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Eggerts Ostwind – Wer hat die Wahl?

Am Sonntag haben wir, wie uns im Wahlkampf zuweilen versichert wird, die Wahl. Wer sich die Briefwahlunterlagen hat schicken lassen, kann das zumindest im Prinzip bestätigen. Wo kommunale Vertretungen zu bestimmen sind, ist der einschlägige Wahlzettel noch einigermaßen übersichtlich (auf meinem standen Vertreter von drei Parteien, vier örtlichen Bündnissen, dazu drei Einzelkandidaten). Der Wahlzettel fürs Europaparlament dagegen erreicht die Höhenmaße von anderthalb Zeitungsseiten. Also bitte: Nehmen Sie sich viel Zeit für den Besuch des Wahllokals.
Wobei wir von denjenigen, die auf diesem Wahlzettel verzeichnet sind, nur wissen, dass sie, genügend Stimmen vorausgesetzt, ins Europaparlament einziehen. Ob einer oder eine davon später Chef oder Chefin der europäischen Kommission wird, wissen wir nicht. Manfred Weber, von dem uns die Deutschland-Union beispielsweise versichert, er habe beste Chancen, dies zu werden, ist das selbst dann noch nicht, wenn Europas Konservative als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgehen. Denn: Seine tatsächlichen Wähler sind die Regierungs-Chefs der EU-Staaten. Und die halten an ihrem Privileg fest, den Kommissionspräsidenten zu bestimmen. Soweit zum Thema: Wir haben die Wahl.

Gastkommentar von Hans Eggert

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Mit Fürstin Lucie und Fürst Pückler

Cottbus. Jeweils am Sonntag führen »Fürstin Lucie« (Anne Schierack) und »Fürst Pückler« (Hans Anacker) bis Ende September durch die „Grünen Salons“ des Branitzer Parks. Bei ihren Erlebnisführungen erfährt man mehr über das exzentrische Leben von Fürst Pückler und seiner Frau Lucie, deren Lebensreise sich nicht nur im Schloss, sondern auch im Park widerspiegelt. Dort gestaltetet Fürst Pückler die direkte Umgebung des Schlosses nach englischem Vorbild als Pleasureground, der üppig und prachtvoll ausgestattet war. Wie die Räume im Schloss sollten die einzelnen Sondergärten innerhalb des Pleasureground als »Salons unter freiem Himmel« variieren. Nicht jeder durfte diesen Ort betreten und oft stand man am kleinen Zaun, um einen Blick auf den Besuch des Fürsten zu erhaschen. Was zog preußische Könige und selbst die Königin in diesen »Zauber-Park«? Wo konnte man hier Tennisspielen, das französische Mönche im Mittelalter erfunden haben und im 18. Jahrhundert nur noch dem Adel vorbehalten war? Wieso erinnert Pückler in Branitz an einen preußischen Staatskanzler, obwohl sein Herz sächsisch blieb? Diese Fragen und noch viel mehr erfährt man bei den Erlebnisführungen durch die Grünen Salons von »Schnucke« und »Lou«, wie Pückler und Lucie einander mit Kosenamen nannten. Die einstündigen Führungen finden jeweils um 11:30 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Schlosskasse. Die Parkführung kostet 14 Euro pro Person, inklusive freiem Schlosseintritt. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlt wird um Voranmeldung unter Tel. 0355/ 751 50 oder per E-Mail an service@pueckler-museum.de gebeten.Jeweils am Sonntag führen »Fürstin Lucie« (Anne Schierack) und »Fürst Pückler« (Hans Anacker) bis Ende September durch die „Grünen Salons“ des Branitzer Parks. Bei ihren Erlebnisführungen erfährt man mehr über das exzentrische Leben von Fürst Pückler…

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