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Mehr Geld für Pflegekräfte

Sachsen. Ost-West-Tarifangleichung zum 1. September 2021

Es dauert zwar noch über anderthalb Jahre, doch fest steht: Ab 1. September 2021 sollen Beschäftigte in der Altenpflege einheitlich mindestens 12 Euro Stundenlohn erhalten und danach soll der Lohn sukzessive auf über 15 Euro steigen.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping begrüßt diese Entscheidung, warnt aber zugleich: »Da die Anhebung der Mindestlöhne zu höheren Kosten in den Pflegeheimen führt und die Leistungen der Pflegeversicherung nicht angehoben werden, wird dies zu einer weiteren Erhöhung der von Pflegeheimbewohnern oder deren Angehörigen zu zahlenden Eigenanteile an den Heimkosten führen.«

Die Pflegekommission hatte entschieden, dass der Mindestlohn für mehr als eine Million Pflegekräfte bundesweit erhöht und ausgeweitet wird. Bis 1. April 2022 soll er für Pflegehilfskräfte in vier Schritten auf 12,55 Euro in Ost- und Westdeutschland angehoben werden. Für Pflegefachkräfte soll ab 1. Juli 2021 erstmals ein Mindestlohn von 15 Euro gelten. Er soll zum 1. April 2022 auf 15,40 Euro steigen. Neu eingeführt werden sollen zum 1. April 2021 auch Mindestlöhne für qualifizierte Pflegehilfskräfte von 12,50 Euro im Westen und 12,20 Euro im Osten. In drei Stufen soll die Lohnuntergrenze für diese angelernten Pflegekräfte mit einjähriger Ausbildung bis 1. April 2022 auf einheitlich 13,20 Euro steigen, dazu gibt es sechs Tage mehr Urlaub.

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