Carola Pönisch

Alte Akten zum Denkmalschutz werden gerettet

Dresden. Im Landesamt für Denkmalpflege Sachsen gibt es rund 1.600 uralte Akten, die aufgrund ihres Zustandes aktut gefährdet sind.

Gute Nachricht für die wertvollen Schriften: Sie können mit Geldern des Bundes gerettet werden. Im Landesamt für Denkmalpflege Sachsen ist nämlich jetzt das Restaurierungsprojekt »Quellenschatz der sächsischen Denkmalpflege – Restaurierung von unikalem Archivbestand« gestartet. Damit können rund 1.600 akut gefährdete Akten aus der Topographischen Registratur des LfD gerettet werden.

Bei den »Alt-Akten« handelt es sich um einen einzigartigen Bestand an Schriftstücken, der die Entwicklung der Staatlichen Denkmalpflege in Sachsen von der Einrichtung der »Königlich-Sächsischen Kommission zur Erhaltung der Kunstdenkmäler« 1894 über die Gründung des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen 1917 bis in die Zeit nach 1945 widerspiegelt. Gegliedert nach Orten und Objekten dokumentieren diese Akten Kulturdenkmale wie Kirchen, Rittergüter, Türme, Brücken, Glocken oder Grabdenkmale. Sie zeigen auch die Vernetzung der Kunst- und Architekturszene des ausgehenden 19./beginnenden 20. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre und enthalten Zeugnisse über Kooperationen weit über die Grenzen Sachsens hinaus.

Dieser Aktenbestand bildet bis heute für die kontinuierliche Arbeit am Kulturdenkmal für das LfD eine unverzichtbare Grundlage, die langfristig auch digital öffentlich zugänglich gemacht werden soll.

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