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Eggerts Ostwind – Vor-Nach-Vor

Der Wahltag ist vorbei, die Gewählten erzählen uns, warum sie gewählt worden sind, die Nichtgewählten suchen zu erklären, weshalb die Sache schief gegangen ist. Auch werden wir zuweilen darauf aufmerksam gemacht, dass »nach der Wahl« bedeutet, »vor der Wahl« zu stehen. Dagegen ist nichts zu sagen. Denn fürs Wahlvolk ergibt sich damit die Chance zu kontrollieren, was aus den Vorhaben wird, die uns zuvor auf Wahlplakaten und Handzetteln angepriesen worden sind.
Beispielsweise heißt es in einem Flyer, den ich aus meinem Hausbriefkasten gefischt habe, man strebe »nachhaltige Lösungen für die Verkehrs- und Parksituation« an. Was sofort meine Zustimmung fand. Denn tatsächlich ist besagte Situation beklagenswert. Und zwar seit langem. Der Gedanke daran allerdings nährte mein Gefühl, die Forderung schon mal gelesen zu haben. Und richtig: Unter Altpapieren fand sich ein Werbezettel, auf dem angekündigt wurde, man werde mit Nachdruck dafür sorgen, die Verkehrs- und Parksituation…
Nur gibt es da einen Unterschied: Der Flyer stammt aus dem Jahr 2014 und von einer anderen Partei als der von vor der Wahl 2019. Doch lässt das auch die Hoffnung wachsen, nach der Wahl werde sich was ändern. Denn es ist schließlich »vor der Wahl«.

Ihr Hans Eggert

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Mit Fürstin Lucie und Fürst Pückler

Cottbus. Jeweils am Sonntag führen »Fürstin Lucie« (Anne Schierack) und »Fürst Pückler« (Hans Anacker) bis Ende September durch die „Grünen Salons“ des Branitzer Parks. Bei ihren Erlebnisführungen erfährt man mehr über das exzentrische Leben von Fürst Pückler und seiner Frau Lucie, deren Lebensreise sich nicht nur im Schloss, sondern auch im Park widerspiegelt. Dort gestaltetet Fürst Pückler die direkte Umgebung des Schlosses nach englischem Vorbild als Pleasureground, der üppig und prachtvoll ausgestattet war. Wie die Räume im Schloss sollten die einzelnen Sondergärten innerhalb des Pleasureground als »Salons unter freiem Himmel« variieren. Nicht jeder durfte diesen Ort betreten und oft stand man am kleinen Zaun, um einen Blick auf den Besuch des Fürsten zu erhaschen. Was zog preußische Könige und selbst die Königin in diesen »Zauber-Park«? Wo konnte man hier Tennisspielen, das französische Mönche im Mittelalter erfunden haben und im 18. Jahrhundert nur noch dem Adel vorbehalten war? Wieso erinnert Pückler in Branitz an einen preußischen Staatskanzler, obwohl sein Herz sächsisch blieb? Diese Fragen und noch viel mehr erfährt man bei den Erlebnisführungen durch die Grünen Salons von »Schnucke« und »Lou«, wie Pückler und Lucie einander mit Kosenamen nannten. Die einstündigen Führungen finden jeweils um 11:30 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Schlosskasse. Die Parkführung kostet 14 Euro pro Person, inklusive freiem Schlosseintritt. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlt wird um Voranmeldung unter Tel. 0355/ 751 50 oder per E-Mail an service@pueckler-museum.de gebeten.Jeweils am Sonntag führen »Fürstin Lucie« (Anne Schierack) und »Fürst Pückler« (Hans Anacker) bis Ende September durch die „Grünen Salons“ des Branitzer Parks. Bei ihren Erlebnisführungen erfährt man mehr über das exzentrische Leben von Fürst Pückler…

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