Definition als Kontaktperson der Kategorie I“) informiert und eine Liste der Kontakte per E-Mail an gesundheitsamt-infektionsschutz@dresden.de schickt. Vorzugsweise sollte dafür die Excel-Tabelle genutzt werden, die auf www.dresden.de/corona abrufbar ist. Bauer: „Natürlich steigt damit die Eigenverantwortung aber wir verhindern gemeinsam einen unnötigen Zeitverzug und verringern die Ansteckungsgefahr für weitere Menschen im Umfeld der Betroffenen.“ Das gilt für Kontaktpersonen der Kategorie I Personen, die einen engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, gelten als Kontaktperson der Kategorie I (siehe www.dresden.de/corona „Definition als Kontaktperson der Kategorie I“). Sobald einer Person dies durch das Gesundheitsamt oder durch die positiv getestete Person mitgeteilt wird, muss sie sich für 14 Tage nach dem letzten Kontakt in sofortige Quarantäne begeben. Wenn der Kontakt in einer Gemeinschaftseinrichtung, etwa einer Schule oder einer Kita, stattgefunden hat, leitet die Einrichtungsleitung einen Sammelbescheid weiter, in dem der Quarantänezeitraum benannt wird. Wenn der Kontakt jedoch im privaten Umfeld lag, sendet das Gesundheitsamt eine schriftliche Bescheinigung an die Kontaktperson Kategorie I. Da die Fallzahlen nach wie vor sehr hoch sind, kann es weiterhin zu zeitlichem Verzug kommen. Deshalb bekommt die Eigenverantwortung einen immens hohen Stellenwert, denn die Quarantäne sollte immer schnellstmöglich beginnen. Neu ist, dass die 14-tägige Quarantäne durch einen negativen PCR-Test abgekürzt werden kann. Der Test darf frühestens nach zehn Tagen in Quarantäne durchgeführt werden. Betroffene dürfen zur Durchführung des Tests nach vorheriger Absprache mit dem Arzt trotz Quarantäne das Haus verlassen. Das gilt für Verdachtspersonen Darüber hinaus schärft das Gesundheitsamt die Regeln für so genannte Verdachtspersonen. Das sind Personen mit Symptomen, für die ein Arzt einen PCR-Test angeordnet hat, sowie Personen, bei denen ein Antigen-Test positiv ausgefallen ist. Verdachtspersonen müssen sich zunächst unverzüglich in Quarantäne begeben. Sobald der folgende PCR-Test eine Infektion mit dem Corona-Virus nachweist, gelten sie als positiv Getestete. Auch Verdachtspersonen mit positivem Antigen-Test, dem kein weiterer PCR-Test zur Abklärung folgt, werden als positiv getestete Person betrachtet. Bei einem negativen Testergebnis ist für Verdachtspersonen die Quarantäne automatisch beendet. Auch hier gilt: Das Gesundheitsamt erstellt keine Bescheide. Der Nachweis über den PCR-Test gilt als Nachweis für den Arbeitgeber, um für die Quarantänezeit Verdienstausfall zu beantragen. Wichtig ist es, sich schon bei Bekanntwerden eines positiven Antigentests eine Kontaktpersonenliste der Kategorie I vorzubereiten, die dann wie oben beschrieben, bei positivem PCR-Nachweis an das Gesundheitsamt zu übermitteln ist. Ausnahmen Sollte das Gesundheitsamt im Einzelfall anders als beschrieben einen Quarantänebescheid ausstellen, dann geht dieser den Regelungen vor. Weitere Infos hier: www.dresden.de/corona Die Landeshauptstadt Dresden geht ab Freitag, 4. Dezember, anders als bisher mit positiv auf das Corona-Virus Getesteten sowie Kontaktpersonen um. „Mit der neuen Regelung haben Menschen die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, schneller…

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Verschärfte Corona-Regeln in Dresden

Dresden. Ab HEUTE, 2. Dezember, gilt in Dresden eine neue Allgemeinverfügung über die Anordnung von Schutzmaßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie. Diese neue Allgemeinverfügung basiert auf den Vorgaben durch die Corona-Schutz-Verordnung, die der Freistaat Sachsen mit Wirkung zum 1. Dezember 2020 erlassen hat. Es gilt unter anderem: eine erweiterte Maskenpflicht an der frischen Luft in definierten Innenstadtbereichen von Montag bis Samstag in der Zeit von 6 Uhr bis 24 Uhr (siehe Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt Dresden unter www.dresden.de/corona).die Abgabe von alkoholischen Getränken ist im gesamten Stadtgebiet von 22 Uhr bis 6 Uhr untersagt.öffentlicher Alkoholkonsum ist in den definierten Bereichen zwischen 20 Uhr und 7 Uhr untersagt. Die Allgemeinverfügung sieht weitere Einschränkungen vor, wenn an fünf aufeinanderfolgenden Tagen der Inzidenzwert in Dresden über 200 steigt: Das Verlassen des Hauses ohne triftige Gründe ist untersagt. Triftige Gründe sind beispielsweise Gefahr, Berufsausübung, Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen, Versorgung, Sport und Bewegung, Religionsausübung.Die Abgabe von alkoholischen Heißgetränken ist im gesamten Stadtgebiet verboten.Die Mitnahme von Speisen und Getränken ist nur möglich, wenn die Bestellung vorher online oder telefonisch erfolgt ist oder Warteplätze mit Abstandsregelung und Hygienemaßnahmen gestaltet sind.Versammlungen werden auf maximal 200 Personen beschränkt. Diese Maßnahmen sind erst dann außer Kraft gesetzt, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die 200er-Marke unterschreitet. Die Zahlen, die diesem Wert zu Grunde liegen, orientieren sich an dem täglichen Lagebericht des Robert Koch-Institutes (RKI). Diese Festlegung traf der Freistaat Sachen mit der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung (SächsCoronaSchVO) vom 27. November, die vom 1. Dezember bis 28. Dezember 2020 gilt. Aus diesem Grund wird zusätzlich zur Angabe der 7-Tage-Inzidenz der Stadt Dresden ab sofort der Inzidenzwert des RKI auf dem Dashboard angegeben. Die Stadt Dresden wird umgehend die Öffentlichkeit darüber informieren, wenn die 7-Tage-Inzidenz die 200er-Marke an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschreitet und damit weitere Regelungen der Allgemeinverfügung in Kraft treten. Der Erste Bürgermeister Detlef Sittel dazu: „Mit der Allgemeinverfügung setzen wir die Vorgaben des Freistaates um und präzisieren diese für das Dresdner Stadtgebiet. Unser Ziel war es dabei, eindeutige Regeln zu erlassen, die für den Bürger nachvollziehbar sind und gleichzeitig einer möglichen rechtlichen Überprüfung standhalten. Natürlich werden wir als Stadt die Einhaltung dieser Regelungen auch kontrollieren. Wesentlich wichtiger ist es aber, dass wir als Stadtgesellschaft und jeder einzelne für sich die Notwendigkeit dieser Regeln erkennt. Wir werden die Verbreitung des Virus nur eindämmen, wenn wir alle in jeder Lebenssituation mit größtmöglicher Achtsamkeit vorgehen. Die heutige Allgemeinverfügung ist dabei ein wichtiger Baustein.“ (pm/Landeshauptstadt Dresden)Ab HEUTE, 2. Dezember, gilt in Dresden eine neue Allgemeinverfügung über die Anordnung von Schutzmaßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie. Diese neue Allgemeinverfügung basiert auf den Vorgaben durch die

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Antrag »Novemberhilfe« online

Sachsen. Die vom Teil-Lockdown betroffenen Branchen können ab sofort die Novemberhilfe der Bundesregierung beantragen. Diese Hilfe bietet zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. Pro Schließungswoche werden den betroffenen Unternehmern und Betrieben Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt. Konkret geht es um die Deckung der Fixkosten, die trotz der temporären Schließung anfallen. In einem zweistufigen Verfahren werden zunächst Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 50 Prozent der beantragten Novemberhilfe gewährt, höchstens jedoch bis zu 10.000 Euro pro Antragsteller.            Die »Überbrückungshilfen II« des Bundes können ebenfalls weiter beantragt werden. Dies sind die fortlaufenden Unterstützungen für die Monate September bis Dezember, die per Steuerberater auch über die Plattform des Bundes beantragt werden können. Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro; andere Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro. Erste Auszahlungen der Abschlagszahlungen erfolgen ab Ende November 2020. Andere Leistungen für den Förderzeitraum November, wie Überbrückungshilfe und Kurzarbeitergeld, welche in dem Monat gewährt werden, werden auf die Novemberhilfe angerechnet. Die Antragstellung und Auszahlung erfolgen voll elektronisch über die Plattform https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de Die vom Teil-Lockdown betroffenen Branchen können ab sofort die Novemberhilfe der Bundesregierung beantragen. Diese Hilfe bietet zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen…

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Allgemeinverfügung zur Absonderung erlassen

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Absonderung von Personen, bei denen Corona nachgewiesen wurde, und die Quarantäne von engen Kontaktpersonen bleiben nach wie vor die wichtigsten Regularien zur Unterbrechung der Infektionsketten und der Verhinderung einer weiteren Verbreitung des Virus. Um einem zeitlichen Verzug aufgrund der Vielzahl der Fälle zuvorzukommen, wurde Anfang der Woche durch den Landkreis eine Allgemeinverfügung zur Absonderung erlassen. Laut dieser Allgemeinverfügung haben sich Kontaktpersonen der Kategorie I (darunter fallen Personen, die engen Kontakt zu COVID-19-Erkrankten hatten), Verdachtspersonen und positiv getestete Personen unverzüglich in einer Wohnung oder einem anderweitig räumlich abgrenzbaren Teil eines Gebäudes abzusondern. Während der Zeit der Absonderung muss eine räumliche oder zeitliche Trennung von im selben Hausstand lebenden Personen gewährleistet sein, sofern sie nicht selbst der Absonderung unterliegen. Außerdem darf die betroffene Person keinen Besuch empfangen. Positiv getestete Personen sind verpflichtet, sich selbst beim Gesundheitsamt zu melden und über das Testergebnis zu informieren. Im Falle einer akuten Verschlechterung des Gesundheitszustandes während der Absonderung ist das Gesundheitsamt per Mail (symptome@landratsamt-pirna.de) oder telefonisch (Tel. 03501/5151190) sowie der Hausarzt zu kontaktieren. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum 31. Januar 2021. Vollständiger Wortlaut der Allgemeinverfügung unter: www.landratsamt-pirna.de/corona-bekanntmachungen.html Die Absonderung von Personen, bei denen Corona nachgewiesen wurde, und die Quarantäne von engen Kontaktpersonen bleiben nach wie vor die wichtigsten Regularien zur Unterbrechung der Infektionsketten und der Verhinderung einer weiteren Verbreitung des…

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