gb

Eislöwen bezwingen Rote Teufel

Die Dresdner Eislöwen haben den EC Bad Nauheim geschlagen. Mit 4:3 nach Verlängerung haben sich die Blau-Weißen gegen die Hessen durchgesetzt. Nick Huard besorgte den Siegtreffer mit seinem dritten Tor am Abend.

Beide Teams schenkten sich im ersten Drittel nichts, kamen zu Torchancen. Nachdem die Eislöwen mit einem ihrer Versuche scheiterten, startete Bad Nauheim zum Konter. Cason Hohmann konnte diesen in der 16. Minute erfolgreich abschließen. Dabei blieb es aber nicht. In der 20. Minute erhöhten die Gäste durch Aaron Reinig.

Die Eislöwen starteten mit viel Druck in den zweiten Spielabschnitt und erspielten sich ihre Torchancen. Steven Rupprich erzielte in der 31. Minute den verdienten Anschlusstreffer und Nick Huard legte mit dem 2:2 (38.) nach. Zehn Sekunden vor Ende des zweiten Drittels leistete sich Vladislav Filin aber noch eine Strafe, die Bad Nauheim prompt mit dem dritten Gegentreffer durch Hohmann bestrafte.

Im Schlussabschnitt blieb es ein Anrennen und Drängen auf den Ausgleich der Dresdner, den Huard in der 47. Minute besorgte. Die Eislöwen wollten den Heimsieg daraufhin noch in der regulären Spielzeit perfekt machen. Ein weiteres Tor fiel aber nicht und so ging es in die Verlängerung.

Nach nur fünf Sekunden leisteten sich die Gäste durch Hohmann zwei Strafminuten. Im folgenden Überzahlspiel machte Huard seinen Hattrick und den Heimsieg der Eislöwen perfekt.

Andreas Brockmann, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Wir haben gut angefangen gegen eine gefährliche Nauheimer Mannschaft. Einmal haben wir die Disziplin verloren und direkt das 0:1 kassiert. Das 0:2 ist auch zu einfach gefallen. Wir sind mit viel Charakter ins zweite Drittel gekommen und haben verdient den Ausgleich erzielt. Durch ein dummes Foul kassieren wir leider noch das dritte Tor. Im dritten Drittel haben wir wieder Druck gemacht und verdient den Ausgleich erzielt. In der Verlängerung haben wir das Powerplay genutzt. Es sind zwei wichtige Punkte.“

(pm/Dresdner Eislöwen)

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Night of Light

Pirna. Irgendwie sah Pirnas Skyline in der Nacht zum Mittwoch anders aus als sonst. Ein Gebäude stach beim Blick auf das Panorama der Altstadt unweigerlich ins Auge: die Stadtkirche St. Marien. Plötzlich war Rot die vorherrschende Farbe am Kirchplatz. Zwei Gymnasiasten hatten das Gotteshaus für mehrere Stunden bis zum frühen Morgen unübersehbar in dieses Licht getaucht. Mit der Aktion „Alarmstufe Rot“ wiesen diesmal ein 17- und ein 19-Jähriger auf die Not und auf die wirtschaftlich angespannte, schwierige Situation der stark eingeschränkten Veranstaltungsbranche in der Corona-Krise hin. Ihr Appell richte sich einmal mehr an Verantwortungsträger: Auch wenn derzeit Corona-Maßnahmen gelockert werden, sei dieser Wirtschaftszweig – in Deutschland der sechstgrößte - am längsten von den Auswirkungen der Krise betroffen. Nicht wenigen fehle eine Perspektive, zumal sie große Teile ihres Umsatzes eingebüßt hätten. In der Elbestadt waren Jonas Hellmuth (19) aus Dohma und Florentin Aehnelt (17) aus Pirna diesmal die einzigen Akteure, die sich an der weiteren bundesweiten "Night of Light“ beteiligten. Zum zweiten Mal in der Corona-Krise hatten Initiatoren überregional dazu aufgerufen, Bauwerke in Deutschland und Europa nachts von 22:00 bis 01.00 Uhr rot zu beleuchten bzw. anzustrahlen. Die jungen Männer haben sich vor mehr als zwei Jahren zunächst während ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Kirchenbezirk Pirna zusammengetan. Dort begannen sie Veranstaltungen wie Jugendgottesdienste, Rüstzeiten, die Churchnight in Pirna oder das Jugendfest in Eschdorf technisch zu betreuen und „mit unterschiedlichsten Ansprüchen“ für Ton und Licht zu sorgen. Ein Höhepunkt war der Gottesdienst-Livestream zu Heilig Abend im Dezember. Bis heute erweiterten sie ihr Know-how in Sachen Licht- und Tontechnik immer mehr, setzen bei Shows Laser ein und haben ein Bühnenequipment angeschafft. Mittlerweile würden sie auch „außerhalb der Kirche“ angefragt. Nahezu mit Beginn der Corona-Krise gründeten die beiden mit ihrer HebA Event und Lasertechnik im April vergangenen Jahres als Zweierteam ihr eigenes Unternehmen. Mit ihrem Namen als auch mit ihrem Konzept wollen sie sich abheben. (“Heb“ stehe im Schottischen für “nicht“ und das „A“ schon 100mal gemacht.) Auch wenn sie Neulinge in dem Geschäft sind und zunächst noch ihr Abitur ablegen, spüren sie die dramatische für viele noch immer existenzbedrohende Lage. Gern würden sie mehr machen und durchstarten. Wie bei den meisten Veranstaltungstechnikern sei das neu angeschaffte Equipment viel zu lange ungenutzt. Mit zwölf Scheinwerfern und Strahlern setzten sie nun erstmal ein stummes, leuchtendes Zeichen an der Marienkirche.Irgendwie sah Pirnas Skyline in der Nacht zum Mittwoch anders aus als sonst. Ein Gebäude stach beim Blick auf das Panorama der Altstadt unweigerlich ins Auge: die Stadtkirche St. Marien. Plötzlich war Rot die vorherrschende Farbe am Kirchplatz. Zwei…

weiterlesen