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Liebe Leserinnen und Leser...

Sachsen. ...keine einfache Zeit. Lockdown und massive Einschränkungen im Alltag prägen unser Leben. Und in letzter Zeit mussten auch wir, Ihre Macher des WochenKurier, Kritik einstecken. Da gibt es Mängel in der Zustellung, da fehlt es an Seiten und redaktionellen Beiträgen, da dominieren die Traueranzeigen einige unserer Ausgaben.

Die kostenlose Zustellung des WochenKurier basiert auf einem einfachen Geschäftsmodell. Wir finanzieren uns über Werbung, so zum Beispiel über Anzeigen des lokalen Mittelstandes und Einzelhandels. Und unsere Ausgaben sind Trägermedium für die Prospekte der Filialisten. Aber fast alle haben geschlossen. Die, die geöffnet haben, werden ohnehin stark frequentiert.

Wie so viele erhalten auch wir keinerlei Unterstützung seitens der Politik. Das Papier, der Druck, die Verteilung – alles kostet so viel wie in normalen Zeiten. Zumindest die sächsische Staatsregierung nutzt unser Medium ab und an für Anzeigen, um ihre Coronapolitik transparent zu machen. In Brandenburg setzt man da eher auf digitale Medien, mit welchem Erfolg auch immer. Transparenz und wirkungsvolle Verbreitung, also eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, und damit indirekt auch Arbeitsplätze und Lokaljournalismus zu erhalten, ist bisher, in Bezug auf Anzeigenzeitungen wie uns, noch kein Thema.

Sie, liebe Leserinnen und Leser, warten jede Woche auf Ihren WochenKurier. Unser Team, Redakteure und Kundenbetreuer, Zusteller und Mitarbeiter in den Geschäftsstellen, alle leisten trotz Kurzarbeit Maximales. Es gab und gibt viele vergleichbare Verlage deutschlandweit, die ihr Erscheinen ganz oder zeitweise eingestellt haben. Eine Monopolisierung der Printmedienlandschaft in den Händen weniger Medienkonzerne nimmt Gestalt an. Und hätten wir, als Familienunternehmen, nicht unseren Verleger hinter uns, wären die aktuellen Probleme für uns noch größer.

Aber wir kämpfen, erweisen uns Ihnen gegenüber als zuverlässiger Partner. So viele hatten in letzter Zeit den Verlust geliebter Menschen zu beklagen! Wer transportiert die Traueranzeige? Die Danksagung? Das, was man seinem lieben Verstorbenen noch schuldig ist? In den meisten Gebieten Ihr WochenKurier. Danke für dieses Vertrauen! Und genau dem wollen wir uns auch in diesen schwierigen Zeiten stellen, einfach durch unser Erscheinen! Und Sie in wirtschaftlich abgespeckter Form mit Informationen versorgen.

Bitte sehen Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns nach, dass wir an gedruckten Seiten und Redaktion sparen müssen. Wir wollen einfach diese Zeit überleben. Die Arbeitsplätze erhalten, und hoffentlich auch Ihnen bald wieder noch mehr als Informationsmedium dienen. So zum Beispiel im Vorfeld der Bundestagswahlen!

Danke an Alle, die uns in dieser Zeit, wie auch immer, die Treue halten. Die dann auch nach der »Krise« ihren WochenKurier nicht missen wollen, die Medienvielfalt und unabhängigen Lokaljournalismus wertschätzen. Danke unserem Verleger, der uns nicht nur finanziell den Rücken stärkt, und Danke Ihnen!

Sina Häse, Verlagsleiterin und Torsten Berge, Verlagsleiter; stellvertretend für alle, die WochenKurier machen und leben!

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