pm/asl

Rödertalbienen verlieren Sachsenderby

Großröhrsdorf. Der HC Rödertal verlor das dritte Spiel hintereinander. Im Sachsenderby setzte es in eigener Halle eine 22:27 (11:14) – Niederlage gegen den HC Leipzig. Dadurch konnten die Rödertalbienen den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz wieder nicht verringern.

Die Gastgeberinnen hatten Anwurf. Ana Ciolan (2 Tore) wurde im Kreis verteidigt und bekam einen Strafwurf zugesprochen. Diesen verwandelte Rabea Pollakowski (8/5 Tore) sicher zum 1:0. Auch in der Deckung agierte die 6:0-Abwehr des HCR zunächst sicher und verhinderte den Torwurf. Auf der Gegenseite war Ciolan nach Pass von Anna Frankova (4 Tore) frei und netzte zum 2:0 ein. Das 3:1 besorgte die Außenspielerin selbst, nachdem sie sich im 1-gegen-1 durchsetzte.

Nun fanden auch die Gäste ins Spiel und stellten den 3:3-Ausgleich her. Auf Bienenseite nutzte Saskia Nühse (2 Tore) nach einem Expertenwechsel beim HC Leipzig die entstandene Überzahl zum 4:3. Einen technischen Fehler der Gäste nutzte Frankova für einen Tempo-Gegenstoß zum 5:3. Auch diese Führung hielt nicht lange. In der 13. Minute ging der HCL sogar erstmals in diesem Spiel mit 6:7 in Führung. Durch einen verwandelten Strafwurf von Pollakowski glichen die Bienen zunächst aus. Doch die Gäste übernahmen zunehmend die Kontrolle, bauten den Vorsprung auf 7:9 und später sogar 8:11 aus (23. Minute).

Die Bienen versuchten die Chancenverwertung im Angriff zu verbessern und waren damit auch erfolgreich. Jasmin Eckart (3 Tore) netzte vom Kreis ein. Dann brachte Pollakowski den HCR mit einem Tempo-Gegenstoß zum 10:11 wieder auf Tuchfühlung. Während die Gäste weiterhin kaltschnäuzig vor dem Bienen-Gehäuse agierten, fanden die Gastgeberinnen zu selten Lösungen und leisteten sich Ungenauigkeiten. Daraus resultierte ein 10:14-Vorsprung für den HCL in der 30. Minute. Nach einem Querpass von S. Nühse gelang Frankova von außen immerhin noch das 11:14, ehe es in die Halbzeitpause ging.

Im zweiten Durchgang stellten die Bienen auf eine 5:1-Abwehr mit Pollakowski auf der Deckungsspitze um. Jacqueline Hummel (5/1 Tore) setzte sich dennoch auf Halblinks durch und stellte mit dem 11:15 wieder den alten Vorsprung her. Auf der Gegenseite war Pollakowski vom Siebenmeterstrich erfolgreich.

Der HCR ließ sich nicht abschütteln und es entstand ein offener Schlagabtausch. Lisa Loehnig (3 Tore) gelang ein Durchbruch und das 15:18. Kurz darauf ging S. Nühse in den direkten Zweikampf mit ihrer Gegenspielerin und bekam einen Siebenmeter zugesprochen. Pollakowski verkürzte auf 16:18. In der folgenden Phase hatten die Bienen gleich mehrfach die Chance auf den Anschlusstreffer. Wieder einmal verloren sie vor dem gegnerischen Tor die Nerven und belohnten sich nicht für die gute Abwehrarbeit. Dank dieser Mithilfe überstanden die Leipzigerinnen diese kleine Schwächephase unbeschadet und bauten ihrerseits den Vorsprung wieder auf 16:20 aus. Die Gastgeberinnen fanden kaum ein Mittel und mussten zehn Minuten vor dem Ende gar einen 18:24-Rückstand verkraften.

Doch wie schon so oft in dieser Spielzeit zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Karsten Schneider ihren Kampfeswillen. Paula Förster spielte einen Bodenpass zu Eckart, die zum 19:24 einnetzte. Auch das 20:24 ging auf die Kappe der Kreisläuferin. Dieses Mal kam der finale Pass von S. Nühse. In der Deckung stellte der HCR auf eine offensive 4:2-Abwehr um – für einen schnellen Ballgewinn. Im Angriff brachte Schneider eine zusätzliche Feldspielerin. Den entstandenen Platz durch die zweite Kreisläuferin nutzte S. Nühse zum 21:24. Spätestens nachdem Frankova zu einem Sololauf ansetzte und auf 22:24 verkürzte, schien die Überraschung im Bienenstock zum Greifen nahe. HCL-Trainer Fabian Kunze reagierte und zog seine letzte grüne Karte. Er hatte offensichtlich die richtige Einstellung gefunden. Seine Mannschaft nutzte nun den entstehenden Platz besser und erzielte in den letzten 80 Sekunden noch drei Treffer zum 22:27-Endstand.

HCR-Trainer Karsten Schneider: „Wieder einmal war unsere Chancenverwertung zu schlecht. Wir erlaubten uns zu viele hektische Angriffe. Teilweise nahmen wir uns dann unvorbereitet Würfe oder spielten den finalen Pass zu ungenau. In der Deckung bekamen wir besonders auf der rechten Seite keinen Zugriff. Wenn dann beide Mannschaften auf Augenhöhe spielen, ist das einfach zu wenig.“

HCR:

Ann Rammer, Ronja Nühse, Rabea Pollakowski (8/5), Anna Frankova (4), Lisa Loehnig (3), Jasmin Eckart (3), Ana Ciolan (2), Saskia Nühse (2), Paula Förster, Emilia Ronge, Pavlina Novotna, Tammy Kreibich, Isabel Wolff, Marlene Böttcher, Ann-Catrin Höbbel (n.e.), Lara Tauchmann (n.e.)

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.