Carola Pönisch

DVB befördern keine E-Scooter mehr

Dresden. Seit November 2015 dürfen Bus- und Bahnfahrer der DVB keine Elektroscooter mehr befördern. Anlass war ein Unfall, für den weder Bahnfahrer noch Behinderter etwas können.

E-Scooter sind führerscheinfreie Einsitzer mit Lenkrad und zwei, drei oder vier Rädern für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, aber keinen Rollstuhl nutzen wollen. Sie gelten als Hilfsmittel im Außenbereich, können lange Strecken fahren, werden von den Krankenkassen bezahlt und sind oft preiswerter als Elektrorollis. Allerdings sind sie größer, nicht so wendig und oft auch schwerer als Rollstühle und das macht sie in den Augen der Verkehrsbetriebe besonders gefährlich.

Denn mittlerweile gab es bundesweit mehrere Unfälle, bei denen Scooter in Bussen und Bahnen umgekippten. So wie in Dresden im November letzten Jahres, als ein Lkw in eine Bahn prallte.  „Die Mitnahme von Scootern ist zu gefährlich für andere Fahrgäste", begründet DVB-Vorstand Lars Seiffert das Mitnahmeverbot, das mehr oder weniger seit Dezember gilt. „Die Scooter passen wegen ihrer Größe nicht richtig in die dafür vorgesehen Stellplätze der Busse und Bahnen, zudem ist ihr Schwerpunkt sehr hoch, wodurch sie bei schärferem Bremsen zum Kippen neigen. Wegen des großen Radius müssen die Scooternutzer beim Aussteigen rückwärts aus unseren Fahrzeugen rollen. Wohl dem, der dann seine Füße rechtzeitig in Sicherheit bringt. Wir wollen niemanden ausschließen. Rollstühlfahrer, Kinderwagen und Rollatoren werden weiterhin befördert. Doch wir tragen die Verantwortung für die Sicherheit aller Fahrgäste", begründet Seiffert das Verbot.

Laut Stadtverband der Körperbehinderten gibt es in Dresden etwa 90 Scooter-Nutzer, 40 von ihnen fuhren regelmäßig Bus oder Bahn. Für sie heißt es nun: Umsteigen auf Rollstuhl oder ÖPNV-Verzicht.

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Keine Mülltrennung bei Quarantäne-Haushalten

Sachsen. Private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben, sollen den Haushaltsmüll nicht trennen. Das heißt, neben dem Restmüll sollen auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), und Biomüll für die Dauer der Quarantäne über die Restmülltonne entsorgt werden. Nicht in den Restmüll von Quarantänehaushalten gehören jedoch weiterhin Altpapier, Altglas, Elektroschrott und Batterien. Gegebenenfalls müssen diese aufbewahrt werden, bis sie wieder entsorgt werden können. Umweltminister Wolfram Günther erläutert hierzu: »Damit schützen wir die Müllwerker, aber auch Nachbarinnen und Nachbarn, Hausmeisterinnen und -meister. Das heißt aber auch, dass alle, die nicht betroffen sind, weiterhin ihren Müll getrennt entsorgen.« Zu den Regelungen für Quarantäne-Haushalte gehört, dass die genannten Abfälle in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben und Einzelgegenstände wie Taschentücher nicht lose in Abfalltonnen geworfen werden. Abfallsäcke sind durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen. Spitze und scharfe Gegenstände sollen in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt werden. Müllsäcke sollen möglichst sicher verstaut werden, so dass vermieden wird, dass zum Beispiel Tiere Müllsäcke aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen oder dadurch Abfall verteilt wird. (pm)Private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben, sollen den Haushaltsmüll nicht trennen. Das heißt, neben dem Restmüll sollen auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), und…

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