Rainer Könen

Kurzarbeit statt Hochsaison

Schwepnitz. Wegen der Corona-Krise stehen bei regionalen Bustouristikern wie »Reise-Wünsche« aus Schwepnitz derzeit die Busse still.

 Die Corona-Krise hat auch das Geschäft der Bustouristiker im Land lahmgelegt. In zahlreichen Unternehmen wurden die Busse abgemeldet. Wer nur Bustouristik im Programm hat, für den sieht es in diesen Tagen trübe aus. René Boinski, der mit seinem Bruder André das Reisebüro & Busunternehmen »Reise-Wünsche« leitet, erzählt, dass man aber mit dem Linienverkehr noch ein zweites Standbein habe. Dieser Mix zahlt sich nun aus.

Touristik-Branche fordert Unterstützung

Eigentlich beginnt jetzt die Hochsaison für Busreisen. Die Busse des mittelständischen Reiseunternehmens aus Schwepnitz wären voll gewesen, denn »wir haben Anfang des Jahres mehr Buchungen reinbekommen als in den Jahren zuvor«, so René Boinski. Aber dann kam Corona, der Lockdown, das Fahrverbot für Reisebusse. Und das Brüderpaar musste Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, auch einen Teil der Busfahrer.
In den vergangenen Wochen hatten sich die Schwepnitzer an einigen Demos beteiligt, auf denen die Branche von den Politikern nicht nur finanzielle Unterstützung sondern auch eine Perspektive fordert, wann mit Lockerungen für die Reisebranche zu rechnen ist. Denn nach einer Umfrage des Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer war die Lage bereits Anfang April für mehr als 80 Prozent der Unternehmen existenzbedrohend.
Der Kamenzer Norbert Behnisch hat hingegen die Saison bereits abgeschrieben. Man sei ein kleiner Familienbetrieb mit zwei Reisebussen, so Behnisch, und in diesem Jahr habe man das 25-jährige Bestehen des Unternehmens feiern wollen. Sollte man aber tatsächlich bald wieder mit den Bussen fahren können, so Behnisch weiter, dürften die Auflagen weitere Probleme bringen. Etwa der Mindestabstand von 1,5 Metern. Da könne er ja, so René Boinski, kaum noch Leute mitnehmen. »Da haben ja in einem Bus mit 44 Plätzen höchstens 15 Fahrgäste Platz.« Das lohne sich gar nicht.
Mindestabstand, Hygieneregelungen, darunter werde, diese Auffassung vertritt man bei Schmidt Reisen in Radibor, »die Reisequalität auf jeden Fall leiden«.

Reiseplanungen sind auf Vorlauf angewiesen

Was René Boinski und die anderen Bustouristiker seit Wochen monieren, ist, dass ein konkreter Termin fehlt, wann und wie wieder gestartet werden kann. Denn um Reisen sicher planen und bewerben zu können, braucht es einen mehrwöchigen Vorlauf.  »Ich plane vorsichtig fürs zweite Halbjahr«, so René Boinski. Der darauf setzt, dass die zunehmenden Proteste der Branche Erfolg haben werden. Darauf, dass die Politik auf die Forderungen – Exitstrategie, Soforthilfen, Senkung der Mehrwertsteuer sowie die Schaffung eines Hilfsfonds für Touristiker – eingehen wird.
Die jüngste Möglichkeit, die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen, war ein bundesweiter Aktionstag, zu dem einige Verbände der Touristikbranche aufgerufen hatten. Der fand am Mittwoch dieser Woche in Berlin statt. Mit dabei war auch der Schwepnitzer René Boinski. Und die Hoffnung, dass man vielleicht im Sommer wieder Menschen zu Urlaubszielen im In- und Ausland fahren kann.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Vertragsverlängerung im Fuchsbau

Weißwasser/O.L.. Bei den Lausitzer Füchsen füllt sich der Kader weiter. Mit Kale Kerbashian bleibt ein weiterer Leistungsträger an Bord. Nachdem der in Thunder Bay geborene Kanadier in der letzten Saison Anfang Februar von HK Nitra aus der slowakischen Liga nach Weißwasser kam, zeigte er in den acht Spielen für unseren Club durchweg starke Leistungen. Mit 10 Punkten, davon zwei Toren und acht Vorlagen, war er maßgeblich an der mannschaftlichen Stabilisierung zum Ende der Hauptrunde beteiligt. Er konnte sich sofort in die Mannschaft integrieren und hat die Trainer und auch die Zuschauer als Führungsspieler überzeugt. "Ich bin sehr froh, dass Kale in Weißwasser bleibt. Er ist ein äußerst talentierter Spieler und läuferisch sehr stark. Er besitzt aufgrund seiner vielen Fähigkeiten eine Menge Möglichkeiten, das Offensivspiel zu gestalten. Zudem hat er einen ausgezeichneten Charakter mit dem brennenden Willen, zu gewinnen. Dieser unbedingte Siegeswille ist für mich als Trainer äußerst wichtig. Denn wir spielen, um möglichst jedes Match zu gewinnen. Seine Professionalität, seine Fähigkeiten und sein Charakter werden uns garantiert helfen, unser Ziel, ein beständig gutes und wettbewerbsfähiges Team zu sein und attraktives Eishockey zu spielen, zu erreichen – eben Füchse-Eishockey!“, erklärte Füchse-Headcoach Corey Neilson. „Ich freue mich sehr, in dieser Saison wieder bei den Lausitzer Füchsen zu sein. Ich habe meine kurze Zeit in der letzten Saison in Weißwasser wirklich genossen. Meine Teamkollegen, die Trainer, das Management und besonders die Fans waren alle großartig. Ich denke, wir haben einige starke Spieler für die nächste Saison verpflichtet und haben das Potenzial, eine Top-Mannschaft zu sein, was das Wichtigste ist“, so der Kanadier zu seiner Vertragsverlängerung. Kale Kerbashian wird in Weißwasser eine weitere Kontingentstelle besetzen. (pm/Lausitzer Füchse)Bei den Lausitzer Füchsen füllt sich der Kader weiter. Mit Kale Kerbashian bleibt ein weiterer Leistungsträger an Bord. Nachdem der in Thunder Bay geborene Kanadier in der letzten Saison Anfang Februar von HK Nitra aus der slowakischen Liga nach…

weiterlesen

Dynamo Dresden verlängert mit Torhüter-Duo

Dresden. Die SG Dy­na­mo Dres­den hat die Ver­trä­ge von Pa­trick Wie­gers und Ste­fan Kie­fer je­weils bis zum 30. Juni 2021 ver­län­gert. „Ich freue mich sehr, dass wir Pa­trick Wie­gers und Ste­fan Kie­fer für die kom­men­de Sai­son an uns bin­den konn­ten. So­wohl ‚Wie­ge’ mit sei­ner sechs­jäh­ri­gen Ver­eins­zu­ge­hö­rig­keit als auch Ste­fan als auf­stre­ben­des Ta­lent aus der ei­ge­nen Ju­gend tra­gen Dy­na­mo im Her­zen und ver­kör­pern bei­de auf ihre Art ge­nau das, was wir auf der Tor­hü­ter­po­si­ti­on als Er­gän­zung zu Ke­vin Broll noch be­nö­tigt ha­ben“, er­klär­te Dy­na­mos Sport­ge­schäfts­füh­rer Ralf Be­cker. „Die Stadt und der Ver­ein sind für mei­ne Fa­mi­lie und mich zu ei­ner zwei­ten Hei­mat ge­wor­den. Des­halb freue ich mich un­ge­mein hier zu blei­ben und möch­te im kom­men­den Jahr da­bei mit­hel­fen, dass Dy­na­mo wie­der ma­xi­mal er­folg­reich spielt“, sag­te Pa­trick Wie­gers zu sei­ner Ver­län­ge­rung. Der 30-Jäh­ri­ge ist seit 2014 Be­stand­teil des Pro­fi-Ka­ders der Sport­ge­mein­schaft und un­ter­schrieb sein neu­es Ar­beits­pa­pier zu­dem mit ei­ner Op­ti­on auf Ver­län­ge­rung. Auch Ste­fan Kie­fer zeig­te sich er­freut über die Ver­trags­ver­län­ge­rung bei der SGD und blickt fo­kus­siert in die Zu­kunft. „Ich bin sehr glück­lich, dass ich mei­nen Ent­wick­lungs­pro­zess wei­ter­hin bei Dy­na­mo Dres­den vor­an­brin­gen kann und wer­de mich voll mo­ti­viert in die Trai­nings­ar­beit wer­fen“, so der 19-Jäh­ri­ge, der be­reits in der ver­gan­ge­nen Spiel­zeit re­gel­mä­ßig bei den Pro­fis mit­trai­nier­te. (pm/SG Dynamo Dresden)Die SG Dy­na­mo Dres­den hat die Ver­trä­ge von Pa­trick Wie­gers und Ste­fan Kie­fer je­weils bis zum 30. Juni 2021 ver­län­gert. „Ich freue mich sehr, dass wir Pa­trick Wie­gers und Ste­fan Kie­fer für die kom­men­de Sai­son an uns bin­den…

weiterlesen