Andreas Zschiedrich/mlh

Saisonstart bei den Rödertalbienen

Großröhrsdorf. Die Abbruchsaison 2019/2020 wirft noch ihre Schatten und trotz aller hygienebedingter Einschränkungen muss der Blick nach vorn gerichtet werden. Der Re-Start der 2. Bundesliga ist auf das erste Septemberwochenende terminiert und alle Vereine hoffen natürlich auf minimale Beschränkungen und die Zulassung von Zuschauern.

Nach der 16-wöchigen Handballabstinenz ein erster Lichtblick. Von Normalität in der Vorbereitung kann noch keine Rede sein, aber das trifft alle. Nun gilt es, das Beste daraus zu machen.

Der neue Chefcoach Karsten Schneider hatte am 1. Juli seine Mädels zum Saisonstart geladen. Nach den Corona-bedingten Einweisungen ging es dann auch sofort zur Sache. Mit einem ersten Fitnesstest verschaffte sich das Trainerteam einen Überblick über den Fitnesszustand und auch, wie die „Hausaufgaben“ während der Urlaubszeit gelöst wurden. So ganz unzufrieden waren die Mienen der Trainer nicht. Bereits einen Tag später ging es zu einem ersten Vorbereitungslehrgang in den Sportpark Rabenberg im Erzgebirge. Mit dabei waren alle Anschlusskader und Nachwuchstalente. Der Sportpark wird nicht umsonst von vielen Sportarten und Nationalmannschaften präferiert, bietet er doch beste Bedingungen. Von Donnerstag bis Sonntag war intensives Training angesagt und das führte einige doch an ihre Leistungsgrenzen. Belastung auf über 750 m über NN und ständige Steigungen werden den Mädels noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Aber vor dem Preis kommt bekanntlich der Fleiß. Je zwei Trainingseinheiten am Vormittag und am Nachmittag und Physio am Abend, da blieb nicht viel Freizeit. Am Montag wurde der erste Regenerationstag eingeschoben, ehe dann ab Dienstag der nächste Ausdauerbereich folgt. Nach der langen Trainings- und Spielpause müssen die Spielerinnen sehr dosiert an höhere Belastungen herangeführt werden, aber in der Vorbereitung werden die Grundlagen für die Saison gelegt.

Erste Übungsspiele und Turniere sind für August geplant. Der Beginn ist ein gutbesetztes Turnier vom 7.-9.8.2020 in Kirchhof, als erster Testlauf mit Zuschauern. Danach folgen noch einzelne Trainingsspiele und ein Turnier in Hodonin (SK).

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Zeichen für Toleranz und Respekt

Hoyerswerda. Die Aktion »Tag und Nacht der Toleranz« konnte auch die Corona-Pandemie nicht verhindern. Die Stadt setzt damit traditionell ein deutliches Zeichen für Gemeinschaft, Vielfalt und Toleranz. In Zusammenarbeit mit der Initiative Zivilcourage und der Koordinierungsstelle Bildung fand der Aktionstag am 14. April in abgespeckter Form, mit Abstand und einigen Onlineveranstaltungen statt. »Ziel war und ist es mit solchen Aktionen Schritte aufeinander zuzugehen, damit wir uns verstehen, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen haben«, erklärte Franziska Grabowski. Die Leiterin des Jugendclubhauses Ossi, das sich in Trägerschaft der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen befindet, hatte mit ihrem Team am vergangenen Freitag zu einer kleinen Auszeichnungsveranstaltung eingeladen. Anlässlich des diesjährigen Aktionstages waren Kinder und Jugendliche zu einem Mal- und Fotowettbewerb aufgerufen worden. Die Teilnehmer konnten unter dem Motto »Toleranz ist für mich…« ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Organisatoren erreichten über 30 Einsendungen, die am Freitag ausgestellt wurden mit anschließender Würdigung der Preisträger in verschiedenen Kategorien. Das Lausitzcenter, die städtischen Wirtschaftsbetriebe (SWH) und der Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE haben die Preise gespendet. Einen dritten Platz erreichte die Klasse 5b des Oberschulzentrums. Zu deren Künstlern gehörten auch Emely, Josie und Levin. Emely begründet ihre Teilnahme am Wettstreit so: »Das Thema ist schon ganz schön wichtig, finde ich. Kinder dürfen nicht ausgrenzt werden, egal was sie haben oder wie sie aussehen. Gegenseitiger Respekt ist mir sehr wichtig.« Die Schülerin weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn Toleranz im Miteinander fehlt. Das Mädchen und ihr Bruder haben eine Behinderung. In der eigenen Familie gibt es damit keinerlei Probleme. Aber auf dem Spielplatz sei das »Anderssein« schon immer mal ein Thema, besonders bei ihrem Bruder, der nicht sprechen kann und mit Berührung kommuniziert, berichtet Emely, die mit ihren Klassenkameraden das Thema Toleranz in einem bunten Kunstwerk verewigte. Ein gelungener Wettbewerb, der deutliche Zeichen und Wünsche von engagierten Kindern setzt.Die Aktion »Tag und Nacht der Toleranz« konnte auch die Corona-Pandemie nicht verhindern. Die Stadt setzt damit traditionell ein deutliches Zeichen für Gemeinschaft, Vielfalt und Toleranz. In Zusammenarbeit mit der Initiative Zivilcourage und der…

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