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Eggerts SachsenWind – Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder zur Herbstzeit liefert uns der Bund der Steuerzahler ein beliebtes Dauerthema: Die Verschwendung von Steuergeldern. In Sachsen gibts dafür den »Schleudersachsen«. Der ging für 2019 an das Innen- und das Finanzministerium. Unter anderem für die Gründung eines Staatsbetriebes für Flächenmanagement, obwohl dessen Aufgaben ein anderer Staatsbetrieb längst übernommen hat und löst. Aber bitte: Wenigstens sind so Arbeitsplätze entstanden oder zumindest öffentlich-rechtlich gesichert.

Auch die Kreisverwaltung des Vogtlandkreises scheint entsprechend zu denken und zu handeln. Sie genehmigte den Bau eines 1,7 Kilometer langen Radweges für schätzungsweise 275.000 Euro. Das Problem: Das gute Stück darf leider nicht umweltfreundlich benutzt, also mit dem Rad befahren werden. Es liegt nämlich in einem Naturschutzgebiet. Und steht deshalb nun wieder zum Abriss. Aber bitte: Vielleicht findet wenigstens das anfallende Abrissmaterial Verwendung.

Wie gesagt – der Bund der Steuerzahler hat offenbar wenig Mühe, Jahr für Jahr 100 solcher Fälle in einem »Schwarzbuch« zusammenzufassen. Das jüngste war das 47. – angefüllt nur mit Beispielen besonders krasser Geldverschwendung. Aber bitte – es wird nicht die letzte gewesen sein.

Ihr Hans Eggert

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Breitbandausbau in Niesky läuft

Niesky. In Niesky und den Ortsteilen sind die Bagger unterwegs. Im April startete auf der Schleiermacherstraße der Breitbandausbau. Die Stadt gehört zu den Kommunen, die über ein Förderprojekt schnelleres Internet bekommen. Durch das Projekt, das über den Landkreis läuft und von Freistaat und Bund gefördert wird, wird der Breitbandausbau in Gebieten vorangetrieben, in denen Telekommunikationsunternehmen alleine nicht ausbauen würden, weil es sich betriebswirtschaftlich nicht lohnt.  Diese sogenannten „weißen Flecken“, also Bereiche, wo nicht mindestens 30 Mbit/s im Download anliegen und wo auch in den nächsten drei Jahren ohne Förderung kein Ausbau stattfinden würde, sollen so erschlossen werden. Zehn Cluster wurden dazu eingeteilt und der Ausbau an verschiedene Unternehmen vergeben. In Niesky und den Ortteilen baut die Telekom aus. Zu den geförderten Gebieten gehören Teile der Stadt Niesky und der Ortsteile See und Kosel sowie Stannewisch, Neukosel, Sandschenke und Zedlig. Nicht überall muss dazu schweres Gerät zum Einsatz kommen. „In Niesky liegen schon viele Leerrohre“, sagt Sven Kubitz, Sachbearbeiter Tiefbauverwaltung. Dort können die neuen Glasfaserkabel einfach eingeblasen werden. In den Ortsteilen sieht das anders aus. Dort muss der Bagger ran. Bis zu einem Gigabit pro Sekunde sind die Anschlüsse dann schnell. Finanziert wird das Projekt zu 90 Prozent vom Bund, den Restzahlt der Freistaat. Auch die Hauseigentümer, die an das neue Glasfasernetz angeschlossen werden, zahlen nichts, die komplette Zuleitung zum Haus inklusive eines Glasfaserübergabepunktes wird ebenfalls durch die Fördermittel finanziert. Gestartet wurde der Ausbau in Niesky am 19. April auf der Schleiermacherstraße. Dieser Bauabschnitt dient der Erschließung des Bereiches um die ehemaligen Baustoffwerke. Danach folgt Bauabschnitt 2 in Neuhof (Spremberger Straße, Trebuser Straße). Bis Mitte des Jahres dauern die Arbeiten nördlich der Bahn in Zeche und See an. Alle restlichen Bauabschnitte in See und Niesky sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Die genauen Ausführungstermine sind hier noch nicht bekannt. Für die Bereiche Kosel, Stannewisch, Zedlig, Neukosel und Sandschenke ist der Baustart für Ende Juni geplant.In Niesky und den Ortsteilen sind die Bagger unterwegs. Im April startete auf der Schleiermacherstraße der Breitbandausbau. Die Stadt gehört zu den Kommunen, die über ein Förderprojekt schnelleres Internet bekommen. Durch das Projekt, das über den…

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