Sandro Paufler

Hier wird im Landkreis Bautzen geblitzt

Bautzen. Welche Blitzer haben im Landkreis am häufigsten ausgelöst? Wo stehen die meisten mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen? Und wie hoch war die am höchsten gemessene Geschwindigkeitsüberschreitung? Die Zahlen des Landratsamtes fördern interessante Fakten zutage.

Einmal nicht aufgepasst, den Tacho über 50 km/h gehalten und schon löst die Blitzeranlage aus. Das teure Passfoto gibt es gratis dazu. Im Landkreis Bautzen wurden letztes Jahr circa 2,36 Millionen Euro Einnahmen an mobilen oder fest installierten Geschwindigkeitsmessanlagen generiert. Mit rund 52.000 Verstößen und einer durchschnittlichen Geldstrafe von 45 Euro sind die Zahlen aus dem Vorjahr gegenüber 2019 leicht gestiegen.

14 Blitzer im Landkreis – keine weiteren geplant

Im Landkreis Bautzen gibt es insgesamt 14 fest installierte Blitzer. Auf Nachfrage beim Landratsamt sind derzeit keine weiteren Geschwindigkeitsmessanlagen geplant. Lediglich Ersatzbeschaffungen für eine Mastanlage und zwei Inneneinheiten sind nötig, um die Anlagen technisch aufzurüsten. Das Investitionsvolumen würde circa 155.000 Euro betragen und muss noch durch den Kreistag genehmigt werden.

Blitzer in Putzkau auf Platz 1

Die Blitzeranlage in Putzkau hat im Landkreis Bautzen mit Abstand am häufigsten ausgelöst. Bei circa 5.500 geblitzten Fahrzeugen wurden Einnahmen von 105.000 Euro erzielt. Die Blitzeranlage in Plotzen hat am zweithäufigsten ausgelöst. Bei 4.785 geblitzten Kraftfahrzeugen wurden 96.100 Euro eingenommen. Den dritten Platz belegt die Anlage in Rascha. Hier wurden circa 3.500 Fahrzeuge geblitzt und 57.300 Euro eingenommen. Die Geschwindigkeitsmessanlage, die am wenigsten ausgelöst hat, steht in Schirgiswalde. Insgesamt wurden 801 Fahrzeuge geblitzt und 12.500 Euro generiert. Die Einnahmen fließen in den Kreis-Haushalt ein.

Mit 135 km/h durch die Baustelle

Die höchste gemessene Geschwindigkeitsüberschreitung wurde auf der S 100 zwischen Panschwitz-Kuckau und Siebitz in einer Baustelle gemessen. Bei erlaubten 50 km/h fuhr ein Autofahrer mit 135 Kilometer pro Stunde durch die Radarfalle. Konsequenz: 600 Euro Geldstrafe, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.

Neben dem Überschreiten der Geschwindigkeit, wurden auch Vergehen beim Benutzen eines elektronischen Gerätes oder beim Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes ermittelt. 359 Verkehrsteilnehmer wurden mit dem Handy am Ohr erwischt und insgesamt 570 Verstöße bei Personen geahndet, die keinen Sicherheitsgurt während der Fahrt angelegt hatten.

Hier stehen die mobilen Blitzer am häufigsten

Stadt Bautzen: Neukircher Str., Tzschirner Straße, Dr.-S.-Allende-Straße

Bischofswerda: Kamenzer Straße

Hochkirch: Karl-Marx-Straße

Großharthau OT Schmiedefeld: B 6 „Dürrer Fuchs“

Kamenz: Pulsnitzer Straße, Chr.-Weißmantel-Straße

Pulsnitz: Kamenzer Straße, Großröhrsdorfer Straße, Bischofswerdaer Straße

Bernsdorf: Nordstraße, Wiednitz Grünewalder Straße

Ottendorf-Okrilla: Radeberger Straße, Medingen Weixdorfer Straße

Großröhrsdorf: Radeberger Straße, Bretnig Bischofswerdaer Straße

Lauta: Karl-Liebknecht-Straße, Friedrich-Engels-Straße

Lohsa: Weißkollm

Elsterheide: Bluno Dorfaue

 

 

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Wie Digitalisierung regionalen Unternehmen helfen kann

Spremberg. Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des Innenstadtwettbewerbs „Handel(n) für lebendige Innenstädte“ im Rahmen der IHK-City-Offensive Südbrandenburg gewonnen. "Die Auszeichnung ist für den City-Werbering eine große Ehre.", so City-Managerin Madlen Schwausch vom Wirtschaftsförderer-Team der ASG Spremberg. Es gab eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Silke Schwabe, Unternehmensbegleiterin bei der IHK Cottbus: „Dieser Onlineshop trägt einerseits dazu bei den ein oder anderen Umsatz der regionalen Unternehmen in Spremberg in diesem Jahr zu retten. Andererseits hilft es den Unternehmen dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, z.B. durch Schulungen im Bereich Onlinehandel“, begründete Silke Schwab die Wahl. Unter der Prämisse „Geh online und kauf regional“ wurde im Frühjahrslockdown für die Unternehmen innerhalb kürzester Zeit ein virtuelles Kaufhaus ins Leben gerufen. Auf dieser Onlineplattform können die Spremberger Gewerbetreibenden ihre regionalen Produkte platzieren und verkaufen. „Von Taschen, Spiritousen, Wollsachen, technischen Produkten wie Roboter, Dienstleistungen wie Botengänge über gastronomische Angebote biete dieser Onlineshop eine Menge Auswahl“, erklärt Madlen Schwausch. Außerdem können Gutscheine über den Shop erworben werden. Der Anstoß zu diesem Projekt kam im März des vergangenen Jahres, als Deutschland kurz vor dem ersten Lockdown stand. Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, betonte die Wichtigkeit dieses Onlinehandels in der aktuellen Zeit. „Es ist vielen deutlich geworden, dass es in Zeiten wie diesen ein gutes Mittel ist, um Kunden zu halten und Werbung für sich zu machen“. Die Bürgermeisterin freut sich vor allem, dass sich dieses Engagement von den Gewerbetreibenden in Spremberg heraus entwickelt hat – „Made in Spremberg City“ sozusagen. Auch die regionale Bevölkerung werde mit diesem Projekt sensibilisiert, die Unternehmen lokal vor Ort zu unterstützen und nicht nur Einkäufe bei den großen Internetriesen zu tätigen, die es nicht unbedingt nötig hätten, hofft Silke Schwab von der IHK Cottbus. Der Spremberger Onlineshop könnte in diesem Fall Vorbild für andere Städte und Gemeinden werden. Anfragen von anderen Kommunen zu diesem Projekt gab es schon. www.sprembergshop24.de Stark für die Lausitz Weitere Artikel, Statements und Geschichten aus der Region sind in der neuen Ausgabe des Magazins »Stark für die Lausitz« zu finden.Der City-Werbering-Spremberg e. V. und seine Partner haben für ihr Projekt „Regionale, virtuelle Onlineplattform - SprembergShop24.de“ Ende vergangenen Jahres den ersten Platz in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ des…

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