Sandro Paufler

Eine Bar im Herz von Bautzen wird frei

Bautzen. Wer möchte die »BlackCat« Cocktailbar in Bautzen übernehmen? Die beiden Barbesitzer Lilly Jung und Christian Caveglia erklären, warum sie einen Nachfolger für ihr geschaffenes Lebenswerk suchen und gleichzeitig anhaltende Gerüchte aus dem Weg schaffen wollen.

Diese Nachricht ging um wie ein Lauffeuer: In Bautzen suchen Barbetreiber nach einem Nachfolger für den Weiterbetrieb. Die Rede ist von der »BlackCat« Cocktailbar in der Schloßstraße 17. Das beliebte Etablissement ist überregional bekannt geworden, weil es neben den 90 verschiedenen Cocktailsorten auch Sushi-Gerichte angeboten hatte. In der Region bisher ein Novum. Selbst Gäste aus New York ließen sich vom außergewöhnlichen Konzept überzeugen.

Neue Projekte und mehr Familienzeit stehen an

Und dieser Barbetrieb läuft auch aktuell noch weiter. Lediglich wegen der noch geltenden Corona-Maßnahmen kann derzeit nur ein »Take-away-Service« angeboten werden. »Wir wollen die Fühler ausstrecken, ob es jemanden gibt, der die Bar übernehmen möchte. Wir machen das nicht, weil wir schließen müssen oder Ähnliches - wir wollen gerne eines baldigen Tages ein neues Projekt starten«, versichert Lilly Jung, die mit ihrem Partner Christian Caveglia die Bar leitet.

Zwar hätte die Corona-Pandemie keine Auswirkung auf ihre Entscheidung gehabt, das Barprojekt an einen Nachfolger weiterzugeben, aber in dieser Zeit haben die beiden Besitzer gemerkt, wie wichtig und wertvoll die gemeinsame Familienzeit ist. Denn durch die langen Arbeitstage hinter dem Tresen ist die Familie oft zu kurz gekommen. »Wir sind an einem Punkt angekommen, wo die gemeinsame Zeit für uns sehr wichtig geworden ist«, sagt Lilly Jung.

Konzept darf übernommen werden

Christian Caveglia und Lilly Jung hatten das Lokal während eines Spaziergangs zufällig entdeckt und waren sofort Feuer und Flamme für die Idee, eine Cocktailbar in den Räumen zu eröffnen. Mit wenig Geld sanierten sie die Räume und konnten im März 2017 eröffnen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat sich eine große Stammkundschaft aufgebaut, die besonders die familiäre Atmosphäre schätzt. Wie die beiden sagen, kann das Konzept der BlackCat Cocktailbar gern so übernommen werden. Aber auch komplett neue Ideen können Platz auf der 70 Quadratmeter großen Fläche finden. Auch das Inventar würde in den Räumlichkeiten bestehen bleiben.

Die beiden Barbesitzer hoffen, jemanden zu finden, der genauso viel Herzblut in das Projekt steckt, wie sie es damals selbst getan haben. »Es wäre auch schade um die Gäste und das schöne Gebäude«, falls sich kein Nachfolger finden lässt, so Lilly Jung.

Interessenten können sich unter 0174/ 3362846bei den Barbesitzern melden.

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Wie Digitalisierung regionalen Unternehmen helfen kann

Spremberg. Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des Innenstadtwettbewerbs „Handel(n) für lebendige Innenstädte“ im Rahmen der IHK-City-Offensive Südbrandenburg gewonnen. "Die Auszeichnung ist für den City-Werbering eine große Ehre.", so City-Managerin Madlen Schwausch vom Wirtschaftsförderer-Team der ASG Spremberg. Es gab eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Silke Schwabe, Unternehmensbegleiterin bei der IHK Cottbus: „Dieser Onlineshop trägt einerseits dazu bei den ein oder anderen Umsatz der regionalen Unternehmen in Spremberg in diesem Jahr zu retten. Andererseits hilft es den Unternehmen dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, z.B. durch Schulungen im Bereich Onlinehandel“, begründete Silke Schwab die Wahl. Unter der Prämisse „Geh online und kauf regional“ wurde im Frühjahrslockdown für die Unternehmen innerhalb kürzester Zeit ein virtuelles Kaufhaus ins Leben gerufen. Auf dieser Onlineplattform können die Spremberger Gewerbetreibenden ihre regionalen Produkte platzieren und verkaufen. „Von Taschen, Spiritousen, Wollsachen, technischen Produkten wie Roboter, Dienstleistungen wie Botengänge über gastronomische Angebote biete dieser Onlineshop eine Menge Auswahl“, erklärt Madlen Schwausch. Außerdem können Gutscheine über den Shop erworben werden. Der Anstoß zu diesem Projekt kam im März des vergangenen Jahres, als Deutschland kurz vor dem ersten Lockdown stand. Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, betonte die Wichtigkeit dieses Onlinehandels in der aktuellen Zeit. „Es ist vielen deutlich geworden, dass es in Zeiten wie diesen ein gutes Mittel ist, um Kunden zu halten und Werbung für sich zu machen“. Die Bürgermeisterin freut sich vor allem, dass sich dieses Engagement von den Gewerbetreibenden in Spremberg heraus entwickelt hat – „Made in Spremberg City“ sozusagen. Auch die regionale Bevölkerung werde mit diesem Projekt sensibilisiert, die Unternehmen lokal vor Ort zu unterstützen und nicht nur Einkäufe bei den großen Internetriesen zu tätigen, die es nicht unbedingt nötig hätten, hofft Silke Schwab von der IHK Cottbus. Der Spremberger Onlineshop könnte in diesem Fall Vorbild für andere Städte und Gemeinden werden. Anfragen von anderen Kommunen zu diesem Projekt gab es schon. www.sprembergshop24.de Stark für die Lausitz Weitere Artikel, Statements und Geschichten aus der Region sind in der neuen Ausgabe des Magazins »Stark für die Lausitz« zu finden.Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des…

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