as

Eggerts Ostwind – Vor-Nach-Vor

Der Wahltag ist vorbei, die Gewählten erzählen uns, warum sie gewählt worden sind, die Nichtgewählten suchen zu erklären, weshalb die Sache schief gegangen ist. Auch werden wir zuweilen darauf aufmerksam gemacht, dass »nach der Wahl« bedeutet, »vor der Wahl« zu stehen. Dagegen ist nichts zu sagen. Denn fürs Wahlvolk ergibt sich damit die Chance zu kontrollieren, was aus den Vorhaben wird, die uns zuvor auf Wahlplakaten und Handzetteln angepriesen worden sind.
Beispielsweise heißt es in einem Flyer, den ich aus meinem Hausbriefkasten gefischt habe, man strebe »nachhaltige Lösungen für die Verkehrs- und Parksituation« an. Was sofort meine Zustimmung fand. Denn tatsächlich ist besagte Situation beklagenswert. Und zwar seit langem. Der Gedanke daran allerdings nährte mein Gefühl, die Forderung schon mal gelesen zu haben. Und richtig: Unter Altpapieren fand sich ein Werbezettel, auf dem angekündigt wurde, man werde mit Nachdruck dafür sorgen, die Verkehrs- und Parksituation…
Nur gibt es da einen Unterschied: Der Flyer stammt aus dem Jahr 2014 und von einer anderen Partei als der von vor der Wahl 2019. Doch lässt das auch die Hoffnung wachsen, nach der Wahl werde sich was ändern. Denn es ist schließlich »vor der Wahl«.

Ihr Hans Eggert

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

"Tembo" feiert 1-Jähriges im Zoo Dresden

Dresden. Mit der Umgestaltung des Afrikahauses ist es für den Zoo Dresden möglich, einen Elefantenbullen zu Zuchtzwecken temporär zu halten, umso auf natürlichem Wege mit den Dresdner Kühen züchten zu können. Aus diesem Grund lebt seit einem Jahr Elefantenbulle Tembo in Dresden, um mit den Kühen für Nachwuchs zu sorgen. Am 13. November 2018 traf Tembo nach rund 3,5 Stunden Fahrt aus dem Tierpark Berlin in Dresden ein und erlebte damit seinen ersten Umzug in einen anderen Zoo seit er 1987 nach Berlin kam. Der 34jährige Bulle, der sich anfangs zögerlich und unsicher in seiner neuen Umgebung bewegte, gewann mit der Zeit immer mehr Vertrauen und Routine im neuen Trainingsablauf, so dass er sich nun souverän und entspannt zeigt. Tembo und die Elefantenpfleger sind mittlerweile so gut aufeinander eingespielt, dass der Gang auf die Waage oder die Kommandos beim Dusch- und Medizintraining von Tembo gut beherrscht werden. Auch die Elefantenkühe Drumbo, Sawu und Mogli, die bisher nie mit einem Bullen zusammen waren, haben sich gut an die Anwesenheit von Tembo gewöhnt. Die anfängliche Unsicherheit und Ängstlichkeit der Kühe gegenüber dem 4,1 Tonnen schweren Bullen wich einem respektvollen und toleranten Umgang miteinander. Nach der Eingewöhnungsphase erwachte ab dem Frühjahr auch das sexuelle Interesse des Bullens an den Kühen, so dass er alle drei Kühe sobald sie in ihrem Östrus kamen auch deckte. In den Sommermonaten bis Oktober kam Tembo in die Musth. In dieser Phase erleben Elefantenbullen einen hohen Testosteronschub und verhalten sich weniger sozial und interessiert an den Kühen. Zudem zeigen sie eine größere Bereitschaft zu aggressiven Verhalten gegenüber Geschlechtsgenossen. Bislang zeigten die Untersuchungen der regelmäßigen Urinkontrollen unserer Weibchen noch keine positiven Ergebnisse einer Trächtigkeit. Neue Ergebnisse stehen noch aus. Der Zoo Dresden ist weiterhin optimistisch, dass Tembo den erhofften Elefanten-Nachwuchs mit den Kühen zeugt.Mit der Umgestaltung des Afrikahauses ist es für den Zoo Dresden möglich, einen Elefantenbullen zu Zuchtzwecken temporär zu halten, umso auf natürlichem Wege mit den…

weiterlesen