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Runter vom Gaspedal

Spreetal. Mit großer Sorge beobachten Anwohner, Eltern, Lehrer und die Vertreter der Gemeinde Spreetal das erhöhte Verkehrsaufkommen in den Ortschaften Burgneudorf und Spreewitz durch die Vollsperrung der Bundesstraße 97 bei Spreetal.

Die ausgeschilderte Umleitung nutzen die Wenigsten. Und so »fliegt« der Verkehr jetzt durch die beiden anliegenden Ortschaften, beschreibt Bürgermeister Manfred Heine die Situation.
Das Wort fliegen wählt er mit bedacht, denn besonders während des Schul- und Berufsverkehrs würden die Straßenverkehrsregeln von vielen Verkehrsteilnehmern völlig außer Acht gelassen, erklären auch die Ortsansässigen. Das bestätigt auch die Direktorin der Grundschule Burneudorf Karin Weiß.

Neben dem täglichen Schulweg, gestaltet sich besonders der Weg zum Sportunterricht für Schüler und Lehrer in diesen Tagen schwierig. Vor dem Fußgängerüberweg, der überquert werden muss, um zur Turnhalle zu gelangen, wird oft nicht haltgemacht und die wartenden LKWs werden noch von ungeduldigen PKWs überholt.
Ähnlich gefährlich sind auch die Situationen, die sich an den örtlichen Bushaltestellen abspielen, an denen es gar keine Hilfen zur Überquerung der Straße gibt.

Hilfe in Sicht

Das soll jetzt geändert werden, zumindest für den Zeitraum der B97-Sperrung. Diese soll laut momentanem Stand bis Ende November andauern, so Karsten Handro von der LMBV.
Vertreter der Straßenverkehrsbehörde und Straßenmeisterei des Landkreises Bautzen, des Straßenbauamtes Bautzen, des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr und der Gemeinde Spreetal machen es sich nun zum Ziel, eine temporäre Ampel an der Kreuzung in Burgneudorf und eine Fußgängerampel an den Bushaltestellen in Spreewitz zu installieren.
Außerdem soll eine Tempo-30-Zone für alle Fahrzeuge im Bereich der Grundschule Burgneudorf eingerichtet und das Überholverbot dort ausgeweitet werden. Dafür wurden als erster Schritt für den vergangenen Donnerstag und den kommenden Montag Verkehrserhebungen in den beiden Ortsteilen angekündigt.
In Eigeninitiative möchte die Gemeinde außerdem mit Schildern im Bereich der Grundschule darauf hinweisen, dass dort regelmäßig (Schul-)Kinder unterwegs sind, und damit um Rücksichtnahme bitten.

Fazit

Insgesamt ist Bürgermeister Manfred Heine trotzdem nicht zufrieden. Zwar sei vorrübergehend die Sicherheit für Schülerinnen und Schüler gewährleistet, das ist ein Lösungsansatz, den man annimmt, ändert an dem eigentlichen Problem, den Straßenverhältnissen in der Gemeinde Spreetal, aber nichts.

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