Sandro Paufler

Hier feiert der erste Sächsische Whisky Premiere

Schirgiswalde-Kirschau. Der Sächsische Whisky ist ein Gemeinschaftsprojekt der Spirituosenmanufaktur Kirschau und der Bergquell Brauerei in Löbau. Im WochenKurier verraten die Macher, warum er so besonders ist. Probieren ist dabei ausdrücklich erwünscht.

Wenn Iren und Schotten gemeinsam für etwas bekannt sind, dann kann es sich nur um ein Getränk handeln - der Whisky. Die jahrhundertealten Rezepte und Herstellungsverfahren werden von Genration zu Generation weitergegeben und machen es zu dem, was es heute ist: ein nationales Kultgetränk.

Auch in Sachsen ist man der Herstellung der edlen Spirituose seit Kurzem verfallen. Genauer gesagt in Kirschau. In der Oberlandgemeinde betreibt Martin Wagner seine Sächsische Spirituosenmanufaktur und hat in enger Partnerschaft mit der Löbauer Bergquell Brauerei, um Geschäftsführer Steffen Dittmar, den ersten Sächsischen Whisky auf den Markt gebracht.

Fünf verschiedene Whiskysorten und ein Whisky-Likör

Im ehemaligen Sudhaus der Bergquell Brauerei in Löbau wurden fünf Whiskysorten und ein Whisky-Likör der Öffentlichkeit vorgestellt. Es gibt den klassischen Whisky mit 44 Prozent Alkoholgehalt, einen rauchigen Whisky mit 42 Promille, einen Whisky-Eierlikör mit 14 Promille sowie drei Sondereditionen, die in verschiedenen Holzfässern gelagert wurden: im Zebrafass, im Weinfass oder im Rotweinfass. „All unsere Whiskys sind im Geschmack sehr weich und harmonisch. Optimal für Einsteiger“, gibt der gelernte Brauer und Mälzer, Martin Wagner, zu Wissen.

In Lausitzer Granitkeller gelagert

Die komplette Wertschöpfungskette der Spirituose ist regional aufgebaut. Die Rohstoffe stammen aus der Löbauer Brauerei, destilliert wird in Kirschau und gelagert werden die Fässer in Lausitzer Granitkeller. Insgesamt fünf Jahre muss der Whisky lagern, damit er sich auch wirklich Whisky nennen darf – so schreibt es das Gesetz.

Nur hochwertige Rohstoffe werden verwendet

Bei der Präsentation der Whiskys wird klar, mit welchen Aufwand die hochprozentigen Spirituosen hergestellt werden: „Wir verwenden eine spezielle Hefe, vergären langsam und schonend und destillieren dreifach, erklärt Martin Wagner die Produktion seiner Whiskys.  

Doch warum gerade die gemeinsame Partnerschaft mit der Brauerei in Löbau? Bereits im Lockdown Letzen Jahres, als das Fassbier keinen Abnehmer fand, unterstützte Martin Wagner die Brauerei, indem er das Fassbier der Löbauer Bergquell Brauerei abkaufte und daraus Bierbrand herstellte. So konnten viele Liter Bier vor der Vernichtung gerettet werden. Außerdem benötigte Wagner für dieses Projekt einen starken Partner: „Ein solches Projekt ist nicht alleine zu stemmen“, so der Spirituosenmanufaktur-Chef und ergänzt: „Die Whisky- und Bierproduktion ist in den ersten Schritten gleich, wir ergänzen uns da gegenseitig.“

Weitere Whisky-Chargen in Planung

Im Laden ist der halbe Liter für 39,50 Euro erhältlich. Die beiden Initiatoren versprechen: Der Sächsische Whisky soll kein „One-Hit-Wonder“ werden, sondern sich langfristig auf den Markt und bei den Menschen etablieren.

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