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Statnik: Ostern ist ein Fest des Lebens

Bautzen. Dawid Statnik, Vorsitzender des sorbischen Dachverbandes Domowina, erklärt zum Thema Osterreiten und Corona-Krise:

„Ich bin sehr traurig, wenn ich daran denke, dass uns der gewohnte Anblick der Osterreiter dieses Jahr fehlen könnte. Bisher war das für mich – wie für viele Menschen – unvorstellbar. Weder Krieg noch Diktaturen vermochten diesen Ausdruck unseres Glaubensbekenntnisses zu verhindern. Haben wir uns nun dem Coronavirus zu fügen?

Persönlich bin ich inzwischen positiv auf Corona getestet und deshalb zuhause in Isolation. Ohne vollständige Heilung wäre ich als Osterreiter für meine Familie, die Gemeinde, die anderen Osterreiter, Freunde und Zuschauer eine Gefahr, zumal Ostern nicht auf dem Pferd, sondern in der Kirche beginnt. Wie viele von uns aber haben einen medizinischen Beweis, dass sie das Virus nicht in sich tragen? Wir wissen, dass sich das Coronavirus auch in unserer Heimat immer mehr ausbreitet. Wir müssen daher eine Entwicklung wie in Italien abwenden, wo das Gesundheitswesen längst überfordert ist und jeden Tag Hunderte Menschen an den Folgen des Coronavirus sterben.

Für mich persönlich bedeutet Corona Gott sei Dank nur eine Erkältung; für viele andere, besonders ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen, kann Corona tödlich sein. Niemand weiß zurzeit, wie viele Menschen sich angesteckt haben, ohne dass sie darum wissen. Bei uns im Sorbenland und woanders auf der Welt gibt es viele kostbare Riten und Brauchtümer; würde nun überall in der Zeit der Pandemie darauf bestanden, dass es dafür jeweils Ausnahmeregelungen geben muss, damit sie in gewohnter Weise praktiziert werden können, würde das in der gegenwärtigen Situation fatale Folgen haben. 

Gerade auch wir Sorben haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir in dieser Krise mit kreativen Ideen bestehen können, zum Beispiel mit Gottesdiensten über Livestream und Radio, mit gemeinsamem Beten auf der Basis digitaler Technik, mit Chorproben übers Internet und vielem anderen mehr. Wie viele wünsche auch ich mir, dass die Botschaft der Osterreiter von der Auferstehung Jesu Christi auch in diesem Jahr öffentlich lebendig ist. Und deshalb hoffe ich, dass es uns gelingt, unter diesen Bedingungen eine Botschaft des Glaubens in die Öffentlichkeit zu tragen – auf welche Weise in den sorbischen Regionen auch immer.

Ich wünsche den Kantoren und Verantwortlichen eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen und uns allen die Vernunft, dass wir ihre Beschlüsse annehmen und uns daran halten. Ostern möge auch in diesem Jahr für alle ein Fest des Lebens sein – zur Ehre Gottes und zum Wohl auch des sorbischen Volkes.”

pm/Domowina – Bund Lausitzer Sorben e. V.

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Lizenzierungsunterlagen fristgerecht eingereicht

Dresden. Die Dresdner Eislöwen haben die geforderten Unterlagen zur Lizenzierung für die kommende DEL2-Saison 2020/2021 fristgerecht an die Liga übermittelt. Die gesamten Lizenzierungsunterlagen befinden sich per Post auf dem Weg zur DEL2-Geschäftsstelle in Neuss. Ein Dank geht an unseren Exklusiv-Partner Post Modern, der die Sendung persönlich in Empfang genommen hat! Die DEL2 hatte Anfang April die Lizenzierungsunterlagen für die neue Spielzeit angepasst und an die Clubs versendet. Die Standorte haben bis 24. Mai 2020 Zeit ihre Unterlagen ordnungs- und fristgemäß bei der Ligagesellschaft einzureichen. Das Lizenzprüfungsverfahren für die kommende Saison soll bis Anfang Juli abgeschlossen sein. Maik Walsdorf, Geschäftsführer Dresdner Eislöwen: „Der Tag der Abgabe der Lizenzierungsunterlagen ist stets ein wichtiges Datum. Im Zuge der Corona-Krise war das Fertigstellen der Unterlagen eine große Herausforderung für alle. Dank der Unterstützung unserer Partner konnten wir die Dokumente pünktlich abgeben und gehen davon aus, dass unsere Unterlagen den Vorgaben der Liga entsprechen. Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten und unserem obersten Prinzip eine solide wirtschaftliche Grundbasis zu gewährleisten, haben wir nach intensiven Gesprächen von einer Einreichung der DEL-Lizenzunterlagen inklusive der Bürgschaft in Höhe von 816.000 Euro in diesem Jahr abgesehen. Wir halten an unserem Ziel in die DEL aufzusteigen weiter fest, aber in diesem Jahr gab es aufgrund der aktuellen Situation und anderen wirtschaftlichen Einflüssen zu viele Fragezeichen.“ (pm/Dresdner Eislöwen)Die Dresdner Eislöwen haben die geforderten Unterlagen zur Lizenzierung für die kommende DEL2-Saison 2020/2021 fristgerecht an die Liga übermittelt. Die gesamten Lizenzierungsunterlagen befinden sich per Post auf dem Weg zur DEL2-Geschäftsstelle in…

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Orangen kehren in den Zwinger zurück

Dresden. Am kommenden Montag (25. Mai) ist es wieder soweit: Zum vierten Mal kehren die 80 Orangenbäumchen aus ihrem Winterquartier im Barockgarten Großdedlitz in den Zwinger zurück. Anders als in den Jahren zuvor wird die Rückkehr der kleinen Exoten jedoch coronabedingt nicht mit einem Fest in barocker Anmutung begleitet. Wie kamen die Orangen nach Dresden? 1710 hatte August der Starke einen genialen Einfall, um dem Dresdner Zwinger neuen Glanz zu verleihen. Vielleicht galt es ja damals auch als besonders schick, jedenfalls ließ der Kurfürst in jenem Jahr einige hundert italienische Orangenbäume  in den Zwinger liefern. Eine der schönsten Orangerien Deutschlands war damit begründet. Vor einigen Jahren griff die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH  die Idee einer Orangerie wieder auf. 2013 wurden 80  Bitterorangenbäume (Citrus aurantium) in der Baumschule in Ardea, südlich von Rom, gekauft, ein Jahr später kamen sie in Deutschland an. Die ersten drei Jahre verbrachten die Bäume zur Akklimatisierung im Barockgarten Großsedlich, 2017 kehrten sie erstmals in den Zwinger zurück. Von Mai bis September zieren sie nun hier das barocke Ensemble. Zur Finanzierung der neuen Orangerie wurden Baumpatenschaften ins Leben gerufen. Die ersten, vor fünf Jahren initiierten Patenschaften laufen nun aus, weshalb der Staatsbetrieb Schlösser, Burger und Gärten neue Baumpaten sucht.Am kommenden Montag (25. Mai) ist es wieder soweit: Zum vierten Mal kehren die 80 Orangenbäumchen aus ihrem Winterquartier im Barockgarten Großdedlitz in den Zwinger zurück. Anders als in den Jahren zuvor wird die Rückkehr der kleinen Exoten jedoch…

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