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Eggerts SachsenWind – Kein Eisbein

Nein, man muss Schweinefleisch, gar das fette Eisbein auf dem Teller nicht mögen, und ja, man kann Fleisch gänzlich verschmähen, also vegetarisch leben – doch man darf in diesem Land auch mit Appetit sein Schnitzel Wiener Art verzehren, ohne gleich ins gesellschaftliche Abseits gestellt zu werden. Ernährungs- und Essgewohnheiten sind, seit die Kirchen dem Volke nicht mehr zwingend vorschreiben können, in bestimmten Zeiten zu fasten, also unter anderem kein Fleisch zu sich zu nehmen, zur Privatsache geworden – abgesehen von gelegentlichen grünen Ermahnungen, klimafreundlich zu speisen.

Und abgesehen von Leuten, denen der Schweinefleischverzehr als grobes politisches Vergehen auf den Magen schlägt. Wie dem Leiter zweier Leipziger Kitas. Der verbannte neulich Schwein per, nun ja – Verbot vom Speiseplan. Aus Rücksicht auf muslimische Kita-Kinder, denen es ihre Religion auferlegt, Schweinefleischgerichte zu meiden. Das löste nicht nur in Leipzig kritische Debatten aus, und selbst Mulime schüttelten hörbar den Kopf.

Weshalb die Schweinefleisch-Abstinenz zunächst mal ausgesetzt worden ist. Um, wie es jetzt heißt, mit den Eltern über gesunde Kinderkost zu beraten. Was dem Mann nun wirklich nicht verwehrt sein sollte.

Ihr Hans Eggert

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