pm/asl

»Los, das machen wir jetzt!«

Hoyerswerda. Am Samstag, 19. Juni, wird der 30. MDR Musiksommer in Hoyerswerda eröffnet. Das Ergebnis eines Online-Votings macht es möglich. Letztlich ist hierbei aber der Weg das eigentliche Ziel, wie es Lausitzhallengeschäftsführer Dirk Rolka beschreibt.

Was verbindet die Lausitzhalle mit dem Mitteldeutschen Rundfunk?

Dirk Rolka: Wir pflegen mit dem MDR wiederkehrend auf verschiedenen Ebenen und auch in Bezug zu früheren Fernsehproduktionen schon seit längerer Zeit ein engeres Verhältnis, beispielsweise bei Stadtfesten und bei den Teschenmärkten in der Weihnachtszeit. Selbst das aktuelle Thema »MDR Musiksommer« ist geschichtlich gesehen nicht neu, weil die Stadt Hoyerswerda bereits vor vielen Jahren schon einmal Gastgeber für dieses Veranstaltungsformat war.

Wie kam es dazu, dass Hoyerswerda in diesem Jahr für den MDR Musiksommer infrage kam?

Wir haben uns beworben. Nach dem Bekanntwerden der Verfahrensweise der Ausschreibung zum Eröffnungskonzert des diesjährigen 30. Musiksommers haben wir eine schnelle Sitzung der arbeitshungrigen Kreativköpfe einberufen, kurz darüber gesprochen, einen Plan gemacht, Chancen bewertet, mögliche Arbeiten verteilt, uns alles nochmals angeschaut und einstimmig gesagt: Los das machen wir jetzt, das rocken wir! Daraufhin haben wir in der Erstbewerbung beim MDR auf unser Haus, dessen Geschichte und Tradition, unsere Region sowie unsere Kompetenz hingewiesen und diese auch beschrieben, anhand der traditionsreichen Veranstaltungen, wie die Musikfesttage. Zudem haben wir aber auch einen klaren Fokus auf die logistisch-technische Umsetzung und zu bewertende Corona-Schutzmaßnahmen in der Umsetzung gelegt. Was die ausschlaggebende Nuance war, weshalb das Gremium uns in die Finalrunde der drei Kandidatenstädte gewählt hat, vermag ich allerdings nur zu erahnen.

Was beinhaltet der MDR Musiksommer konkret?

Über Regionalität, höchste Strahlkraft, außergewöhnliche thematische Musikerlebnisse, berühmte Künstler – schlichtweg ist es eine Ehre, Teil dessen sein zu dürfen. Mit dem 30. Jubiläum des Musiksommers in diesem Jahr zeigt sich eine ähnlich lange, durch Qualität geprägte Tradition wie bei unseren Musikfesttagen, welche am 11. April zum 55. Mal hätten beginnen sollen. Also bleibt ein lachendes und ein weinendes Auge.

Der Chefdirigent des MDR-Sinfonieorchesters, Dennis Russell Davies, erklärte auf Facebook, dass die drei Finalisten Torgau, Merseburg und Hoyerswerda drei tolle Städte seien. Warum sind Hoyerswerda und die Lausitzhalle ganz besonders gut geeignet?

Unsere Kompetenz und Flexibilität sowie die Akustik unseres Hauses und die Erfahrung in der Umsetzung jedweder Veranstaltungsform in unserem Haus sind sicherlich ein gutes Argument.

Entschieden haben schlussendlich aber die Hörer und die Bürger der Städte und Regionen, und da sind wir halt die Besten. Wir konnten durch unser Marketing die Stadt, die Region und alle nach Kunst lechzenden Lausitzer gewinnen, für ihre Heimat und uns als Austragungsort zu voten.

Es gab Rückenwind durch unseren Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh und Unterstützung durch unsere Muttergesellschaft, die SWH. Viele Vereine haben sich die Finger wund gevotet. Das motiviert auch jeden einzelnen Kollegen von uns bis in die Haarspitzen. Beeindruckt haben mich Aktionen von einzelnen Menschen, welche sogar Freunde und Familienmitglieder im Ausland motiviert haben, täglich für Hoyerswerda zu voten, als gemeinschaftliche Challenge. Die rege Teilnahme an der Aktion und das hohe Engagement rühren mich sehr. Dieses Gefühl des Miteinanders macht mich dankbar und sehr glücklich. Das ist auch der eigentliche Gewinn dieser Aktion: Zusammenhalt zu schaffen und gemeinsam etwas zu erreichen und sich dann auch darüber zu freuen und stolz darauf zu sein.

Das klingt großartig. Aber bei aller Euphorie: Was passiert, wenn der Musiksommer wegen der Corona- Pandemie nicht stattfinden kann?

Das Konzert wird nach unserem Informationsstand so oder so stattfinden. Auch im Extremfall, also ohne Publikum, bietet das Haus mit großem Saal die perfekte Bühne für ein Livestreaming- Konzert. Das Konzert wird übrigens live im Radio übertragen und zeitversetzt im MDR-Fernsehen als Produktion zu erleben sein. Wir denken aber positiv.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Mütter als Fels der Familie

Sachsen. Das Müttergenesungswerk ruft unter dem Motto #gemeinsamstark zu Spenden und Sammlungen für Mütter auf. Elke Büdenbender, Schirmherrin des Müttergenesungswerks betont in ihrem Spendenaufruf: »Gerade jetzt ist jegliche Unterstützung von großer Bedeutung, um die Familien in unserem Land in diesen herausfordernden Zeiten und darüber hinaus zu stärken!« Jeder Tag müsste Muttertag sein Am Muttertag erfahren die Leistungen und Lasten von Müttern die dringend notwendige Aufmerksamkeit und Wertschätzung. »Viel zu oft wird diese alltägliche Familienarbeit, die ein wichtiger Beitrag zu unserem gesellschaftlichen Leben ist, als selbstverständlich hingenommen,« sagt Schirmherrin Büdenbender. Eigentlich müsste jeder Tag Muttertag sein. Eines ist jedoch klar: Seit mehr als einem Jahr herrscht Ausnahmezustand und besonders Mütter spüren den Druck und die Auswirkungen der Corona-Pandemie: Schule und Kinderbetreuung fallen aus, das Arbeitsleben verlagert sich für viele auf das Zuhause, die Pflege von Angehörigen ist oftmals nur unter erschwerten Bedingungen zu gewährleisten und dann noch der Haushalt. Die Mehrfachbelastung unter diesen extremen Bedingungen zwingt die Stärkste in die Knie. Und genau das passiert: Irgendwann kommt der Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht. Erschöpfung setzt ein, ein Gefühl von Hilflosigkeit und Überforderung und die Gesundheit leidet. Unterstützung durchs Müttergenesungswerk Oft zu spät suchen sich Mütter dann Hilfe. Das Müttergenesungswerk, das sich seit über 70 Jahren für die Gesundheit von Müttern einsetzt, ein Beratungsnetz und Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Mutter und Kind anbietet – auch für Väter. In den dreiwöchigen Kuren profitieren Teilnehmer von einem gendersensiblen Kurangebot, das individuell auf die Bedürfnisse und die Lebenssituation in der Familie zugeschnitten ist. Durch verschiedene Therapien und den Austausch mit anderen Müttern gewinnen die Frauen Abstand vom Alltag, tanken Kraft, erhalten neue Impulse und verändern den Blick auf Zuhause. Spenden hilft konkret Die Arbeit des Müttergenesungswerks ist u.a. durch Spenden möglich: Information, Aufklärung, Beratungsarbeit und Nachsorge sowie ganz konkret mit direkten finanziellen Kur-Zuschüssen für Mütter. Gemeinsam kann man sich für Mütter stark machen. Hilfe durch: Haus- und Straßensammlung des Müttergenesungswerks direkte Spende: www.gemeinsam-stark.social/spenden Spendenkonto: IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04 / BIC: BFSWDE33MUEDas Müttergenesungswerk ruft unter dem Motto #gemeinsamstark zu Spenden und Sammlungen für Mütter auf. Elke Büdenbender, Schirmherrin des Müttergenesungswerks betont in ihrem Spendenaufruf: »Gerade jetzt ist jegliche Unterstützung von großer…

weiterlesen