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„Bildungsflanke – Dynamo Dresden“ ins Leben gerufen

Zum zehnjährigen Jubiläum des „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“-Aktionsspieltages startet die SGD zusammen mit der antirassistischen Faninitiative „1953international“ mit der „Bildungsflanke – Dynamo Dresden“ ein ganzheitliches pädagogisches Bildungsprojekt für junge Menschen.

Über eine jährlich stattfindende, mehrtägige Bildungsreise an einen Ort von historischer Bedeutung soll den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen ein kritisches und reflektierendes Bewusstsein für politische und gesellschaftliche Prozesse vermittelt werden. Eingebettet wird die Bildungsreise in ein altersgerechtes, abwechslungsreiches und sportives Rahmenprogramm.

„Mit der Bildungsflanke wollen wir gemeinsam mit ‚1953international‘ sowie allen beteiligten Partnern etwas Neues und Nachhaltiges schaffen, das die Bedeutung von Toleranz, Akzeptanz und Weltoffenheit für Kinder und Jugendliche erlebbar in einen historischen Kontext setzt. Seit vielen Jahren sind diese Werte ein unabdingbarer Teil der Vereinsidentität der Sportgemeinschaft, die wir gerne an die nächste schwarz-gelbe Generation weitergeben möchten“, erklärte Interimsgeschäftsführer Enrico Kabus.

Im Rahmen der FARE-Aktionswochen zum Heimspiel gegen den FSV Zwickau am 20. Oktober werden Dynamos Drittliga-Profis das Logo der „Bildungsflanke“ auf dem Trikotärmel präsentieren.

Als erstes Ziel der Bildungsreise wurde mit Dresden nicht nur die Heimat der SGD ausgewählt, sondern zugleich eine Stadt, die sich durch ihre große historische Bandbreite optimal als Startpunkt für dieses Projekt eignet.

Dabei werden die beiden U13-Mannschaften der SG Dynamo Dresden und des FSV Zwickau gemeinsam auf ein zwei- bis dreitägiges Bildungstrainingslager in der sächsischen Landeshauptstadt fahren, in welchem neben einem Workshop, einem Freundschaftsspiel und einem Teamabend auch ein Rundgang im Schweizer Viertel in Zusammenarbeit mit dem „Stolpersteine für Dresden e.V.“ geplant ist.

Abhängig von den entsprechenden Orten wird das pädagogische Angebot jedes Jahr aufs Neue angepasst und überarbeitet. Generell richtet sich die „Bildungsflanke“ an Kinder und Jugendliche aus Dynamos Nachwuchs Akademie sowie an Kooperationsvereine, Schulklassen oder weitere soziale Einrichtungen im Dynamoland.

(pm/SG Dynamo Dresden)

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Zeichen für Toleranz und Respekt

Hoyerswerda. Die Aktion »Tag und Nacht der Toleranz« konnte auch die Corona-Pandemie nicht verhindern. Die Stadt setzt damit traditionell ein deutliches Zeichen für Gemeinschaft, Vielfalt und Toleranz. In Zusammenarbeit mit der Initiative Zivilcourage und der Koordinierungsstelle Bildung fand der Aktionstag am 14. April in abgespeckter Form, mit Abstand und einigen Onlineveranstaltungen statt. »Ziel war und ist es mit solchen Aktionen Schritte aufeinander zuzugehen, damit wir uns verstehen, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen haben«, erklärte Franziska Grabowski. Die Leiterin des Jugendclubhauses Ossi, das sich in Trägerschaft der RAA Hoyerswerda/Ostsachsen befindet, hatte mit ihrem Team am vergangenen Freitag zu einer kleinen Auszeichnungsveranstaltung eingeladen. Anlässlich des diesjährigen Aktionstages waren Kinder und Jugendliche zu einem Mal- und Fotowettbewerb aufgerufen worden. Die Teilnehmer konnten unter dem Motto »Toleranz ist für mich…« ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Organisatoren erreichten über 30 Einsendungen, die am Freitag ausgestellt wurden mit anschließender Würdigung der Preisträger in verschiedenen Kategorien. Das Lausitzcenter, die städtischen Wirtschaftsbetriebe (SWH) und der Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE haben die Preise gespendet. Einen dritten Platz erreichte die Klasse 5b des Oberschulzentrums. Zu deren Künstlern gehörten auch Emely, Josie und Levin. Emely begründet ihre Teilnahme am Wettstreit so: »Das Thema ist schon ganz schön wichtig, finde ich. Kinder dürfen nicht ausgrenzt werden, egal was sie haben oder wie sie aussehen. Gegenseitiger Respekt ist mir sehr wichtig.« Die Schülerin weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn Toleranz im Miteinander fehlt. Das Mädchen und ihr Bruder haben eine Behinderung. In der eigenen Familie gibt es damit keinerlei Probleme. Aber auf dem Spielplatz sei das »Anderssein« schon immer mal ein Thema, besonders bei ihrem Bruder, der nicht sprechen kann und mit Berührung kommuniziert, berichtet Emely, die mit ihren Klassenkameraden das Thema Toleranz in einem bunten Kunstwerk verewigte. Ein gelungener Wettbewerb, der deutliche Zeichen und Wünsche von engagierten Kindern setzt.Die Aktion »Tag und Nacht der Toleranz« konnte auch die Corona-Pandemie nicht verhindern. Die Stadt setzt damit traditionell ein deutliches Zeichen für Gemeinschaft, Vielfalt und Toleranz. In Zusammenarbeit mit der Initiative Zivilcourage und der…

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