Carola Pönisch

Archäologen buddeln Zwinger-Innenhof

Bevor die umfangreiche Sanierung in Dresdens schönstem Innenhof starten, wird unter der Oberfläche nach Spuren der ehemaligen Dresdner Stadtbefestigung, zur Gebäudenutzung und zur wechselvollen Gestaltung des Innenhofes geforscht.

Das Landesamt für Archäologie Sachsen wird dabei in Abstimmung mit dem Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) eine Fläche von annähernd 1,3 Hektar untersuchen. Das betrifft im ersten Abschnitt etwa ein Viertel der Innenfläche. Begonnen wurde bereits am Perron neben der Porzellansammlung an der Bogengalerie.

Die Arbeiten im Zwinger werden abschnittsweise ausgeführt, damit die Zugänge zu den anliegenden Museen aufrechterhalten werden und das Betreten des Zwingers für Besucher auch während der Bauphase gewährleistet ist.

Die archäologischen Grabungen dauern voraussichtlich bis  Frühjahr nächsten Jahres und werden unter der Leitung eines Bauhistorikers und eines Archäologen mit bis zu sechs Mitarbeiter durchgeführt. Die gesamte Sanierung  des Zwingerinnenhofes bis Ende 2023 beendet sein, die geplanten Gesamtkosten liegen Stand heute  bei etwa zehn Millionen Euro.

 

 

 

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Winterpause beendet

Cottbus. Nach der Winterpause werden im Rehgarten des Branitzer Parks die Bauarbeiten fortgesetzt. In einer ersten Bauphase wurden im letzten Jahr bereits drei neue Brücken an historischen Standorten wiedererrichtet und mit den Wegearbeiten in diesem Areal begonnen. In den nächsten Wochen werden die Wegearbeiten auf Grundlage gartenarchäologischer Untersuchungen weiter fortgesetzt, Gehölzpflanzungen angelegt und die Ufer des südlich angrenzenden Schlosssees und Branitz-Dissencher Landgrabens saniert. Zuletzt wird ein Teil des Hauptwegs zwischen Cottbuser Torhaus und Schloss restauriert und der Hardenbergplatz wiedereingerichtet, womit voraussichtlich im Juni dieses Jahres die Bauarbeiten im Rehgarten ihren Abschluss finden. Dann werden nach über 75 Jahren die neuen Brücken und Wege im Rehgarten wieder begehbar sein. Der Rehgarten, der den nördlichen Abschluss des Branitzer Pleasuregrounds bildet, war ursprünglich von einem feingliedrigen Wegesystem durchzogen. An dieser Stelle hatte Fürst Pückler ein Gehege für zahme Rehe und Hirsche eingerichtet, um damit an seine legendäre Kutschfahrt mit weißen Hirschen vor dem Berliner Kaffeehaus Kranzler zu erinnern. Zudem gestaltete der Fürst in diesem Bereich einen Gedenkort für seinen Schwiegervater, den preußischen Staatskanzler Karl August von Hardenberg, an dem er inmitten von Hortensien dessen Büste aufstellen ließ. Besonders die Lage des Rehgartens zwischen Pleasureground am Schloss, Schlossgärtnerei und Parkökonomie, aber auch genau zwischen Innen- und Außenpark macht den Rehgarten zu einem der herausragenden Plätze in der Branitzer Parklandschaft, die vor genau 175 Jahren begonnen wurde. Die gartendenkmalpflegerischen Wiederherstellungsmaßnahmen im Rehgarten erfolgen im Rahmen des deutsch-polnischen Interreg-Projektes »Erhaltung und Nutzung der historischen Parklandschaften Branitz und Zatonie«. Bauherr ist die Stadt Cottbus, Projektpartner die Stadt Zielona Góra und das Städtische Zentrum für Sport und Erholung in Zielona Góra (MOSIR). Die Arbeiten sind durch Mittel aus dem europäischen Kooperationsprogramm INTERREG V A Brandenburg – Polen 2014-2020 gefördert.Nach der Winterpause werden im Rehgarten des Branitzer Parks die Bauarbeiten fortgesetzt. In einer ersten Bauphase wurden im letzten Jahr bereits drei neue Brücken an historischen Standorten wiedererrichtet und mit den Wegearbeiten in diesem Areal…

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