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Eggerts SachsenWind – Vom Chor-Singen

Sachsen. Die wöchentliche Kolumne von Hans Eggert

Wissen Sie, was eine »gewohnheitsrechtliche Diskriminierungserlaubnis« ist? Nun ja, vermutlich ist der Kreis derer ziemlich übersichtlich, die damit etwas anzufangen wissen. Eine Berliner Rechtsanwältin zeigt sich deshalb entschlossen, Leuten ohne juristische Seminar-Erfahrung nahe zu bringen, was es bedeutet, wenn gewohnheitsmäßig diskriminiert wird: Sie ist angetreten, für ihre Tochter das Mitsingerecht in Knabenchören einzuklagen – etwa bei den Thomanern oder den Kruzianern.

Beide Chöre, in aller Welt als Botschafter sächsischer Musiktradition gerühmt, sind nach Meinung der Rechtsanwalts-Mutter geradezu Ausbund jahrhundertelanger Diskriminierung, welchselbige heutzutage so keinesfalls hingenommen werden könne: Dass da nur Jungs und junge Männer singen dürfen.
Immerhin: Ein Verwaltungsgericht zeigte zumindest Ansatzweise Verständnis für das Ansinnen der Frau Mama. Worauf die Leipziger Kulturverwaltung deren Tochter zum Vorsingen zuließ. Möglicherweise in der Annahme, das arme Kind werde rein musikalisch vor dem Thomaskantor nicht bestehen – ein Knabenchor-Klang ist schließlich ein besonderer. Was wohl schon ein früherer Thomaskantor so sah. Doch bitte: Johann Sebastian Bach ist seit knapp 270 Jahren tot...

Ihr Hans Eggert

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Neuartiger Asphalt für Bahn-Unterführung

Cottbus. Eine längere Lebensdauer der Fahrbahn und damit einhergehende eingesparte Reparaturkosten erhofft sich die Stadt Cottbus von einem neuartigen Asphalt an der Nordrampe der Sandower Unterführung. Dieser wasserdurchlässige Asphalt - auch Drainasphalt genannt - soll das Wasser effizienter abfließen lassen. »Es ist ein offenporiger Asphalt mit vielen kleinen Hohlräume. Die ergeben sich durch einen hohen Anteil grober Gesteinskörnung«, erklärt Joachim Kollakowski, Teamleiter Brücken in der Stadtverwaltung. »Probleme verursacht hier am Trog vor allem das Grundwasser. Es drückt durch die Fugen.« Hydrologische Untersuchungen aus dem Jahr 1969 würden laut Kollakowski auf eine alte Wasserader in diesem Gebiet verweisen. »Der Bau aus dem Jahr 1979 ist damals nicht optimal abgedichtet worden. Mit dem neuen Asphalt hoffen wir, dass wir das jetzt für die kommenden zehn bis 15 Jahre in den Griff bekommen.« Wie Kollakowski informiert, soll neben dem neuartigen Asphalt auch eine Kastenrinne am Straßenrand zusätzlich den Wasserablauf erleichtern. »Sie leitet das Wasser nach unten, damit es dann in die Spree gepumpt werden kann. Die Technik dafür läuft seit 1979 gut. Sie wird ständig gewartet«, erklärt Kollakowski. Wie er berichtet, investiert die Stadt Cottbus 180 000 Euro in die aktuelle Maßnahme, die mit dem Abtragen der alten Asphaltschicht Anfang August begonnen hatte. In Zukunft komme man jedoch um ein neues Bauwerk nicht herum. »Es wird seit Jahren beobachtet. Dabei wurde festgestellt, dass das Bauwerk jährlich ein Millimeter nach oben wächst und die Flügel nach außen gedrückt werden. Die Standsicherheit ist jedoch nicht gefährdet«, sagt Joachim Kollakowski und fügt an, dass ein Neubau des Trogbauwerkes auf rund 50 Millionen Euro geschätz wird.Eine längere Lebensdauer der Fahrbahn und damit einhergehende eingesparte Reparaturkosten erhofft sich die Stadt Cottbus von einem neuartigen Asphalt an der Nordrampe der Sandower Unterführung. Dieser wasserdurchlässige Asphalt - auch Drainasphalt…

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