gb

Eggerts SachsenWind

Sachsen. Gutschlechte Nachrichten

 Auch wenn nach Journalisten-Ansicht (der Aufmerksamkeitswerte wegen) eine schlechte eher eine gute Nachricht sein soll – hier zunächst die gute: In Sachsen wurden zum Start des zweiten Schulhalbjahres 400 offene Lehrerstellen besetzt. Ein Tropfen auf den heißen Stein? Im vergangenen Schuljahr jedenfalls wurden landesweit mangels einsatzfähiger Lehrkräfte immerhin 104.400 Unterrichtsstunden gestrichen.

104.400 mal hieß es also: Die Stunde fällt aus! Was möglicherweise für diejenigen, die sich nur gebremst für den Unterricht begeistern, eine gute Nachricht gewesen ist. Insgesamt aber eine bedenkliche Situation signalisiert. Nun also dürften es am Schuljahresende für den Nachwuchs einige  Stunden mehr werden, in denen er fürs Leben lernen konnte.

Die schlechte Nachricht: Das Glas ist nur etwas mehr als halb voll. Denn es waren 600 Lehrerstellen ausgeschrieben. Viele der Bewerbungen zielten auf Dresden oder Leipzig, nicht aber aufs Land. Für die Schulen dort bleibt es ungewiss, wie und wann ihr Lehrermangel beseitigt wird. Für Gewissheit sorgte indes der Kultusminister in einer anderen Frage: Er werde dafür kämpfen, dass die Kopfnoten bleiben. Als Schüler hätte ich das nicht als gute Nachricht angesehen.

Ihr Hans Eggert

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.