Silke Richter/mlh

Kunst unterm Hammer für den Zoo

Hoyerswerda. Ramona Stange gestaltet leidenschaftlich gern Bilder nach Vorlagen. Etwa 50 ihrer Motive möchte sie nun bei einer Versteigerung verkaufen und den Erlös an den Zoo spenden.

 Ein heulender Wolf in eisiger Nacht. Am Horizont der gelbe Mond. Das Bild hat etwas sehr Majestätisches. Grazil und anmutig wirken dagegen die zwei Giraffen und die Leopardenfamilie mit ihrem Nachwuchs. Die Katzenbilder im Flur haben eher etwas Verspieltes. Es gibt nahezu keinen Raum bei Familie Stange, in dem keine Bilder hängen.

Das Besondere daran: Sie sind entweder selbst geklebt, gemalt oder gestickt. Die Motive sind nach entsprechenden Vorlagen entstanden. Zum einen in Form des so genannten Diamond Paintings. Nummerierte Flächen werden hierbei mit entsprechenden farblichen Steinchen beklebt. Ähnlich funktioniert das Prinzip von Malen nach Zahlen oder eben die Stickvorlagen, deren Motive mit Nadel und Faden entstanden sind.  Deshalb möchte Ramona Stange auch keinesfalls als Künstlerin bezeichnet werden.  »Diese Bilder kann eigentlich jeder machen. Ich habe sehr viel Spaß daran und kann dabei wunderbar vom Alltag abschalten«, meint die 63-Jährige.

Ihre Leidenschaft für dieses Hobby fand ihren Anfang vor über 40  Jahren, als Ramona Stange die Handarbeiten für sich entdeckte und mit dem Stricken von Tischdecken und Läufern begann. Heute mag sie Diamond Painting am liebsten. Wer das Hobby kennt, weiß, dass dessen Kunst vor allem aus Sorgfältigkeit und Geduld besteht. Hunderte, manchmal auch tausende, winzig kleine, bunte Steinchen müssen zu Beginn der eigentlichen Motivgestaltung erst einmal in extra Behälter gefüllt und beschriftet werden. Das erleichtert die Arbeit beim späteren Kleben.

Dann kann es los gehen. Die einzelnen nummerierten Felder auf der Vorlage sind nur millimetergroß und werden nun Stück für Stück mit den passenden Steinchen beklebt. Das sollte möglichst sorgsam und genau geschehen. Denn ein Profi wie Ramona Stange erkennt nach Fertigstellung eines Bildes mit geschultem Blick sofort, ob alle Steine exakt ihren Platz gefunden haben. Deshalb arbeitet die 63-Jährige auch gern mit doppelter Lichtquelle und Lineal.
Ihre bisher größte Herausforderung: Ein über ein Meter langes Diamond Painting Bild, das ein Wolfsrudel zeigt. Vier Wochen hat Ramona Stange dafür gebraucht.  

Versteigerung im Lausitzcenter

Bis dato hat die Hoyerswerdaerin über 100 verschiedene Motive in den drei bereits erwähnten Techniken gestaltet. In den letzten zwölf Monaten hat sich die Hobbygestalterin verstärkt ihrer Leidenschaft gewidmet. Nicht nur, aber auch wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen, die auch den Zoo sehr schwer getroffen haben. Und weil sich die 63-Jährige von einigen Bildern trennen möchte, kam ihr deshalb auch die Idee, damit etwas Gutes tun zu wollen. 50 ihrer Bilder möchte sie verkaufen und den gesamten Erlös dem Zoo spenden.  Sehr zur Freude von Zooleiter Eugène Bruins.


Als Museumsleiterin Kerstin Noack von der Idee hörte, machte sie den Vorschlag, Kontakt mit dem Manager des Lausitzcenters, Dieter Henke, aufzunehmen, ob der dortigen Möglichkeit, die Bilder einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. »Eine tolle Sache«, erklärte der Centermanager begeistert und bot sofort seine Unterstützung für eine Versteigerung der Bilder an. War doch der Wahl-Hoyerswerdaer in der Vergangenheit schon erfolgreich als Auktionator tätig.

Wenn sich die aktuelle Corona-Lage stabilisiert hat, soll die Veranstaltung im Lausitzcenter stattfinden. Dann heißt es unter Leitung von Dieter Henke bis zum Hammerschlag: Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten. Verkauft!

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