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Eggerts Ostwind – Sächsische Zumutung

Zwischen Bayern und Berlinern waltet seit Urzeiten keine reine Liebe. Die bajuwarische Bezeichnung »S...preissn« für diejenigen, die in der Gegend siedeln, wo Havel und Spree zusammenfließen, hat es in sich. Auch das Verhältnis zwischen Sachsen und Berlinern soll zuweilen von ähnlicher Zuneigung geprägt sein. In der Hauptstadtpresse jedenfalls sieht man sich dieser Tage veranlasst, ziemlich angesäuert auf eine neue sächsische Zumutung zu reagieren – nachdem irritierende Werbesprüche aufgetaucht sind. Zum Beispiel dieser: »Lieber 2 Stunden fahren, als 13 Jahre warten!«

Das Kleingedruckte des Rätsel-Spruchs: Der Hauptstadtflughafen BER wird nicht fertig, die Airports Tegel und Schönefeld sind nervig überlastet, Leipzig und Dresden dagegen bieten Flughäfen, von denen das werte Publikum abfliegen kann, ohne lange anstehen zu müssen. Nach lockeren nur zwei Stunden Auto- oder Zuganfahrt.

Solch selbstbewusste (Ab-)Werbeversuche aus Sachsen werden von manchen Berliner Machern naturgemäß als nicht eben toll empfunden. Der Sprecher der Flughafengesellschaft etwa spricht humorlos von einem »schlechten BER-Witz«. Schlechter Witz? Klar, über einen Slogan wie »Hauptstadtflughafen auf Sächsisch: Fertsch« kann nicht jeder lachen.

Ihr Hans Eggert

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Bessere Luft: Grenzwerte Bergstraße unterschritten

Dresden. Die Luftqualität über Dresden, bezogen auf die Messwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid, hat sich 2019 weiter verbessert. Seit drei Jahren werden die Luftschadstoffwerte an den drei Dresdner Messstellen Schlesischer Platz, Winkelmannstraße und Bergstraße eingehalten. An der Bergstraße wurde der Stickstoffdioxid-Grenzwert nach Berechnungen der Landeshauptstadt sogar nicht nur eingehalten, sondern vergangenes Jahr erstmals mit 35 Mikrogramm je Kubikmeter deutlich unterschritten. Der Grenzwert für das Jahresmittel liegt bei 40 Mikrogramm je Kubikmeter.Auch die Feinstaubwerte blieben 2019 an allen Messstellen im grünen Bereich. Nach einer ersten Einschätzung führen mehrere Faktoren zur Verbesserung der Luftqualität. An der Messstelle Bergstraße wirken sich konkret die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit und die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit zwischen  Nöthnitzer Straße bis Einmündung Kohlenstraße auf 50 km/h positiv aus. Umweltamtsleiter Wolfgang Socher ist erfreut über die Entwicklung: „Es zeigt sich, dass die Verkehrspolitik der Stadt allmählich Früchte trägt. Diese setzt vor allem auf die Stärkung des Umweltverbundes bestehend aus Öffentlichen Personennahverkehr sowie Fuß- und Radverkehr. Verbesserungen in der Kfz-Technik, die es nach der Bewältigung des Dieselabgasskandales gibt, tragen sicherlich auch zur Reduktion von Luftschadstoffen bei“, sagt Socher. Laut des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts der Landeshauptstadt soll bis 2030 der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß des Dresdner Verkehrs um 40 Prozent sinken. Mehr zum Luftreinhalteplan der Stadt hier und aktuelle Messwerte hier Die Luftqualität über Dresden, bezogen auf die Messwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid, hat sich 2019 weiter verbessert. Seit drei Jahren werden die Luftschadstoffwerte an den drei Dresdner Messstellen Schlesischer Platz, Winkelmannstraße und…

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