Florian Triebel/mlh

Kellerduell in Freiburg

Großröhrsdorf. Die längste Auswärtsfahrt der Saison 2020/21 steht den Rödertalbienen bevor. Am Samstag, den 13. März, treten die bei den „Red Sparrows“ der HSG Freiburg an. Anwurf zum Spiel ist um 20 Uhr.

2019 stieg die HSG Freiburg in die 2. Bundesliga auf. In ihrer ersten Spielzeit belegte sie nach dem Corona-bedingten Abbruch mit 10:34 Punkten den vorletzten Tabellenplatz. Auch in der laufenden Saison läuft es für die Freiburgerinnen alles andere als rund. Bisher konnten sie nur beim Unentschieden gegen den TSV Nord Harrislee (27:27) und den Sieg gegen die Rödertalbienen (19:29) Punkte sammeln. Dadurch lieferte sich die Mannschaft von Ralf Wiggenhauser bisher ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem HC Rödertal um die rote Laterne. Mit 3:31 Punkten befinden sich aktuell die Breisgauerinnen auf dem letzten Tabellenplatz.
Alle drei Punkte konnten sie auswärts gewinnen. Auf der heimischen Platte setzte es bisher neun Niederlagen. Für HCR-Cheftrainer Karsten Schneider ist das aber kein Grund, um den Gegner zu unterschätzen:

„Wir dürfen die Freiburgerinnen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Jederzeit kann bei ihnen der Knoten platzen. Wir haben selbst schon in der eigenen Halle für Überraschungen gesorgt. In dieser Liga wissen alle Mannschaften, wie man gut Handball spielt. Besonders die Rückraum-Kreis-Achse müssen wir gut verteidigen.“

 Ende Januar wurde bekannt das Wiggenhauser, der das Team von der Landesliga Süd bis in die 2. Bundesliga führte, nach 16 Jahren bei den Red Sparrows aufhört. Seine Nachfolge tritt zur kommenden Saison Igor Bojic an. Beste Torschützin bei den Red Sparrows ist Kreisläuferin Carolin Spinner mit 81/43 Toren. Dahinter folgen die beiden Rückraumspielerinnen Nadine Czok (72/36 Tore) und Angelika Makelko (52 Tore). Czok verletzte sich allerdings im Spiel gegen HSV Solingen schwer an der Schulter und wurde bereits operiert.

HC Rödertal will Punkte einfahren

Nachdem die Formkurve der Rödertalbienen zuletzt stetig nach oben ging, gab es im letzten Spiel gegen den HC Leipzig einen Dämpfer. Noch schwerer wiegt, dass trotz der guten Leistungen Punkte ausblieben. HCR-Cheftrainer Karsten Schneider sagt dazu:

„Von den letzten drei Niederlagen schmerzt mich am meisten die Letzte. Man verliert schließlich ungern ein Derby und ich bin auch unzufrieden mit dem, was meine Mannschaft auf die Platte gebracht hat. Das müssen wir aufarbeiten und gegen Freiburg besser machen.“

 

Ohnehin mahnt er dazu, den Tabellenletzten nicht zu unterschätzen.

„Sie haben gegen Herrenberg und Harrislee nur knapp verloren. Dass es keine leichte Aufgabe für uns wird, hat man schon im Hinspiel gesehen. Ihre Situation ist so wie unsere – Sie haben nichts zu verlieren und wollen beide Punkte, um an die anderen Mannschaften heranzurücken.“

 

Was den Trainer ebenfalls beschäftigt, ist die lange Anfahrt:

„Wir haben uns dazu entschlossen, am Freitag das Abschlusstraining vor zu verlegen und anschließend schon die Hälfte der Strecke zurückzulegen. So etwas ist nie einfach, darf aber auch nicht als Ausrede dienen. Anderen Mannschaften geht es schließlich genauso.“

 

Etwas Gutes hat die lange Fahrt auf jeden Fall: Sollten die Rödertalbienen aus Freiburg etwas Zählbares mitnehmen, können sie sich umso länger darüber freuen.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.