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Eggerts SachsenWind – Armutszeugnis

Das Ding mit dem Dresdner »Nazinotstand« habe er sich am Wahlabend ausgedacht. Die Grünen kämen nun sicher mit dem »Klimanotstand«. Da könnte er die »erpressen« und erst mit denen stimmen, wenn sie für seinen »Nazinotstand« votieren. Das erzählte Max Aschenbach neulich der »Sächsischen Zeitung«. Und zeigte sich sichtlich zufrieden.

Max A. ist im vergangenen Mai mit 3.078 Stimmen in den Dresdner Stadtrat gewählt worden – für »Die Partei«, die keine Partei, sondern ein Verein für politische Satire sein will. Weshalb Max A. sich auch als Satiriker sieht und als Kunstfigur agiert. Er hat nur vier Monate gebraucht, um mit den Stimmen von SPD, Linken, Grünen und FDP eine Erklärung im Stadtrat durchzubringen, in der unter der Überschrift »Nazinotstand?« rechtsradikales und  neonazistisches Denken in der Dresdner Stadtgesellschaft thematisiert und angeprangert werden.

Das hat Max A. berühmt gemacht und Dresden weltweit verheerende Reaktionen eingebracht. Was den Künstler zu ungeahnter Ehrlichkeit anstiftet: Jede Wählerstimme für »Die Partei« sei ein Armutszeugnis für die Demokratie. Das aber ist nur die halbe Wahrheit. Die Stadträte, die sich genötigt sahen, der Max-A.-Satire zu folgen, haben die andere Hälfte geliefert.

Ihr Hans Eggert

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Aubis Fishing: Vater&Sohn gründen Angelschule

Dresden. Ein dreistündiger Crashkurs für Anfänger und begleitete Angelausflüge zu sächsischen Gewässern - schon sollte es mit dem Anbeißen klappen. „Wer angeln will, macht üblicherweise einen Lehrgang für den Fischereischein und lernt erstmal nur Theorie", weiß Kay Aubrecht. "Bei uns gibt es dagegen sofort praktische Tipps. Nichts ist frustrierender, als mit dem nagelneuen Angelschein loszuziehen und ohne Fisch nach Hause zu kommen." Der passionierte Angler, der selbst im Vorstand des Vereins „Dresdner Angel- und Naturfreunde e.V.“ agiert und sich dort mit der Aktion „Sauberes Gewässer“ auch gegen die Verschmutzung der Uferzonen einsetzt, angelt seit seine zwölften Lebensjahr. Gemeinsam mit seinem 14-jährigen Sohn Ben gründete er jetzt die Angelschule „Aubis Fishing“, mit der Spontan-Anglern zu schnellem Erfolg verholfen werden soll. „Wir waren schon oft mit Freunden beim Angeln und haben ihnen gezeigt, wie man eine Angel so benutzt, dass es überhaupt möglich ist, einen Fisch zu angeln“, erzählt Ben. „So entstand die Idee, eine Angelschule zu gründen, aber nie war so richtig Zeit dafür.“ Den letzten Ausschlag gab die Corona-Zeit. Eigentlich ist Kay Aubrecht Unternehmer und betreut mit seiner Firma SAM-Production Veranstaltungen wie die Dresdner Schlössernacht oder das Große Adventskonzert im Dynamo-Stadion. Doch in den vergangenen Monaten, als die gesamte Kultur- und Veranstaltungsbranche im Komplett-Lockdown lag und teilweise noch immer liegt, blieb Aubrecht viel Zeit für sein Hobby Angeln. So nahm die Idee der Angelschule konkrete Gestalt an. „Wir haben Angeltouren entworfen, viel Wissenswertes zusammen getragen und eine Webseite gebaut, auf der verschiedene Workshops und Touren samt Anmeldeformularen, Terminen und  Tipps zum Thema Angeln zu finden sind." Natürlich geht es auch um Genehmigungen, Fischereischeine und Angelreviere. Wer sich spontan für einen Spontan-Angelkurs interessiert: Der erste dreistündige Crashkurs beginnt am 11. Juli. Und wenn dann der Fisch am Haken ist, hat Hobbykoch Kay Aubrecht auch gleich noch die besten Tipps zur Zubereitung zur Hand. Ein dreistündiger Crashkurs für Anfänger und begleitete Angelausflüge zu sächsischen Gewässern - schon sollte es mit dem Anbeißen klappen. „Wer angeln will, macht üblicherweise einen Lehrgang für den Fischereischein und lernt erstmal nur Theorie",…

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