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Eggerts SachsenWind – Weiße Flotte

Ob es Meißner, Dresdner, Pirnaer oder Bad Schandauer gibt, die sich vorstellen, sogar achsel-zuckend die Tatsache hinnehmen könnten, dass es auf der Elbe keine "Weiße Flotte" mehr gibt? Kaum.

Seit 1836 fahren dampfende, später auch dieselblubbernde, weiße oder grün/braun/weiße Fahrgastschiffe durchs Elbtal. Biegt eines langsam um eine Flusskurve, kündigt eine Sirene an, dass die "Rathen" oder die "Dresden" oder ein anderes der neun Schiffe der heutigen Sächsischen Dampfschiffahrts GmbH heranschippert, bleiben Spaziergänger auf Brücken oder auf der Brühlschen Terrasse stehen und warten, bis "der Kahn" vorübergezogen ist oder angelegt hat. Und für viele Touristen ist es ein Muss, Fotos von den "Elbdampfern" mit nach Hause zu nehmen. Keine "Weiße Flotte" mehr? Undenkbar!

Um so mehr verwundern mussten jüngst Schlagzeilen, die vermuten ließen, dass es mit dem dauerhaften Dampfer-Betrieb Probleme gibt. Wie oft geht es dabei ums Geld, in diesem Fall um fehlendes. Und auch um die Frage, was die Verantwortlichen zu Anfang der 1990er geritten haben mag, aus dieser traditionsreichen - ja: Kulturinstitution ein privates Unternehmen mit 500 (!) Kommanditisten zu machen. Es war wohl der damals waltende Wahn, privat sei immer gut.

Ihr Hans Eggert

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Open-Air-Konzerte beim Autokinofestival

Cottbus. Zu Pfingsten ist das Staatstheater Cottbus beim Lausitzer Autokinofestival 2021 präsent. Es bringt die weite Welt der klassischen Musik in die eigenen vier Autowände. Am Pfingstsonntag, 23. Mai, 16 Uhr, geht das Philharmonische Orchester unter Leitung von GMD Alexander Merzyn auf große Fahrt. Unter dem Motto »In 80 Minuten um die Welt« nimmt es die Zuschauer mit und gemeinsam geht es von Moskau bis nach New York. Während der vergnüglichen musikalischen Frühlingsreise durch Zeiten und Stile erklingen Kompositionen von Richard Strauss, Streicher-Melodien von Pjotr I. Tschaikowski sowie Bläser-Hits von Jim Parker. Zwischen die drei Orchesterwerke streuen die Solisten Ketevan Chuntishvili und Nils Stäfe einen Strauß Arien und Duette aus aller Welt, von »Lippen schweigen« aus Franz Lehárs »Die lustige Witwe«, über Rusalkas »Lied an den Mond« bis hin zu »Stars« aus dem Musical »Les Misérables«. Die schönsten Opernchöre aus drei Jahrhunderten präsentieren Christian Möbius und der Opernchor des Staatstheaters Cottbus am Pfingstmontag, 24. Mai, 16 Uhr. Alle großen Hits des Repertoires sind vertreten, ob Jägerchor und Jungfernkranz aus Carl Maria von Webers »Freischütz«, Wolfgang Amadeus Mozarts Janitscharengesang aus der »Entführung aus dem Serail«, Giuseppe Verdis Hexenchor aus »Macbeth« oder Richard Wagners berühmter Brautchor aus »Lohengrin«. Die Solisten Ketevan Chuntishvili, Jens Klaus Wilde, Ulrich Schneider und Zela Corina Calita stimmen mit Klassikern wie dem Trinklied aus »La traviata« oder dem »Badewannentango« in den Reigen ein. Am Klavier begleitet Christian Georgi die bunte Revue, die von Klassik bis Musical alles bereithält. Mit diesen Auftritten beim von Singer-Songwriter Alexander Knappe initiierten Autokinofestival setzen die Künstlerinnen und Künstler des Staatstheaters Cottbus ein weiteres Zeichen für »Kultur trotz Corona«.Zu Pfingsten ist das Staatstheater Cottbus beim Lausitzer Autokinofestival 2021 präsent. Es bringt die weite Welt der klassischen Musik in die eigenen vier Autowände. Am Pfingstsonntag, 23. Mai, 16 Uhr, geht das Philharmonische Orchester unter…

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