Andreas Zschiedrich

Juniorteam mit Kantersieg

Großröhrsdorf. Das Juniorteam des HC Rödertal schlägt den Tabellendritten aus Burgenland sensationell hoch mit 41:18 (24:8) und stürmt an die Tabellenspitze. Wer hätte das gedacht?

Da empfängt der Vierte den Dritten und alle erwarten eine enge Kiste und dann so etwas. Das Hinspiel hatten die Burgenländerinnen noch mit 32:22 für sich entscheiden können. Allerdings hatte Trainer Wohlrab da nur acht Spielerinnen zur Verfügung. Im Rückspiel wollten die Juniorbienen den Bock umstoßen und wie ihnen das gelang. Eine Revanche, die sie von Platz vier bis an die Tabellenspitze brachte, da die bisher auf Platz eins und zwei liegenden Teams aus Niederndodeleben und Dessau-Rosslau ihre Spiele jeweils verloren. Plötzlich stehen die Juniorinnen aus dem Rödertal ganz vorn, wenn auch nur durch die bessere Tordifferenz. Davon hatte vor Wochen noch niemand auch nur zu träumen gewagt.

Die Gäste aus dem anhaltinischen Burgenland waren mit gesundem Optimismus nach Großröhrsdorf angereist, obwohl ihnen ihre Regisseurin Jessika Stiskall verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand. Auch Wohlrab hatte krankheitsbedingte Besetzungssorgen und so mussten drei Juniorinnen aus dem Bundesligateam, die am Vortag noch in Wuppertal im Einsatz waren und zwei Jungendspielerinnen, die zwei Stunden zuvor noch in der B-Jugend spielten, aushelfen und wie sie das taten. 79 Zuschauer verfolgten das Spiel und rieben sich verwundert die Augen, egal welchem Lager sie angehörten. Den Torreigen eröffnete Isabel Wolff zum 1:0. Da hielten die Gäste noch locker dagegen. Die ersten fünf Minuten verliefen ausgeglichen (3:2) doch dann setzten die Gastgeberinnen zu einem Sturmlauf an, der sie innerhalb von nur zehn Minuten mit 12:4 in Front brachte. Die Gäste verzweifelten an der Abwehr der Bienen und jeder Ballverlust wurde mit einem Gegentor bestraft. Die Gastgeberinnen spielten wie entfesselt. Die Burgenländer Mädels konnten einem schon fast leidtun. Sie ergaben sich bereits frühzeitig ihrem Schicksal und die Mannschaft brach völlig auseinander. Bereits zur Halbzeit beim Stand von 24:8 waren alle Messen gelesen. Besonders die Kreisspielerinnen Jasmin Eckart und Luisa Lucas wurden mustergültig bedient und bedankten sich mit ihren Toren. Wohlrab hatte keinen Korrekturbedarf. Er ermahnte sein Team nur nicht leichtsinnig zu werden. Von den Gästen erwartete man eine deutliche Leistungssteigerung. Sie kamen auch mit dem festen Vorsatz aus der Kabine, sich nicht abschlachten zu lassen. Doch diese Absicht hielt gerade einmal die ersten fünf Minuten von Hälfte zwei, da konnten sie den Rückstand noch konstant halten (26:10). Danach kam der Bienenflug wieder auf Hochtouren. Die Gastgeberinnen beherrschten ihren Gegner nach Belieben. Sie bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Das Spiel war längst entschieden und nun gab es noch einige Einlagen für die Galerie. Zu deutlich war die Überlegenheit. Die Gäste erzielten ihr letztes Tor in der 55. Minute. Danach gab es nur noch fünf Bienentore im Minutentakt. Am Ende war es ein Sieg mit 23 Toren Differenz. Trainer Wohlrab fand nach dem Spiel auch nur lobende Worte: „Wie die Mannschaft die Vorgaben heute umgesetzt hat, verdient ein großes Lob. Alle Spielerinnen und auch die Torfrauen haben sich reingekniet und 60 Minuten lang gefightet. Unsere Defensive hat Burgenland den Zahn gezogen und im Angriff waren wir körperlich präsenter. Nun sollten aber alle auf dem Teppich bleiben, denn dieses Niveau kann die Mannschaft nicht jede Woche halten. Heute können wir erst einmal total zufrieden sein.“

Die Magdeburger Schiedsrichter Daniel Bierhals und Benet Priesing leiteten jederzeit sicher und unauffällig

Schon nächste Woche gilt es diese Leistung auswärts gegen die HSG Riesa/Oschatz zu bestätigen.      

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