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800 gute Gründe zu feiern

Kamenz. Es ist »Arbeit, Glück und eine große Ehre« eines der größten Feste vorzubereiten, die die Stadt Kamenz wohl je feiern wird. Das sagt Roland Dantz, Oberbürgermeister einer Stadt, die vor fast 800 Jahren das erste Mal in einer Chronik erwähnt wurde.

Corona hin oder her, Feste muss man feiern, wie sie fallen. Und das schon bald. Daher lud die Stadtverwaltung Kamenz kürzlich zu einem ersten Pressegespräch ein. Nicht um ein fertiges Festprogramm zu verkünden, sondern um Akteure zu finden, die sich einbringen und engagieren wollen.

Eine Ideenkampagne hat die Stadt ins Leben gerufen. »Wir wenden uns an die Bürger und wollen mal rauskitzeln, was denen so durch den Kopf geht; wie sie ihr Jubiläum feiern wollen«, sagt OB Dantz. Und sein Pressesprecher Thomas Käppler ergänzt: »Wir setzen auf breiteste Mitwirkung. Das ist kein Fest, das die Stadtverwaltung organisiert. Dieser Eindruck soll nicht entstehen.«

Wie also möchte die Stadt Kamenz und ihre vielen Ortsteile die große Party feiern? Thomas Käppler:

»Die Kamenzerinnen und Kamenzer, die Vereine, Institutionen, aber auch Händler und Gewerbetreibende bis hin zu Unternehmen sind aufgerufen, ihre Gedanken, Überlegungen und Projekte kundzutun, wie man ein 800-Jahre-Jubiläum am besten begehen könnte. Dabei geht es darum, welche Effekte man für die Stadt, für ihre Bürgerinnen und Bürger erzielen kann, unter anderem im Sinne von Nachhaltigkeit, Öffentlichkeit, Gemeinschaft, Ökologie oder einfach Lebensfreude, aber auch Originalität.«

Lust auf einen 800 Tage Countdown?

Man habe sich von anderen Städten mit ähnlichen Jubiläen inspirieren lassen, war zu erfahren. Diese zelebrierten ihr Festjahr unter anderem mit der Pflanzung von 800 Bäumen, einer speziellen Münzprägung, einer Sonderbriefmarke, Fotoaktionen, einem Festbier, Jubiläumsläufen und natürlich einem großen Festumzug. In Kamenz gibt man aber zu bedenken, dass man ja theoretisch nicht mal bis zum eigentlichen Jubiläum warten müsse, sondern auch schon viel eher anfangen könnte zu feiern.


»Man sollte dabei vielleicht nicht nur eine Festwoche oder das eine Festwochenende im Blick haben, sondern auch das gesamte Jubiläumsjahr an sich und dessen zeitliches Vorfeld in Betracht ziehen. Zum Beispiel würde ein 800-Tage-Countdown vor dem Festjahr (ab 01.01.2025) auf den 24. Oktober 2022 fallen. Auf dieser Grundlage ist ein möglicher zeitlicher Rahmen für Ideen, Überlegungen und Projekte umrissen.«


Wie das Ereignis tatsächlich gefeiert wird, hat nun jeder Bürger in der Hand. Deswegen ist jetzt die Aktion »Kamenz 2025 - 800 Ideen für das Stadtjubiläum« gestartet. An dieser können und sollen sich alle - Einzelpersonen, Vereine, Gewerbetreibende, Unternehmen u.a. - beteiligen. Dafür stehen viele Kanäle offen – vom Amtsblatt über Pressemedien bis hin zu einer eigens eingerichteten Website www.800-jahre-kamenz.de. Man kann sich auch formlos per E-Mail, Fax oder Brief an die Arbeitsgruppe wenden oder besser noch das bereitgestellte Formular benutzen (siehe Website oder Amtsblatt).

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