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Abstiegs-Albtraum statt Aufstiegs-Traum

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Endlich! Das Aufatmen in Eishockey-Deutschland an jenem 27. Juli 2018 war unüberhörbar: Nach 15 quasi  vergeudeten Jahren wurde beschlossen, dass es zwischen DEL und DEL2 ab der Saison 2020/21 wieder um Auf- und Abstieg geht. Das Schlusslicht der Elite-Liga muss in die DEL2 runter, der Zweitliga-Meister darf hoch. Auch die Dresdner Fans jubelten damals, schließlich erleben auch sie lieber Duelle mit Kölner Haien und Eisbären Berlin als mit Bad Nauheim und Ravensburg.

Das Erleben ist derzeit wegen des Zuschauer-Verbots ohnehin kein Thema, aber die DEL-Träume sind sowieso in vielerlei Hinsicht geplatzt. Zum einen beantragten die sächsischen Vereine gar nicht erst die für den Aufstieg geforderte Lizenz, weil die wirtschaftlichen Anforderungen hierzulande schwer zu erfüllen sind. Zum anderen ist schon das Erreichen der Playoffs rein sportlich weit weg. Nach nur drei Siegen in 21 Spielen leuchtet die »Rote Laterne« in Elbflorenz. Noch ist nicht einmal die Hälfte der 52 Vorrunden-Partien ausgetragen und also nichts verloren. Doch die Auftritte auch nach dem Trainer-Wechsel von Rico Rossi zu Andreas Brockmann stimmen alles andere als optimistisch.

Aus einem Traum wurde ein Albtraum. Während ein Abstieg aus der DEL coronabedingt für diese Saison ausgesetzt wurde, droht dem DEL2-Schlusslicht die Oberliga. Die vier letzten Teams stemmen sich in den Playdowns gegen den Absturz in die Drittklassigkeit. Wird der verhindert, kann es in der nächsten Saison einen neuen DEL-Anlauf geben.

Podcast

»Schmidtis Overtime«: Exklusiv-Interview mit dem Eislöwen-Boss. Dynamo-Kauczynski spricht über  Quarantäne.

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