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Eggerts SachsenWind – Neujahrsbegrüßung

In Leipzig hatten sich während der Silvesternacht etwa 1000 Menschen versammelt, um, wie es hieß, »das neue Jahr zu begrüßen«. Dass zu dieser Feier auch Polizeibeamte erschienen, konnte niemanden wundern – es hat wiederholt öffentliche Silvesterfeten ohne Polizei gegeben, was, als dieselben nicht gänzlich friedlich verliefen, zu Rücktritten von Innenministern und Polizeipräsidenten, zumindest zu heftiger Kritik an den Polizeioberen führte.

Auch sahen einige der zu Leipzig Feiernden, so Beobachter, manches als friedlich an, was gemeinhin nicht wirklich als »friedlich« bewertet wird – den Beschuss von Autos oder von Polizisten mit Böllern etwa. Weshalb die Polizei glaubte, ab und an für Ordnung sorgen zu müssen. Und weshalb ihr später von sachkundiger Oppositionsseite »eskalierende Einsatztaktik« vorgeworfen wurde. Und sogar: »Ekelhafte Polizeigewalt, Überrennen Unbeteiligter, kalkulierte Provokation«. Natürlich »ohne Rücksicht auf Verluste«.

Und Verluste (in Form von Verletzungen) gab es. Nein, nicht bei den Feiernden, bei den Polizisten. Einer wurde gar not-operationsreif geschlagen. Was sicher ein wenig übertrieben war, aber auch verständlich. Wo sich der Mensch doch ungern stören lässt. Beim Neujahrsbegrüßen.

Ihr Hans Eggert

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