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Eggerts SachsenWind – Sächsische Schweiz?

Das muss man Michael Kretschmer lassen: Er ist wie keiner seiner Vorgänger im Amt des Ministerpräsidenten unterwegs, um mit den Leuten zu reden. Seine »Sachsengespräche« beispielsweise sind mittlerweile so etwas wie Alltag. Das mag einem traumatischen Erlebnis geschuldet sein, dem sich Kretschmer bei der jüngsten Bundestagswahl ausgesetzt sah: Er verlor seinen bislang für die CDU sicheren Wahlkreis an einen AfD-Kandidaten.

Darüber hinaus aber darf man ihm wohl zugute halten, dass er sich ein Stück jener Offenheit gegenüber Bürger-Wünschen erhalten hat, die vielen anderen politischen Akteuren abhanden gekommen ist. Ob sich das für Kretschmer und seine ans Regieren gewöhnte Partei bei der kommenden Landtagswahl auszahlt, sei dahingestellt. Für das sächsische Wahlvolk immerhin würde es etwas bringen: Das nämlich will, hat Kretschmer immer wieder gehört, mehr Mitsprache zwischen den Wahlen. Und die soll es, die Schweiz lässt grüßen, bekommen – per Volksbefragung. Kretschmer nennt das »Volkseinwand«.

Einem solchen könnte jedes Gesetz nach einem festen Verfahren ausgesetzt werden, das der sächsische Landtag beschließt. Nur eines nicht: das zum Landeshaushalt. Aber hört beim Geld die Freundschaft wirklich auf?

Ihr Hans Eggert

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