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Mit Vögeln in die Staatskanzlei

Dorfbäckermeister bringt die Vogelhochzeit nach Dresden

Die Vogelhochzeit steht nicht nur bei der sorbischen Bevölkerung dick angestrichen am 25. Januar im Kalender. Nach Nikolaus und Weihnachten ist das noch eine Gelegenheit für die Kinder der Region, das eine oder andere süße Teilchen abzustauben. Ähnlich Nikolaus – dort werden Stiefel rausgestellt – stellen die Kinder am Vorabend Teller aufs Fensterbrett und finden dann als Dank für die Winterfütterung morgens süße Grüße vom Hochzeitsessen der Vögel vor.

Seit Jahrzehnten ist die Kubschützer Bäckerei Richter dafür bekannt, genau diese süßen Leckerbissen zu fertigen. "Die Nachfrage wird von Jahr zu Jahr größer, auch aufgrund der Oberlausitzer, die jetzt in anderen Landstrichen wohnen und ihren Heimatgeschmack nicht missen möchten", verrät Stefan Richter, "viele Kunden haben bei uns Vogelhochzeitsbackwaren für #ptacicare-Pakete gekauft und diese dann an ihre Liebenversandt."

Neben Teigvögeln sind es vor allem die in vielen Farben hergestellten Schaumvögel aus einer Baisermasse, bestehend aus Eiklar und Zucker, die traditionell verkauft werden. "Aber auch unsere Krem- oder Vogelnester aus Dinkelkeks, Butterkrem, dunkler Schokolade und Fondanteiern erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit", so Richter weiter.

Normalerweise ist die Aufführung der Vogelhochzeit ein fester Termin in der Staatskanzlei. Richter hörte davon, dass dieser coronabedingt in diesem Jahr nicht stattfinden kann. "Da ich heute in Dresden ausliefern war, habe ich gleich zwei Körbe mit Vögeln zusammengestellt und diese unserem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer persönlich vorbeigebracht als süßer Gruß, um die Tradition und ein Stück Normalität trotz schwieriger Zeit zu erhalten", so Richter abschließend.

(pm/meeco Communication Services)

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