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Eggerts Ostwind – Späte Erkenntnis

Zugegeben, für manche Zeitgenossen gibt es schon zu viele Jubiläen. Das 500ste der Reformation füllte, man erinnere sich, ein ganzes Jahr. Auch weniger prominente runde Jahres- und Geburtstage bringen es auf hohe Feierwerte. Weshalb die bevorstehenden Jubiläen der friedlichen Revolution, des Mauerfalls und der deutschen Einheit in vielen Kalendern rot oder anderweitig deutlich markiert sind.

Angesichts dessen muss folgender Umstand Erstaunen hervorrufen: Das in dieser Angelegenheit für den Bund federführende Innenministerium, geleitet vom Bayern Horst Seehofer, der sich zugleich Bau- und Heimatminister nennt und immerhin acht Staatssekretäre zu seiner Entlastung beschäftigt, hat, so stellten es langfristig planende und nachfragende Journalisten fest, im Bundeshaushalt kein Geld für Jubelfeierlichkeiten einplanen lassen.

Weil man sparen, der Polizei neue Ausrüstungen verschaffen, gar den Bau dringend benötigter Wohnungen unterstützen will? Mitnichten: Die »Erkenntnis der Notwendigkeit«, die 30. Jahrestage rings um die deutsche Einheit in besonderer Weise zu begehen, habe erst jetzt »substanziell Kontur« angenommen, lässt das Bundesinnenministerium wissen. Volksmündlich ausgedrückt: Es wurde schlicht geschlampt.

Ihr Hans Eggert

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"Tembo" feiert 1-Jähriges im Zoo Dresden

Dresden. Mit der Umgestaltung des Afrikahauses ist es für den Zoo Dresden möglich, einen Elefantenbullen zu Zuchtzwecken temporär zu halten, umso auf natürlichem Wege mit den Dresdner Kühen züchten zu können. Aus diesem Grund lebt seit einem Jahr Elefantenbulle Tembo in Dresden, um mit den Kühen für Nachwuchs zu sorgen. Am 13. November 2018 traf Tembo nach rund 3,5 Stunden Fahrt aus dem Tierpark Berlin in Dresden ein und erlebte damit seinen ersten Umzug in einen anderen Zoo seit er 1987 nach Berlin kam. Der 34jährige Bulle, der sich anfangs zögerlich und unsicher in seiner neuen Umgebung bewegte, gewann mit der Zeit immer mehr Vertrauen und Routine im neuen Trainingsablauf, so dass er sich nun souverän und entspannt zeigt. Tembo und die Elefantenpfleger sind mittlerweile so gut aufeinander eingespielt, dass der Gang auf die Waage oder die Kommandos beim Dusch- und Medizintraining von Tembo gut beherrscht werden. Auch die Elefantenkühe Drumbo, Sawu und Mogli, die bisher nie mit einem Bullen zusammen waren, haben sich gut an die Anwesenheit von Tembo gewöhnt. Die anfängliche Unsicherheit und Ängstlichkeit der Kühe gegenüber dem 4,1 Tonnen schweren Bullen wich einem respektvollen und toleranten Umgang miteinander. Nach der Eingewöhnungsphase erwachte ab dem Frühjahr auch das sexuelle Interesse des Bullens an den Kühen, so dass er alle drei Kühe sobald sie in ihrem Östrus kamen auch deckte. In den Sommermonaten bis Oktober kam Tembo in die Musth. In dieser Phase erleben Elefantenbullen einen hohen Testosteronschub und verhalten sich weniger sozial und interessiert an den Kühen. Zudem zeigen sie eine größere Bereitschaft zu aggressiven Verhalten gegenüber Geschlechtsgenossen. Bislang zeigten die Untersuchungen der regelmäßigen Urinkontrollen unserer Weibchen noch keine positiven Ergebnisse einer Trächtigkeit. Neue Ergebnisse stehen noch aus. Der Zoo Dresden ist weiterhin optimistisch, dass Tembo den erhofften Elefanten-Nachwuchs mit den Kühen zeugt.Mit der Umgestaltung des Afrikahauses ist es für den Zoo Dresden möglich, einen Elefantenbullen zu Zuchtzwecken temporär zu halten, umso auf natürlichem Wege mit den…

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