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Augustusmarkt darf auch nicht stattfinden

Die Würfel sind gefallen. Die neuen Corona-bedingten Verordnungen und Regeln der Bundesregierung und der Länder sowie die neue Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen machen Weihnachtsmärkte unmöglich. Nachdem sie bereits bis zum 30. November verboten waren, sind sie jetzt endgültig auch für den Dezember untersagt. Das gilt auch für den Augustusmarkt. Auch eine kleinere Varianten, in Form der „Dresdner Weihnachtsinseln“, sind leider nicht möglich.

Die Absage ist für alle Händler, Gastronomen, Kunsthandwerker und Schausteller, für die Dienstleister und Partner, für die Künstler und nicht zuletzt für die Dresdner, seine Gäste und Freunde in der Region, unfassbar traurig. Auch für den Einzelhandel in der Innenstadt und das Gastgewerbe rundherum. Gerade für alle, die in der Freizeit- und Kulturwirtschaft und in der Gastronomie arbeiten, war das ganze Jahr schon schlimm und die Weihnachtszeit ein letzter Hoffnungsschimmer. Für alle ist es eine wirtschaftliche und emotionale Katastrophe und hinterlässt bei den Veranstaltern eine große Leere.

Seit einem dreiviertel Jahr wird an der Vorbereitung des Augustusmarktes bereits gearbeitet. In dieser Zeit des ständigen Auf und Ab was Vorschriften und Regeln betrifft, wurden Konzepte erstellt und wieder verworfen, geplant und umgeplant. Der Vorbereitungsaufwand war 2020 so groß wie nie.

Wären Weihnachtsmärkte, wie seit dem Sommer immer wieder in Aussicht gestellt, erlaubt worden, hätte der Augustusmarkt auf Basis eines ausgeklügelten Hygienekonzeptes in veränderter, sehr sicherer und trotzdem attraktiver Form durchgeführt werden können. Während andere frühzeitig die Segel gestrichen haben, haben die Veranstalter im Wissen um die Bedeutung des Augustusmarktes für so viele zusammen mit der Stadt Dresden bis zur letzten Minute gekämpft, sämtliche möglichen Alternativen geprüft und trotz aller Hindernisse nie aufgegeben.

Wenigstens „ein bisschen Weihnachten“ wollten sie realisieren. Dass die „Dresdner Weihnachtsinseln“ letztlich nicht genehmigungsfähig sind und selbst in der schwersten Krise am Ende des Tages die Bürokratie und völlig lebensfremde Vorschriften siegen, lässt alle Beteiligten sehr nachdenklich zurück.

Vielleicht ist die Tatsache, dass mit Unterstützung Dritter trotzdem eine teilweise weihnachtliche Beleuchtung in der Hauptstraße realisiert werden kann, ein kleines Zeichen der Hoffnung. Alle hoffen sehr, dass die Zeiten schnell wieder besser werden und man sich im nächsten Jahr auf dem Augustusmarkt 2021 froh und munter wiedersehen kann.

(pm/Zastrow + Zastrow GmbH)

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