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Eislöwen 2022: Auf- statt Abstieg

Schmidtis ZEITLUPE

Dresden. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

Platz zehn und lange Zeit in Abstiegsangst: Für die Dresdner Eislöwen war diese Saison eine zum  Vergessen. Der vorzeitige Abbruch der DEL2-Hauptrunde war für die von zahlreichen Verletzungen gebeutelte Mannschaft von Andreas Brockmann wie eine Erlösung. Auf ein Neues heißt es nun im Herbst und da wollen die Sachsen nur noch nach oben anstatt nach unten schauen, zumal es dann tatsächlich wieder Absteiger aus der DEL2 geben wird. Die Regelung war in dieser Spielzeit coronabedingt ausgesetzt.

Aufstieg statt Abstieg?

Im Eishockey ist alles möglich, denn in jedem Sommer werden die Reihen kräftig ausgetauscht. Die  Dresdner haben sogar den »größten Umbruch der letzten Jahre« angekündigt. Nun heißt es also  personell: Klotzen statt kleckern. Die finanziellen Voraussetzungen scheinen gegeben, denn wer in die DEL aufsteigen will, muss vor der Saison als Nachweis der wirtschaftlichen Verhältnisse eine Bürgschaft von 816.000 Euro hinterlegen. Und das können die Dresdner auch dank der breiten Unterstützung ihrer Partner, Sponsoren und der Landeshauptstadt.

Diese will außerdem in die Infrastruktur investieren, zum Beispiel die Zuschauer-Kapazität der Eishalle von bisher 3.200 erweitern. Klappt es tatsächlich mit dem Aufstieg, ist das auch nötig, den der Schnitt in der DEL liegt jenseits der 4.000er Fan-Marke. Natürlich stammt diese Zahl aus Vor-Corona-Zeiten. In der aktuellen Saison fanden sämtliche Spiele vor null Zuschauern statt.

Podcast

Das schwarze Dresdner Wochenende ist Thema im aktuellen Podcast »Schmidtis Overtime«.

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