Carola Pönisch

EWG verspricht: Mit Gigabit ins Internet

Dresden. Streaming, Videokonferenzen, Homeoffice, Homeschooling – alles parallel, stabil und schnell will die Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden (EWG) künftig ihren Mitgliedern bieten.

Mit Bagger und Spatenstich wurde am 15. September dafür ein Projekt gestartet, das für rund 8.000 EWG-Haushalte in Gorbitz, Briesnitz und weiteren Stadtteilen schnelles Internet bringen soll. Das hatte die EWG längst als wichtiges Ziel formuliert und die Multimediaversorgung für die Genossenschaft ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die Tele Columbus AG, mit der die EWG seit über 20 Jahren zusammenarbeitet.

„Die Dringlichkeit wurde im Lockdown so richtig deutlich, als alle Familienmitglieder gleichzeitig ins Internet wollten: zur Videokonferenz mit Kollegen, zur Lernplattform beim Homeschooling oder zum Videospiel in HD. Wenn das künftig parallel und problemlos möglich ist, verbessert sich die Lebens- und Wohnqualität in unseren Quartieren spürbar. Unseres Wissens sind wir die erste Dresdner Genossenschaft, die solch ein Projekt für alle Wohnungen startet", sagt Michael Reichel, Vorstand der EWG Dresden eG.

Bereits im Juli 2021 hatten die EWG und Tele Columbus einen neuen Gestattungsvertrag unterzeichnet. Er sieht eine Aufrüstung zur Vollglasfaserversorgung in zwei Ausbauschritten vor. Im ersten Schritt – genannt „Fiber To The Building“ – wird die Glasfaser des bestehenden Netzes bis in die Häuser hinein verlängert. Damit steigen die verfügbaren Download-Bandbreiten bis Ende 2022 von heute 400 Mbit/s auf 1.000 Mbit/s und den Mieterinnen und Mietern der EWG steht erstmals Gigabit-Internet zur Verfügung.

Im zweiten Schritt werden ab 2023 die einzelnen Wohnungen angeschlossen. Mit dieser Vollglasfaserversorgung – „Fiber To The Home“ (FTTH) genannt – sind Internetanbindungen mit symmetrischen Upload- und Downloadgeschwindigkeiten im Gigabitbereich möglich. Bisher sind die Upload-Geschwindigkeiten, mit denen man selbst Daten ins Internet überträgt, deutlich langsamer als der Download, mit denen man Datenpakete aus dem Internet abruft. Symmetrische Bandbreiten sorgen künftig dafür, das Uploads und Downloads gleich schnell vonstattengehen.

 

 

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Kita-Neubau vollendet »Bildungscampus« Prausitz

Prausitz. Mit vier kleinen aber kräftigen Händedrücken haben sich die Kinder des Prausitzer Kindergartens im Grundstein ihrer neuen Einrichtung verewigt. Im Sommer nächsten Jahres wollen sie noch vor ihrem Schuleintritt beim Umzug in den Kindergarten mithelfen. Finanzierung gesichert Bis dahin soll der ebenerdige Bau mit vier Gruppenräumen, Garderoben, Wirtschafts- und Funktionsräumen, Büros und Waschräumen sowie zusätzlich mit einem Ausgleichsgruppenraum fertig gebaut sein. Dafür muss die Gemeinde 400.076 Euro investieren. Der Landkreis gibt 204.000 Euro dazu und der Bund trägt die Hauptlast des Ersatzneubaus mit 2,04 Millionen Euro. Die Pläne für den dringend nötigen Neubau sind bereits seit 2016 im Gespräch. Da wurde auch der Platz auf dem gemeindeeigenen ehemaligen Schulgelände für den neuen Kindergarten ausgewählt.  Bürgermeister Conrad Seifert spricht in diesem Zusammenhang immer anerkennend vom »Bildungscampus« Prausitz und kann dies nun mit noch mehr Überzeugung tun. Kita-Chefin Katja Schröter ist froh, dass am Standort die Mädchen und Jungen von einem Jahr in der Krippe bis zum Ende der Grundschulzeit betreut werden können. Damit ist der Gemeinde ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine zukunftsfähige Gemeinde im ländlichen Raum gelungen. Die kurzen Wege zwischen Schule, Kita und Krippe, die Nähe zur Natur und zum Ortszentrum überzeugen viele Familien, ihren Lebensmittelpunkt in der Gemeinde zu finden. Auch für die Erzieher werden sich die Arbeitsbedingungen verbessern und sie können die Arbeit mit den Jüngsten noch entspannter und angenehmer gestalten. »Bei der Raumgestaltung und -anordnung wurden nicht nur die Erzieher mit einbezogen, auch die Kinder durften ihre Wünsche äußern und wurden nach ihrer Meinung gefragt«, erklärt die Kita-Leiterin. Weg für weitere Entwicklungen Landrat Ralf Hänsel nennt die Bauentscheidung eine kluge Infrastrukturentwicklung und bewundert die stabile Einwohnerzahl der Gemeinde, die sicher auch an den positiven Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder liegt. Hilfe dabei kam auch aus dem Landratsamt. Immerhin hatte der Jugendhilfeausschuss des Kreistages den Neubau als besonders dringlich bewertet und so den Zuschuss ermöglicht. Damit wird für die Gemeinde ein Generationenkomplex Wirklichkeit. Als nächstes Projekt soll eventuell über eine Möglichkeit für eine Zusammenkunft für die ältere Bevölkerung nachgedacht werden. Mit vier kleinen aber kräftigen Händedrücken haben sich die Kinder des Prausitzer Kindergartens im Grundstein ihrer neuen Einrichtung verewigt. Im Sommer nächsten Jahres wollen sie noch vor ihrem Schuleintritt beim Umzug in den Kindergarten…

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