Sandro Paufler

VLG-Racing Team aus Weifa muss ausziehen

Steht jetzt auch das Dorffest auf der Kippe?

Steinigtwolmsdorf. Die Motorsportfreunde aus Weifa suchten vergeblich nach neuen Räumlichkeiten für ihren Verein. Jetzt ist eine Entscheidung gefällt worden, die den Mitgliedern nicht einfach gefallen ist und auch Konsequenzen für künftige Veranstaltungen im Ort haben könnte.

Es ist kein Aprilscherz: Bis zum 1. April dieses Jahres muss das Weifaer VLG-Racing Team aus ihren Räumlichkeiten ausgezogen sein. Derzeit werden peu à peu brauchbare Möbel ausgeräumt, besondere Liebhaberstücke in Kartons gepackt und Gewinnertrophäen aus vergangenen Rennen abtransportiert. Das Rennauto, indem sie über die Jahre viel Zeit, Geld und Schweiß investiert hatten, verkaufte der Verein an einem Bekannten, der als Konkurrent im Autocross mit antritt. »Die Teilnahme an Rennen haben wir erstmal auf Eis gelegt«, so der Vereinsvorsitzende Marcel Burkhardt und ergänzt: »Der Punkt, an dem wir unser Rennauto verkaufen mussten, ist uns allen nicht leicht gefallen.«

Nach dem Auszug folgt der Einzug in die neuen Räumlichkeiten

Unterkriegen lassen sich die Mitglieder allerdings nicht. Der Verein bleibt weiterhin bestehen. Mit den Motorradfreunden im Ort haben sie zumindest die Möglichkeit bekommen, sich in den Räumlichkeiten zu treffen. Eine Werkstatt wird es nicht mehr geben. In dem Gebäude werden künftig der Jugendclub, der Motorradverein und das VLG-Racing Team miteinander agieren. Sorge um Streitereien gibt es nicht: »Wir kennen uns alle im Ort und helfen uns gegenseitig«, blickt Marcel Burkhardt optimistisch in die Zukunft.

Verein zeigt sich enttäuscht von der Gemeinde

Alternative Ideen für eine Raumnutzung mit Werkstatt hat es in der Vergangenheit gegeben. (WochenKurier berichtete am 21. November 2020) So waren die ehemalige Bushalle oder die Mehrzweckhalle im Ort vorgeschlagen worden. Doch mit den Verantwortlichen konnte man sich nicht einigen – entweder aus Lärmschutz- oder Kostengründen. Von der Gemeinde sind die Vereinsmitglieder enttäuscht und erhofften sich mehr Wertschätzung.

Kein Dorffest Weifa mehr?

Im Ortsteil Weifa konnte der Verein viele Pluspunkte sammeln, weil die Mitglieder neben den Rennwochenenden auf der Strecke auch einen Tag der offenen Tür sowie das Dorffest erfolgreich mit organisiert hatten. »Ob wir diese Veranstaltungen in Zukunft weiterführen werden, können wir noch nicht sagen«, so der Vereinsvorsitzende Burkhard. Zu tief sitzt der Frust, dass sie als engagierter Verein immer wieder vertröstet wurden, obwohl sie mit einem ausgearbeiteten Konzept, viel Eigeninitiative und den Willen bauliche Maßnahmen selbst durchzuführen an die Vertreter der Gemeinde herangetreten sind.

Abschiedsfeier für Sponsoren

Falls es Corona wieder zulassen sollte, möchte das VLG-Racing Team seinen Sponsoren für die jahrelange Treue im Rennsport danken. »Das sind wir unseren Unterstützern schuldig«, findet Marcel Burkhardt.

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Zittau will die Kameras

Zittau. Seit November 2019 gibt es die Soko Argus. Vergangene Woche wurde nach 16-monatiger Arbeit der Sonderkommission Bilanz gezogen. Während der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu sich über die genannten Zahlen sicher freuen dürfte, sah das bei seinem Zittauer Amtskollegen Thomas Zenkers anders aus. So sank beispielsweise die Zahl der Eigentumsdelikte 2020 im Vergleich zu 2019 in Görlitz um 19 Prozent, in Zittau stieg sie um 24 Prozent. Eine ähnliches Bild gibt’s bei den Fahrzeugdiebstählen: In Görlitz sank die Zahl um 42 Prozent (Rückgang von 120 auf 70 Fälle), in Zittau gab es einen Anstieg um 76 Prozent (von 38 auf 67 Fälle). Diese Zahlen führt die Polizei auch auf die in Görlitz eingesetzte Videoüberwachung zurück, die im August 2019 in Betrieb ging. Die hochauflösende Technik überwacht an derzeit fünf Standorten den grenzüberschreitenden Verkehr. Die aufgezeichneten Daten werteten die Ermittler bei entsprechenden Straftaten aus. In allen übrigen Fällen wird das Material nach 96 Stunden unwiderruflich gelöscht. Darüber hinaus steht den Kriminalisten seit Ende Februar 2021 eine mobile Variante dieser Technik zur Verfügung. „Der Anstieg dieser Kriminalitätskennzahlen in Zittau und Umgebung ist erschreckend und deutlich höher als nach den Vorwarnungen auf mögliche Verdrängung aus dem Görlitzer Raum zu befürchten war“, erklärt Thomas Zenker. Die Vorbereitungen für die Kameraüberwachung an wichtigen Routen im Zittauer Raum liefen zwar bereits, die notwendigen Entscheidungen im Haushalt des Freistaats und daran gekoppelte Ausschreibungen und Vergaben lassen aber noch einen längeren Zeitraum bis zur Umsetzung vermuten. Die Stadt hat dem Innenministerium in allen planungsrechtlichen Dingen Unterstützung zugesichert. Der Zittauer OB hat auch das Gespräch mit den polnischen und tschechischen Nachbarkommunen gesucht: „Wir sind uns einig, alle wollen diese Technik und die Unterstützung der Soko Argus sowie weitere bi- und trinationale Polizeizusammenarbeit – wir brauchen neue Wege zur erfolgreichen Kriminalitätsbekämpfung in unserer Region. Das ist unser nachbarschaftliches Miteinander eine wichtige Grundlage.“  Bis zur Errichtung von Kameratechnik in Zittau dürfte es jedoch noch mehr als ein Jahr dauern, sodass Zenker eine weitere negative Entwicklung für Zittau befürchtet. „Der Freistaat muss deshalb sofort konsequent handeln, sonst ist der sichtbare Erfolg im Görlitzer Bereich nur ein teuer erkaufter und fauler Kompromiss.“ Seit November 2019 gibt es die Soko Argus. Vergangene Woche wurde nach 16-monatiger Arbeit der Sonderkommission Bilanz gezogen. Während der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu sich über die genannten Zahlen sicher freuen dürfte, sah das bei…

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HC Elbflorenz erhält Lizenz

Dresden. Am Dienstag, 20. April, hat die unabhängige Lizensierungskommission der HBL offiziell die Lizenzen für die Saison 2021/22 vergeben. Alle Vereine der 1. und 2. Handball-Bundesliga haben demnach für die kommende Saison die Lizenz zur Teilnahme am Ligabetrieb erhalten. Somit hat auch der HC Elbflorenz Dresden eben jene Lizensierungsprüfung erfolgreich bestanden. Damit stellt der HCE in einem weiteren Schritt die Weichen für die kommende Saison. Lediglich der Zweitligist Wilhelmshavener HV erhält die Lizenz für die kommende Saison nur unter der Bedingung, dass die derzeit bestehende Liquiditätslücke bis spätestens zum 12. Mai 2021 geschlossen wird. Ansonsten äußerte sich der Leiter des Lizenzierungsverfahrens der HBL Mattes Rogowski wie folgt zum Erhalt der Lizenz bei allen Bundesligisten: „Nach über einem Jahr Corona-Pandemie zahlt es sich aus, dass die Klubs in den vorherigen Jahren solide gewirtschaftet haben und sukzessive negatives Eigenkapital abgebaut haben. Auch wenn das rettende Ufer noch ein ganzes Stück entfernt liegt, ist die Erteilung der Lizenzen nach intensiver Prüfung, wenn auch teils unter Auflagen, sehr erfreulich.“ Geschäftsführerin Cathleen Rupprecht dazu: „Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir die Lizenz erhalten haben. Ein großer Dank gilt unserem Partner der AARTAX Steuerberatungsgesellschaft mbH, die uns im gesamten Prozess des Lizensierungsverfahrens unterstützt und einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Lizenz geleistet haben. Wichtig, um die gesamten finanziellen und organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, sind natürlich all unsere Sponsoren, die uns auch während der für alle schweren Pandemiezeit die Treue halten. Dafür gebührt Allen ein großer Dank im Namen des gesamten Vereins.“ (pm/HC Elbflorenz Dresden)Am Dienstag, 20. April, hat die unabhängige Lizensierungskommission der HBL offiziell die Lizenzen für die Saison 2021/22 vergeben. Alle Vereine der 1. und 2. Handball-Bundesliga haben demnach für die kommende Saison die Lizenz zur Teilnahme am…

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