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Privilegien für Geimpfte und Genesene

Sachsen. Mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung macht Sachsen nun auch das 2G-Optionsmodell möglich. Hinzu kommt die sogenannte Hospitalisierungsquote als neuer Indikator.

Am 23. September tritt in Sachsen eine neue Corona-Schutz-Verordnung in Kraft. Damit folgt der Freistaat anderen Bundesländern und macht nun auch hier das 2G-Optionsmodell möglich. Die Verordnung gilt bis 20. Oktober.

Was ist das 2G-Optionsmodell?

In verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens können jegliche Beschränkungen (Abstands- und Kapazitätsbeschränkungen sowie die Maskenpflicht) aufgehoben werden, sofern nur nachweislich Genesene oder Geimpfte Zutritt haben bzw. das jeweilige Angebot wahrnehmen. Kinder und Jugendliche, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können auch ohne die beiden Nachweise teilnehmen. Prinzipiell besteht keine Pflicht, vom 2G-Modell Gebrauch zu machen. Ausnahme: Die 2G-Regel ist nicht mehr freiwillig, wenn die Überlastungsstufe erreicht ist. Sie wird dann verpflichtend (Erklärung weiter unten).

Wo ist das 2G-Modell möglich?

Innengastronomie, Veranstaltungen und Feste in Innenräumen, Sport im Innenbereich, Hallenbäder und Saunen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen im Innenbereich, Großveranstaltungen mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 5.000 Besuchern, touristische Bahn- und Busfahrten, Diskotheken, Bars, Clubs im Innenbereich, Kunst-, Musik- und Tanzschulen im Innenbereich.

Was gilt für Beschäftigte in diesen Bereichen?

Beschäftigte, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen über einen negativen Testnachweis verfügen und während der Dauer der Veranstaltung oder des Angebots einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Wo ist das 2G-Modell nicht möglich?

Einzelhandel und Grundversorgung, Kantinen und Mensen, Reha-Sport, Friseure, Prostitution, Einrichtungen, die medizinischen oder therapeutischen Zwecken dienen, und ÖPNV.

Muss das 2G-Modell genehmigt werden?

Ja. Einrichtungen, die von der 2G-Option Gebrauch machen wollen, müssen das dem zuständigen Gesundheitsamt drei Werktage vorher anzeigen. 

Eingeführt wird außerdem die Hospitalisierungsquote. Was ist das?

Dieser Wert gibt an, wie viele Personen mit COVID-19 innerhalb von sieben Tagen in ein Krankenhaus aufgenommenen wurden. Die Angabe erfolgt pro 100.000 Menschen (wie bei der Sieben-Tage-Inzidenz). In diesem Zusammenhang gibt es eine Vorwarnstufe bzw. eine Überlastungsstufe.

Die Vorwarnstufe ist am zweiten Tag erreicht, wenn zuvor an fünf aufeinander folgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen den Wert von 7 überschreitet und 650 Betten auf den Normalstationen oder 180 Betten auf den Intensivstationen sächsischer Krankenhäuser mit COVID-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen den Wert von 12 überschreitet und 1.300 Betten auf den Normalstationen oder 420 Betten auf den Intensivstationen mit COVID-19-Patienten belegt sind.

Was gilt für die Wahllokale?

Für die Bundestagswahlen gelten Ausnahmen von den Corona-Regelungen. Die 3G-Regelung findet für Wahllokale keine Anwendung und eine Kontakterfassung findet nicht statt. Alle Personen, die sich in den Räumlichkeiten aufhalten, müssen lediglich einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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