Carola Pönisch

Dampfschiffahrt GmbH steht vor der Insolvenz

Eine Million Euro. Wäre das Geld von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) wie geplant am 28. Mai auf dem Konto der SDS eingegangen, wäre der verzögerte Saisonstart am 29. Mai still und leise über die Bühne gegangen. So aber wurde es laut am vergangenen Donnerstag: Über 50 Mitarbeiter des Unternehmens besetzten die »Dresden« und signalisierten mit dem Plakat »Elbepegel+Corona+Freitstaat= Dampfer insolvent« wie es wirklich um die Flotte steht: Gehälter können nicht gezahlt, Krankenkassenbeiträge nicht überwiesen werden. Die SDS ist faktisch pleite.

Restrukturierungskonzept in Gefahr

Die heißen Sommer 2018/19 zeigten deutlich, vor welchen Herausforderungen die Flotte steht. Niedrigwasser führten in beiden Sommern zu Fahrausfällen in Größenordnung, so dass schon im Juli 2019 feststand: Die Dampfschiffahrt GmbH braucht erstens frisches Geld und zweitens ein Konzept, wie sie künftig über die Runden kommen will. Der Freistaat als Miteigentümer der SDS sicherte damals zwei Millionen Euro Soforthilfe zu, das Konzept wurde erarbeitet. Flotten-Chefin Karin Hildebrand sagt: »Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, Prozesse weiter optimiert und alles so überarbeitet, dass wir auch bei niedrigem Elbestand fahren können. Für die Hauptsaison sind wir mit dem neuen Sommer- und Niedrigwasserfahrplan prima aufgestellt und haben eine gute Perspektive«.Eigentlich. Denn durch Corona wurde so ziemlich alles über Bord geworfen. Kein Ostergeschäft, keine Flottenparade am 1. Mai und auch vom sehr erfolgreichen Tochterunternehmen »Elbezeit« fließt kein Geld in die Kassen, denn die Cateringfirma, die unter anderem die Zoogastronomie betreibt, steckt selbst in Schwierigkeiten. Was dazu führt, dass die wirtschaftlichen Probleme der SDS deutlich größer sind und durch die ausgebliebene Zahlung der zweiten Million deutlich verschärft wurden. »Dadurch müssen wir unsere bisherigen Pläne und Finanzierungslösungen neu bewerten«, sagt Jeffrey Pötzsch, Geschäftsführer der SDS.

Rettung muss innerhalb einer Woche erfolgen

Viel Zeit bleibt dafür allerdings nicht. »Binnen Wochenfrist brauchen wir eine Lösung«, sagte Geschäftsführerin Hildebrand letzten Donnerstag. Zugleich versprach sie: »Wir werden alles dafür tun, die Gehaltszahlungen  für Mai so schnell wie möglich nachzuholen.« Fakt ist: Die historischen Dampfer gehören zu Dresden. »Wir hoffen und gehen davon aus, dass sich Sachsen der Bedeutung der Schiffe bewusst ist. Wir wünschen uns, dass der Freistaat seine Mitverantwortung für die Sächsische Dampfschiffahrt annimmt«, appelliert Jeffrey Pötzsch.

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Vertragsverlängerung im Fuchsbau

Weißwasser/O.L.. Bei den Lausitzer Füchsen füllt sich der Kader weiter. Mit Kale Kerbashian bleibt ein weiterer Leistungsträger an Bord. Nachdem der in Thunder Bay geborene Kanadier in der letzten Saison Anfang Februar von HK Nitra aus der slowakischen Liga nach Weißwasser kam, zeigte er in den acht Spielen für unseren Club durchweg starke Leistungen. Mit 10 Punkten, davon zwei Toren und acht Vorlagen, war er maßgeblich an der mannschaftlichen Stabilisierung zum Ende der Hauptrunde beteiligt. Er konnte sich sofort in die Mannschaft integrieren und hat die Trainer und auch die Zuschauer als Führungsspieler überzeugt. "Ich bin sehr froh, dass Kale in Weißwasser bleibt. Er ist ein äußerst talentierter Spieler und läuferisch sehr stark. Er besitzt aufgrund seiner vielen Fähigkeiten eine Menge Möglichkeiten, das Offensivspiel zu gestalten. Zudem hat er einen ausgezeichneten Charakter mit dem brennenden Willen, zu gewinnen. Dieser unbedingte Siegeswille ist für mich als Trainer äußerst wichtig. Denn wir spielen, um möglichst jedes Match zu gewinnen. Seine Professionalität, seine Fähigkeiten und sein Charakter werden uns garantiert helfen, unser Ziel, ein beständig gutes und wettbewerbsfähiges Team zu sein und attraktives Eishockey zu spielen, zu erreichen – eben Füchse-Eishockey!“, erklärte Füchse-Headcoach Corey Neilson. „Ich freue mich sehr, in dieser Saison wieder bei den Lausitzer Füchsen zu sein. Ich habe meine kurze Zeit in der letzten Saison in Weißwasser wirklich genossen. Meine Teamkollegen, die Trainer, das Management und besonders die Fans waren alle großartig. Ich denke, wir haben einige starke Spieler für die nächste Saison verpflichtet und haben das Potenzial, eine Top-Mannschaft zu sein, was das Wichtigste ist“, so der Kanadier zu seiner Vertragsverlängerung. Kale Kerbashian wird in Weißwasser eine weitere Kontingentstelle besetzen. (pm/Lausitzer Füchse)Bei den Lausitzer Füchsen füllt sich der Kader weiter. Mit Kale Kerbashian bleibt ein weiterer Leistungsträger an Bord. Nachdem der in Thunder Bay geborene Kanadier in der letzten Saison Anfang Februar von HK Nitra aus der slowakischen Liga nach…

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