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Bienen zeigen schwache Leistung in Waiblingen

Vor einer dürftigen Kulisse von 270 Zuschauern verlieren die Bienen ihr Spiel beim VfL Waiblingen mit 27:29 (17:16).

Schon vorher war klar, dass Ann-Catrin Höbbel nicht mitfahren kann. Dafür meldeten sich die kranken Rabea Pollakowski und Linda Emely Zöge fit. Auch Pavliná Novotná trat die Auswärtsfahrt mit an. Durch einen Fehler des Trainer-Gespanns Frank Mühlner/Frank Hein wurde sie jedoch nicht für das Spiel gemeldet. Stattdessen stand die wegen Rückenproblemen daheim gebliebene Thilde Boesen auf dem Spielberichtsbogen. Ein Fehler, der so nicht passieren darf.

Durch diesen verletzungsbedingten Ausfall feierte Victoria Hasselbusch (2 Tore) ihr Debüt in der Start-Sieben. Der VfL hatte Anwurf, machte aber im ersten Angriff einen technischen Fehler. Die Bienen konnten daraus keinen Vorteil gewinnen. Die Gastgeberinnen machten es nun besser und Ann Kynast (4 Tore) erzielte das 1:0. Brigita Ivanauskaite (4 Tore) wurde gleich zu Beginn in Pressdeckung genommen. Ohnehin spielte Waiblingen eine sehr offensive Verteidigung. Dennoch ging die Rückraumspielerin ins 1-gegen-1 und spielte einen guten Pass auf Hasselbusch, die den Ausgleich erzielte. Auch im nächsten Angriff zeichnete sich Ivanauskaite aus, als sie aus zentraler Position zum 2:2 einnetzte. In der achten Minute konnte Saskia Nühse ihren selbst produzierten Abpraller zum 3:3 verwerten. Meret Ossenkopp (4 Tore) traf nach einem Tempo-Gegenstoß zur ersten Gäste-Führung (4:3). Im nächsten Angriff folgte ein sehenswerter Spielzug der Bienen. S. Nühse spielte einen Pass quer zu Ossenkopp. Die leitete den Ball genau in den freien Raum der Abwehr, wo Julia Mauksch (5/2 Tore) unbedrängt verwandelte. Die revanchierte sich nur eine Minute später mit einem Zuspiel auf außen, welches Ossenkopp zum 7:6 nutzte. In der 13. Minute war der knappe Vorsprung dahin und Waiblingen ging wieder in Führung (8:7).

Der HCR hatte große Probleme mit der offensiven Abwehr der Gegnerinnen. Auch haderten die Bienen mit mindestens fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. So enteilten die Gastgeberinnen auf 12:9 und Mühlner zückte seine erste grüne Karte. Seine Mannschaft kämpfte sich zurück ins Spiel. Mit einer guten Einzelaktion glich Tammy Kreibich (3 Tore) in der 26. Minute zum 14:14 aus. Nach einer Zeitstrafe gegen den VfL Waiblingen verwandelte Mauksch den fälligen Strafwurf zum 16:16. Die Gastgeberinnen nahmen ihre Torfrau für eine zusätzliche Feldspielerin raus. So musste die inzwischen eingewechselte Ronja Nühse (1 Tor) nach einem Fehler des VfL nur noch das leere Tor zur 17:16-Führung treffen. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeit.

Der HCR legte zu Beginn von Hälfte zwei los wie die Feuerwehr. Erst ließ Ivanauskaite erneut ihre Gegenspielerin stehen und netzte ein. Dann erhöhten S. Nühse und Kreibich den Vorsprung auf 20:16. Erst nach dem 21:17 schienen die Gastgeberinnen aufgewacht zu sein. Mit zwei Toren verkürzten sie auf 19:21 (39. Minute). Nachdem die Schiedsrichter nach einem deutlichen Foul an Linda Emely Zöge nicht auf die Strafwurflinie zeigten, wurde es HCR-Trainer Mühlner zu bunt. Er protestierte lautstark und wurde mit einer gelben Karte verwarnt. Die Bienen haderten und verloren ihre Linie. So glich Waiblingen in der 45. Minute zum 23:23 aus. Kreibich erzielte mit viel Einsatz noch das 24:23 für die Bienen. Durch einen weiteren 3:0-Lauf hatte der VfL sich in der 51. Minute einen 2-Tore-Vorsprung erarbeitet. Der HCR verkürzte durch einen verwandelten Strafwurf von Mauksch auf 25:26. Mit zwei weiteren Toren suchte Waiblingen die Vorentscheidungen (28:25 nach 53 Minuten). Den Bienen gelang in der Schlussphase im Angriff beinahe nichts mehr. Hasselbusch wurde von Mauksch am Kreis bedient und netzte zum 28:26 ein. Kurz darauf verkürzte S. Nühse noch einmal auf 28:27. Den Schlusspunkt setzte jedoch Aaricia Smits (7/7 Tore). Torfrau R. Nühse, die in der Schlussphase durch mehrere Paraden die Hoffnung auf einen Punktgewinn am Leben hielt, kam zwar mit den Fingerspitzen noch an den Ball. Trotzdem landete das Spielgerät im Netz.

Aufgrund der Enttäuschung nach der Niederlage wollte Bienen-Coach Mühlner keinen Kommentar abgeben. Der HCR muss sich nach der schlechten Leistung und Fehlern in der Schlussphase an die eigene Nase fassen. Handballerisch reichten sie nicht an das Niveau der letzten Spiele heran.

Florian Triebel

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Vertragsverlängerung im Fuchsbau

Weißwasser/O.L.. Bei den Lausitzer Füchsen füllt sich der Kader weiter. Mit Kale Kerbashian bleibt ein weiterer Leistungsträger an Bord. Nachdem der in Thunder Bay geborene Kanadier in der letzten Saison Anfang Februar von HK Nitra aus der slowakischen Liga nach Weißwasser kam, zeigte er in den acht Spielen für unseren Club durchweg starke Leistungen. Mit 10 Punkten, davon zwei Toren und acht Vorlagen, war er maßgeblich an der mannschaftlichen Stabilisierung zum Ende der Hauptrunde beteiligt. Er konnte sich sofort in die Mannschaft integrieren und hat die Trainer und auch die Zuschauer als Führungsspieler überzeugt. "Ich bin sehr froh, dass Kale in Weißwasser bleibt. Er ist ein äußerst talentierter Spieler und läuferisch sehr stark. Er besitzt aufgrund seiner vielen Fähigkeiten eine Menge Möglichkeiten, das Offensivspiel zu gestalten. Zudem hat er einen ausgezeichneten Charakter mit dem brennenden Willen, zu gewinnen. Dieser unbedingte Siegeswille ist für mich als Trainer äußerst wichtig. Denn wir spielen, um möglichst jedes Match zu gewinnen. Seine Professionalität, seine Fähigkeiten und sein Charakter werden uns garantiert helfen, unser Ziel, ein beständig gutes und wettbewerbsfähiges Team zu sein und attraktives Eishockey zu spielen, zu erreichen – eben Füchse-Eishockey!“, erklärte Füchse-Headcoach Corey Neilson. „Ich freue mich sehr, in dieser Saison wieder bei den Lausitzer Füchsen zu sein. Ich habe meine kurze Zeit in der letzten Saison in Weißwasser wirklich genossen. Meine Teamkollegen, die Trainer, das Management und besonders die Fans waren alle großartig. Ich denke, wir haben einige starke Spieler für die nächste Saison verpflichtet und haben das Potenzial, eine Top-Mannschaft zu sein, was das Wichtigste ist“, so der Kanadier zu seiner Vertragsverlängerung. Kale Kerbashian wird in Weißwasser eine weitere Kontingentstelle besetzen. (pm/Lausitzer Füchse)Bei den Lausitzer Füchsen füllt sich der Kader weiter. Mit Kale Kerbashian bleibt ein weiterer Leistungsträger an Bord. Nachdem der in Thunder Bay geborene Kanadier in der letzten Saison Anfang Februar von HK Nitra aus der slowakischen Liga nach…

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