gb

Eggerts SachsenWind – Nichts mit Paulus

Die Geschichte geht so: Ein Jude, angeblich hieß er Saulus, verfolgte mit großer Hingabe seine christlichen Zeitgenossen – das Neue Testament erzählt, er habe die Steinigung des heiligen Stephanus  mit »Wohlgefallen« beobachtet. Doch eines Tages sei nahe Damaskus des Herrn Erkenntnisstrahl über ihn gekommen – und fortan war Paulus, so sein Name im neuen Leben, glaubensfester Jünger des Gekreuzigten.

Dieses sogenannte »Damaskus-Erlebnis« ist im Christentum sehr beliebt – weil es darauf verweist, dass der Mensch sich im Glauben läutern und die Herzen seiner Schwestern und Brüder gewinnen kann. Carsten Rentzing, sächsischer Landesbischof und konservativen Ansichten durchaus zugeneigt, beanspruchte dies jüngst auch für sich: Er hatte vor drei Jahrzehnten als Student, so einige seiner kirchlichen Mitbrüder und -schwestern, »irritierend« rechte Gedanken über Menschenrechte und Demokratie aufgeschrieben und dies verdrängt. Als es publik wurde, versuchte er, »Abbitte« zu leisten.

Ohne Erfolg. Das öffentlich demonstrierte Entsetzen war zu groß. Zudem ergoss sich heiliger Zorn über Rentzing. Dem blieb nur der Rücktritt. Also nichts mit Damaskus. Ein heutiger Bischof ist schließlich Mensch. Und keine biblische Gestalt.

Ihr Hans Eggert

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Rapper Chris Ares hört auf

Bautzen. Der in der rechten Szene bekannte Rapper Chris Ares hat in seinem Telegram-Kanal und anderen sozialen Medien bekannt gegeben, sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. „Mit der Musik und dem Auftreten in der Öffentlichkeit werde ich nun aufhören, da es der einzig konsequente Weg ist, wenn ich mir eingestehe, dass ich mich verändert habe“, heißt es unter anderem in seinem veröffentlichten Statement. Ares bekam Gegenwind aus den Rathäusern und Zuspruch von seinen Fans Christoph Aljoscha Zloch, der unter den Künstlernamen Chris Ares in der Musikszene bekannt geworden ist, hatte in der letzten Zeit viel Aufmerksamkeit erregt, sich in Ostsächsischen Städten und Gemeinden niederzulassen. So wollte er in Bischofswerda einen patriotischen Jugend-Treff etablieren. In Bautzen ging es um die Eröffnung eines Tattoo-Studios, welches er später in der Gemeinde Cunewalde eröffnen wollte. Weitere bekannte Aufenthaltsorte waren der Ortsteil Weifa, der zur Gemeinde Steinigtwolmsdorf gehört und 15 Kilometer südlich von Bautzen gelegen ist. In allen Orten stieß er auf Ablehnung, bekam allerdings für seine Pläne in der Szene viel Zuspruch. Familie und Job stehen jetzt im Vordergrund Laut Nachfrage des Wochenkuriers, möchte sich Ares vordergründig um seinen Job und seine Familie kümmern. Aktuell hält er sich noch in Ostsachsen auf. Wo es ihn genau hin verschlägt, wollte er nicht beantworten. Ares möchte sich politisch zurückziehen und mit der Musik aufhören. Christoph Aljoscha Zloch hat Energie- und Umwelttechnik studiert. Über sein Privatleben macht er keine Angabe und bat diese zu respektieren. Ares geht einen anderen Weg In seinem ausführlichen Statement beschreibt er weiter: „Am heutigen Tage muss ich anerkennen, dass ich den jetzigen Weg nicht weitergehen kann- und möchte. Chris Ares war ein sehr intensiver Abschnitt meines Lebens. Chris Ares war meine persönliche Ausbildung, meine Lehre.“ Nach dem Statement wurden sämtliche Bilder und Videos auf seinen Scocial-Media-Kanälen gelöscht. In einem letzten Satz richtete sich Ares an seine Fans: „Was ich uns allen mit auf den Weg geben möchte? Reden, wir müssen alle viel mehr miteinander reden!“ Über 70.000 Menschen auf Telegram lasen seine wahrscheinlich letzten Worte in der Öffentlichkeit. Der in der rechten Szene bekannte Rapper Chris Ares hat in seinem Telegram-Kanal und anderen sozialen Medien bekannt gegeben, sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. „Mit der Musik und dem Auftreten in der Öffentlichkeit werde ich nun…

weiterlesen