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Eggerts SachsenWind – Sassnitz

Der Stadtrat von Sassnitz ist nicht der sächsische Landtag und der thüringische gleich gar nicht. Dennoch darf es verwundern, dass in diesen Tagen das Sassnitzer Stadtparlament gerade mal in lokalen Nachrichten auftaucht, während sich Land auf, Land ab Erregungswellen türmen, nachdem in Erfurt ein FDP-Mitglied unter anderen mit AfD-Stimmen zum Regierungschef gewählt wurde.

Denn Sassnitz bietet derzeit zumindest Vergleichbares: SPD, AfD und zwei Wählervereinigungen arbeiten zusammen, CDU und Linke bleiben außen vor. Der Stadtratsvorsteher, ein SPD-Mitglied, sagt, die AfD-Leute fielen nicht durch rechtsradikale Parolen auf, man spreche außerdem mit allen, die etwas für die Bürger tun wollen.

Soweit Sassnitz auf Rügen. Dem Vernehmen nach wird auch in einigen sächsischen Kommunen so gedacht – möglicherweise kämen anders manch lokale Entscheidungen nicht zustande. Geredet wird darüber kaum, von Aufregung ist wenig zu spüren. Klar ist: Ein AfD-Anführer Namens Höcke kann (und darf richterlich sanktioniert!) als Faschist, also als Demokratie-Verächter bezeichnet werden. Doch darüber muss nicht überall gleich eine Fähigkeit abhanden kommen, die die Demokratie am Leben hält: neben Schwarz und Weiß auch Zwischentöne zu erkennen.

Ihr Hans Eggert

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Friedrichstadt hat eine neue "Grüne Raumkante"

Dresden. Die Schäferstraße mitten in Friedrichstadt ist in diesem Frühjahr ein Stück weit attraktiver geworden. Die verwilderten Brachflächen zwischen Adler- und Institutsgasse sind einer sogenannten "Grünen Raumkante" gewichen. Auf dem 310 Meter langen Abschnitt wurden in den vergangenen Monaten eine Allee aus 65 Tulpenbäumen gepflanzt, es gibt nahe der Haltestelle Koreanischer Platz zwei kleine Hochbeete mit blühenden Pflanzen und zwei Bänke. Die Grüne Raumkante sieht nicht nur gut aus, "sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und mildert den Lärm ab", sagt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Bis zum zweiten Weltkrieg war die Schäferstraße beidseits  mit gründerzeitlichen Mietshäusern bebaut. Während stadteinwärts rechtsseitig in den 1970er Jahren Plattenbauten entstanden, blieb die linke Seite der Einfallstraße ins Stadtzentrum viele Jahre im ruinösen Zustand. Erst Ende der 1980er Jahre wurde die verfallenen Gebäude an der Nordseite zwischen Weißeritzstraße und Institutsgasse gesprengt, um Platz zu schaffen für Neubauten - die aber nie gebaut wurden. Stattdessen entstanden Wildnis und Autohandel auf der Grünen Wiese. Sanierungsgebiet Friedrichstadt  Seit 2004 gehört die historische Friedrichstadt zu den Dresdner Sanierungsgebieten. Bis 2022 werden rund neun Millionen Euro ins Gebiet fließen. Neu gestaltet und deutlich aufgewertet wurden bereits der Hohenthalplatz, der Koreanische Platz (Haltestelle und ehemaliger domäne-Parkplatz), an der Roßthaler Straße entstand ein Freizeitpark mit Skateranlage und auf der Berliner Straße der schicke Spielplatz "Notruf Zentrale 112". In wenigen Tagen werden der Stadtgarten am Alterthafen und ein Grünzug an den Menageriegärten eingeweiht. Die Zahl der Friedrichstadt-Bewohner nahm seit 2003 um 70 Prozent zu, es entstanden außerdem 600 neue Wohnungen.Die Schäferstraße mitten in Friedrichstadt ist in diesem Frühjahr ein Stück weit attraktiver geworden. Die verwilderten Brachflächen zwischen Adler- und Institutsgasse sind einer sogenannten "Grünen Raumkante" gewichen. Auf dem 310 Meter langen…

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