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Eggerts Ostwind – Spiegelfechtereien

Zwei Fotos: Links in graubrauner Einfärbung eine ruinöse Hausfassade Marke DDR. Text: »Enteignung? Das Ergebnis kennen wir.« Rechts ein farbiges Neubau-Motiv. Text: »Wohnungen bauen! Nur das hilft.« Die CDU Sachsen bezieht damit Stellung im aktuellen Streit um die »Vergesellschaftung« von Wohnraum als vermeintliches Mittel gegen explodierende Mieten.

Bei Lichte besehen ist eine wie immer geartete Enteignung tatsächlich kein sinnvolles Mittel gegen unangemessene Mietsteigerungen – schließlich entstünde keine Wohnung zusätzlich. Auch soll hier nicht darum herumgeredet werden, welch böses Erbe die DDR-Baupolitik dort hinterlassen hat, wo keine Plattensiedlungen entstanden sind. Ja, und auch richtig ist: Die »Wende« von 1989/90 kam gerade noch rechtzeitig, um schöne alte Innenstädte zu retten. Doch bitte – diese Rettung haben Private ebenso bewerkstelligt wie Genossenschaften und kommunale Wohnungsgesellschaften.

Und auch dies sei noch angemerkt: Vor Jahren wurden viele »Platten« (mit viel Steuergeld) platt gemacht und obendrein der soziale Wohnungsbau stark ausgedünnt. Nun herrscht »am Markt« Wohnungsmangel, was die Mieten treibt. Dagegen muss die Politik endlich angehen. Ohne platte Spiegelfechtereien aller Art.

Ihr Hans Eggert

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"Tembo" feiert 1-Jähriges im Zoo Dresden

Dresden. Mit der Umgestaltung des Afrikahauses ist es für den Zoo Dresden möglich, einen Elefantenbullen zu Zuchtzwecken temporär zu halten, umso auf natürlichem Wege mit den Dresdner Kühen züchten zu können. Aus diesem Grund lebt seit einem Jahr Elefantenbulle Tembo in Dresden, um mit den Kühen für Nachwuchs zu sorgen. Am 13. November 2018 traf Tembo nach rund 3,5 Stunden Fahrt aus dem Tierpark Berlin in Dresden ein und erlebte damit seinen ersten Umzug in einen anderen Zoo seit er 1987 nach Berlin kam. Der 34jährige Bulle, der sich anfangs zögerlich und unsicher in seiner neuen Umgebung bewegte, gewann mit der Zeit immer mehr Vertrauen und Routine im neuen Trainingsablauf, so dass er sich nun souverän und entspannt zeigt. Tembo und die Elefantenpfleger sind mittlerweile so gut aufeinander eingespielt, dass der Gang auf die Waage oder die Kommandos beim Dusch- und Medizintraining von Tembo gut beherrscht werden. Auch die Elefantenkühe Drumbo, Sawu und Mogli, die bisher nie mit einem Bullen zusammen waren, haben sich gut an die Anwesenheit von Tembo gewöhnt. Die anfängliche Unsicherheit und Ängstlichkeit der Kühe gegenüber dem 4,1 Tonnen schweren Bullen wich einem respektvollen und toleranten Umgang miteinander. Nach der Eingewöhnungsphase erwachte ab dem Frühjahr auch das sexuelle Interesse des Bullens an den Kühen, so dass er alle drei Kühe sobald sie in ihrem Östrus kamen auch deckte. In den Sommermonaten bis Oktober kam Tembo in die Musth. In dieser Phase erleben Elefantenbullen einen hohen Testosteronschub und verhalten sich weniger sozial und interessiert an den Kühen. Zudem zeigen sie eine größere Bereitschaft zu aggressiven Verhalten gegenüber Geschlechtsgenossen. Bislang zeigten die Untersuchungen der regelmäßigen Urinkontrollen unserer Weibchen noch keine positiven Ergebnisse einer Trächtigkeit. Neue Ergebnisse stehen noch aus. Der Zoo Dresden ist weiterhin optimistisch, dass Tembo den erhofften Elefanten-Nachwuchs mit den Kühen zeugt.Mit der Umgestaltung des Afrikahauses ist es für den Zoo Dresden möglich, einen Elefantenbullen zu Zuchtzwecken temporär zu halten, umso auf natürlichem Wege mit den…

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