Carola Pönisch 1 Kommentar

Stillstand: Das sagt die Städtebahn dazu

Sachsen. Seit dem frühen Morgen des 25. Juli stehen die Züge der Städtebahn Sachsen GmbH still. Doch kam diese Reaktion wirklich völlig unerwartet?

Ganz so überrascht, wie es der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und andere in diesem Streit zwischen Städtebahn und der DB Netz tun, können sie nicht gewesen sein. Denn wie die Städtebahn informiert, gab es schon länger Diskrepanzen – und zwar mit dem Unternehmen Alpha Trains, das die Züge an die Städtebahn vermietet. Es ging dabei um die Regulierung der Schäden, die durch die Vegetation am Gleiskörper verursacht wurden. Für das Bäumezurückschneiden, Fällen und Pflege der Gleisböschungen ist allerdings die DB Netz zuständig, die jedoch durch drastische Sparmaßnahmen jahrelang kaum Pflegemaßnahmen durchführte.

Weil sich beide Seiten, also Städteban und Zugvermieter, nicht auf die Regulierung der Schäden einigen konnte, kündigte Alpha Trains am 17. Juli 2019 die Leasingverträge. Der VVO sei laut Städtebahn davon informiert gewesen. Auch bei einem Krisengespräch am 24. Juli sollen VVO-Vertreter mit am Tisch gesessen haben. Weil es zu keiner Einigung kam, blieb Alpha Trains bei der Kündigung.

Ein Schreiben der Anwaltskanzlei Bach, Dr. Krebs, Valdfogl, Zahn aus Aschaffenburg an den VVO belegt das: "Die Einstellung des Betriebes war und ist zwingend und in letzter Konsequenz auch der fehlenden Lösungsbereitschaft des VVO geschuldet. Wie Herr Ehlen (Geschäftsfüher VVO) in einem Telefonat mit dem Unterzeichner am gestrigen Abend (24.7., d.Red.) eingeräumt hat, hat sich die Firma Alpha Trains an den VVO gewandt, wegen angeblicher Verzugstatbestände der Städtebahn."

Weiter heißt es: "... Herr Ehlen hat eingeräumt, dass der VVO trotz eines bestehenden Verkehrsvertrages bereits mit anderen Verkehrsunternehmen Gespräche über die Übernahme der Linien geführt hat. Dies ist inakzeptabel."

Der Gesamtkontext zeichne ein Bild, das es auch in rechtlicher Hinsicht massiv zu hinterfragen gelte und auch rechtliche Konsequenzen in Richtung des VVO haben dürfte.

VVO: Nichts gewusst?

Zitat aus dem Anwaltsschreiben: "In dieses Bild passt auch die Aussage, der VVO wolle den Mitarbeitern der Städtebahn Sachsen GmbH eine Perspektive bieten. Zumindest zum derzeitigen Zeitpunkt handelt es sich um Mitarbeiter der Städtebahn Sachsen GmbH über die der VVO nicht verfügen kann. Der derzeitige Aufruf ist daher nur unter dem Kontext des vorstehenden Sachverhaltes zu verstehen und rundet dieses Bild ab.

Auch ist die anderweitige Äußerung des VVO, er sei von der Betriebseinstellung überrascht worden unverständlich. Sowohl Herr Ehlen als auch Herr Kreher (Leiter Finanzen VVO) wurden vom Unterzeichner über die mögliche und ggf. unmittelbar bevorstehende Betriebseinstellung informiert. Es wurden ausdrücklich Gespräche und Maßnahmen angeboten, um diese Folge zu vermeiden und um einen reibungslosen Fortbetrieb der Städtebahn zu ermöglichen. Leider scheiterte dies auch nicht zuletzt an der absoluten Verweigerungshaltung des VVO."

 

 

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Kommentar von Carsten
Was mich in diesen Zusammenhang interessiert: Müßte nicht DB Netz bzw ihre Versicherung die Schäden infolge nicht erfolgter Vegetationspflege gegenüber Alpha Trains und Städtebahn ersetzen? Oder sind andere (Forstbesitzer z.B.) beteiligt? Der VVO hat bereits am 17.7. von der drohenden Betriebseinstellung gewußt (lt Pressemitteilung der SBS) Warum wurde kein SEV organisiert und warum wurden die Kunden nicht informiert?

Ein Sprungbrett für die Pinguine

Hoyerswerda. 2018 war im Zoo ein trauriges Jahr für die Humboldtpinguine. Achtzehn Tiere sind an einer gefährlichen Pilzerkrankung verstorben. Seitdem stand die Anlage leer und Zoodirektor Eugéne Bruins sammelte mit seinen Mitarbeitern neue Ideen und informierte sich detailliert bei Experten über bestmögliche Haltungsbedingungen, um zukünftig optimalen Lebensraum schaffen zu können.  So wurde die Anlage in den letzten zehn Monaten für 75 000 Euro umgebaut. Ein Großteil der Investitionssumme wurde durch Spenden von den Versorgungsbetrieben (VBH), dem Verein der „Zoofreunde“ und von Tierfreundin Heike Widanski finanziert. Neben der weltweit einzigartigen Insektenlounge und der neuen Leopardenanlage ist mit der neuen Pinguinanlage dank Sponsoren ein weiteres Highlight im Zoo entstanden. „Wir freuen uns darüber sehr. Der Zoo erhält auch von außen eine gute Rückenstärkung. Wir hoffen, an unsere bisherigen Zuchterfolge anknüpfen zu können. Sind Humboldtpinguine doch akut vor dem Aussterben bedroht“, erklärte der zoologische Leiter Eugéne Bruins. Die neue Anlage verfügt über einen Sonnenschutz, eine Schmutzwasserrinne und eine moderne Filteranlage die ständig für frisches, klares Wasser sorgt. Die Pinguine haben drei verschiedene Bodenuntergründe zur Verfügung. Kies, größere Steine sowie Rasenflächen schaffen natürliche Bedingungen und sorgen dafür, dass die Tiere in ihren Höhlen nahezu immer mit trockenen Federkleid ankommen. Das verhindert Staunässe, schafft ein besseres Raumklima und minimiert die Entstehung von Krankheiten erheblich. „Es gibt kein Patentrezept, um Pinguine gut halten zu können. Ich habe mich intensiv informiert und aus allem das Beste für die Umsetzung mitgenommen“, berichtete Eugéne Bruins über seine intensive Recherchearbeit. Fünf Pinguine warteten am Donnerstagvormittag schon ungeduldig auf die Einweihung ihrer Anlage. Die Tiere stammen aus einem Zoo im französischen Beauval.  Fünf weitere Tiere sind am Donnerstagvormittag ganz „frisch“ aus dem Zoo in Halle nach Hoyerswerda umgezogen. Sie durften als Erstes die neue Anlage in Beschlag nehmen. Pinguin Sveni war der mutigste, erkundete als Erster die neue Anlage und probierte das neue Wasserbecken direkt aus, dass je nach Jahreszeit, auch beheizt oder gekühlt werden kann.  Die anderen Tiere tragen Namen wie Elli, Lisa, Happy, Nick, Pia und Paul. Das zwei Pinguine auch Heike und Caro heißen, also wie die oben bereits erwähnte Sponsorin und eine Tierpflegerin, ist wohl kein Zufall.  Zweimal täglich werden die Pinguine mit Fisch gefüttert. Schaufütterungen müssen wegen der Corona – Pandemie noch ausfallen, sollen aber so bald wie möglich wieder stattfinden.2018 war im Zoo ein trauriges Jahr für die Humboldtpinguine. Achtzehn Tiere sind an einer gefährlichen Pilzerkrankung verstorben. Seitdem stand die Anlage leer und Zoodirektor Eugéne Bruins sammelte mit seinen Mitarbeitern neue Ideen und informierte…

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