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Viel Gutes getan mit neuem Konzept

Kamenz. Der SV Aufbau Deutschbaselitz konnte jetzt 1.885 Euro an den Sonnenstrahl e.V. übergeben. Die Spenden wurden über den Jahreswechsel gesammelt.

Das Gansabrennen um den Deutschbaselitzer Großteich am 26. Dezember gehört inzwischen so fest zu Weihnachten wie Kartoffensalat und (Kamenzer) Würstchen. Und so wollten die Organisatoren aus dem Sportverein SV Aufbau Deutschbaselitz mitten im Lockdown nur ungern mit der Tradition brechen.

Freilich konnte sich die Läufergemeinde nicht in großen Gruppen treffen, um zusammen eine fünf Kilometer lange Runde um den Großteich zu joggen, walken, radeln oder spazieren. Doch der  Individualsport an der frischen Luft war im Einklang mit den geltenden Schutzmaßnahmen möglich und dank kreativer Ideen erwartete die Teilnehmer eine besondere 20. Auflage des sportlichen Events.

Vereinsbus wird zur großen Spendenbox

Ganz individuell konnte jeder zwischen dem 4. Advent und dem 3. Januar seine Runde um den Großteich drehen und sich mit seiner Teilnahme selbst den beliebten Stempel abholen. Dafür wurde eine Stempelbox gebaut und sichtbar neben einem Vereinsbus platziert, der kurzerhand zum  Weihnachtsbus umfunktioniert wurde.

Auf dem Dach stand ein beleuchteter Weihnachtsbaum nebst Schlitten, der Bus selbst war ummantelt mit festlichem Schmuck und Tannengrün und im Innenraum wachten zwei Elche. Der auffällige Bus diente gleichzeitig als »Spendenbus«, denn Anliegen der Deutschbaselitzer Sportler war es, mit dem Gansabrennen den Dresdner Verein Sonnenstrahl e.V. zu unterstützen.

Dieser Verein kümmert sich um krebskranke Kinder aus Dresden und Umgebung. So konnte jeder, der wollte, am Ziel eine Spende in den Bus werfen und sich seinen Stempel abholen. Gleichzeitig nutzten viele Teilnehmer Box und Bus als Briefkästen, um sich mit persönlichen Grüßen, Wünschen und Lob für diese ausgefallene Ideen an die Organisatoren zu wenden.

Keiner kann genau sagen, wie viele Sportler letztendlich am 20. Gansabrennen teilgenommen haben. Der Veranstalter schätzt die Teilnehmerzahl auf etwa 1.000. »Entscheidend war, dass viele Menschen die Möglichkeit genutzt und sich sportlich alleine oder in Familie an der frischen Luft bewegt haben«, zieht der Verein Bilanz. Viele von ihnen zeigten große Solidarität mit dem Sonnenstrahl e.V., denn der  Spendenstand stieg täglich. Final zählten die Deutschbaselitzer Sportler 1.885 Euro.

Die Scheck-Übergabe an den Dresdner Verein konnte aufgrund der Coronapandemie nur mit der nötigen Distanz, dafür aber umso herzlicher erfolgen. Die Läuferfamilie, Fans des SV Aufbau Deutschbaselitz und alle Freunde des Großteiches sollten sich nun den 5. April vormerken. Am Ostermontag soll dann das traditionelle Ostereierabrennen rund um den Großteich am Sport- und Freizeitzentrum steigen. Dann hoffentlich wieder in gewohnter Weise und ohne Einschränkungen.

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Stadtrat Appel: Lasst die Innenstädte nicht sterben

Bautzen. Der gestern tagende Stadtrat beschloss in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister einen dringenden Apel an Bund und Länder zu richten. Die Liste der Forderungen ist lang: So wird der Wunsch laut, die Öffnung des Handels, der Gastronomie sowie Kultureinrichtungen wieder unter nachvollziehbaren Inzidenzwerten und Hygienekonzepten zu ermöglichen, ausreichend Impfstoff für die Bevölkerung zu gewährleisten, Unterstützungsprogramme des innerstädtischen Handels voranzutreiben sowie umfassende Schnelltests von Schülern, Kitakindern, Lehrern und Erzieher zu ermöglichen. Abwägung von Gesundheitsschutz und Freiheit der Berufsausübung In dem Schreiben heißt es: „Gesundheitsschutz und Bekämpfung der Pandemie sind wichtig, die Gefahren durch das Corona-Virus sind nicht zu unterschätzen. Gerade deshalb muss eine Abwägung von Lockerung und Lockdown stetig erfolgen. Gesundheitsschutz darf nicht um jeden Preis gegen die grundrechtlich geschützte Freiheit der Berufsausübung ausgespielt werden“. Supermarktketten haben geöffnet, der Einzelhandel jedoch nicht Kritisiert wird auch, dass es nicht zu rechtfertigen sei, dass die Menschen unter wichtigen Auflagen - wie das Tragen von FFP2-Masken – in Supermärkten einkaufen gehen können, aber innerstädtische Einzelhandelsgeschäfte nicht öffnen dürfen. Ziel des Apelles ist es, ein Umdenken bei den Verantwortlichen von Bund und Länder zu erreichen. Der Beschluss wurde im Stadtrat mit 22 Ja-Stimmen und 5 Nein-Stimmen beschlossen. Der gestern tagende Stadtrat beschloss in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister einen dringenden Apel an Bund und Länder zu richten. Die Liste der Forderungen ist lang: So wird der Wunsch laut, die Öffnung des Handels, der Gastronomie sowie…

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