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Geehrt als "Dresdner des Jahres"

Dresden. Im Frühjahr fragten wir Sie, liebe Leser: Wer wäre für Sie ein »Dresdner des Jahres«? Wer wäre würdig, diesen Titel zu tragen? Sie haben entschieden und wir haben nun zwei Dresdner geehrt, die den Titel für ihr Engagement und ihre Leidenschaft erhalten.

Was haben Simone Saloßnick und Wolfgang Schaller gemeinsam? Was verbindet die Tankstellenpächterin und den Künstlerischen Leiter der Herkuleskeule miteinander? Die Antwort lautet: Sie sind die »Dresdner des Jahres« 2018.

Von den acht ausgewählten Kandidaten, die wir zwischen Anfang Juli und 1. August vorstellten, erhielten diese beiden die meisten Leserstimmen – Simone Saloßnick für das besondere soziale Engagement und Wolfgang Schaller für das besondere professionelle Engagement.

Die Mutperlen-Frau

Was sind Mutperlen? Wer es genau wissen will, fragt beim Sonnenstrahl e.V., dem Förderverein für krebskranke Kinder und deren Familien nach oder noch besser: Bei Simone Saloßnick. Denn das Mutperlen-Projekt ist ihr Ding. Ihr Ziel: Die 9.000 Euro, die der Verein jährlich aufbringen muss für diese speziellen Holzperlen, durch Einwerben von Spenden zusammen zu bringen. Und dafür lässt sich die 53-Jährige ziemlich viel einfallen: Verkauft kleine schwarze und gelbe Perlen in ihrer »Dynamo«- und den beiden anderen Tankstellen, versteigert Utensilien von Dynamospielern, macht bei Rudern gegen Krebs mit und bringt das Thema Mutperlen bei jeder Gelegenheit in die Öffentlichkeit. Für dieses mit viel Leidenschaft ausgeführte Ehrenamt erhielt die beim Voting um den Titel »Dresdner des Jahres« in der Kategorie Ehrenamt die meisten Stimmen der Leser. Wohin ihr Preisgeld von 500 Euro geht? Natürlich in das Mutperlen-Projekt.

Simone Saloßnick ist stolz verkünden zu dürfen, das die Sprint Tank, ihre Mineralölgesellschaft, das Preisgeld auf 2.000 Euro erhöht.

Der Keule-Geist

Seit 57 Jahren steht die Dresdner Herkuleskeule bundesweit für politisches Kabarett allererster Güte. Seit 48 Jahren prägt Wolfgang Schaller diese Bühne – in erster Linie als genialer Autor bissiger wie brillanter Texte, aber ebenso als Intendant (bis 2012) und Künstlerischer Leiter. Dass dieses Haus heute noch mit eigenem Ensemble spielt, dass es nie der Versuchung hin zur Comedy erlag, dass noch immer jährlich rund 350 Vorstellungen in Dresden und 100 Gastspiele nahezu ausverkauft sind – all das ist zu einem guten Teil sein Verdienst.

Schaller gilt längst als profiliertester Autor des ostdeutschen Kabaretts, als empathischer Fürsprecher des kleinen Mannes und engagierter Verteidiger eines ostdeutschen Selbstbewusstseins. Dafür erhielt er 2009 einen Stern der Satire auf dem Mainzer »Walk of Fame« des deutschen Kabaretts und dafür trägt er nun den Titel »Dresdner des Jahres« in der Kategorie »Strahlkraft für Dresden«. Auch da waren sich die vielen Leser, die an der Abstimmung teilnahmen, ziemlich einig.

Sein Preisgeld von 500 Euro stockt Wolfgang Schaller privat um weitere 500 Euro auf und übergibt somit 1.000 Euro an den gemeinnützigen Jugendverein "Roter Baum e.V.".

Die Ehrung

An der Auszeichnungsfeier gestern Abend (25. September) im Studio von MyTVplus (Elbepark Dresden) nahm auch Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch teil. Moderiert wurde die Gala von Peter Dyroff im Rahmen der BNI-Südost-Medien-Lounge Dresden. Kult-Moderator Gert Zimmermann hielt die Laudationen auf die zwei Titelträger »Dresdner des Jahres«

Zimmis Sondergrätsche von der Gala "Dresdner des Jahres" gibt es auf unserer WochenKurier Facebook-Seite zu sehen: >>HIER<<

 

 

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Mit Fürstin Lucie und Fürst Pückler

Cottbus. Jeweils am Sonntag führen »Fürstin Lucie« (Anne Schierack) und »Fürst Pückler« (Hans Anacker) bis Ende September durch die „Grünen Salons“ des Branitzer Parks. Bei ihren Erlebnisführungen erfährt man mehr über das exzentrische Leben von Fürst Pückler und seiner Frau Lucie, deren Lebensreise sich nicht nur im Schloss, sondern auch im Park widerspiegelt. Dort gestaltetet Fürst Pückler die direkte Umgebung des Schlosses nach englischem Vorbild als Pleasureground, der üppig und prachtvoll ausgestattet war. Wie die Räume im Schloss sollten die einzelnen Sondergärten innerhalb des Pleasureground als »Salons unter freiem Himmel« variieren. Nicht jeder durfte diesen Ort betreten und oft stand man am kleinen Zaun, um einen Blick auf den Besuch des Fürsten zu erhaschen. Was zog preußische Könige und selbst die Königin in diesen »Zauber-Park«? Wo konnte man hier Tennisspielen, das französische Mönche im Mittelalter erfunden haben und im 18. Jahrhundert nur noch dem Adel vorbehalten war? Wieso erinnert Pückler in Branitz an einen preußischen Staatskanzler, obwohl sein Herz sächsisch blieb? Diese Fragen und noch viel mehr erfährt man bei den Erlebnisführungen durch die Grünen Salons von »Schnucke« und »Lou«, wie Pückler und Lucie einander mit Kosenamen nannten. Die einstündigen Führungen finden jeweils um 11:30 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Schlosskasse. Die Parkführung kostet 14 Euro pro Person, inklusive freiem Schlosseintritt. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlt wird um Voranmeldung unter Tel. 0355/ 751 50 oder per E-Mail an service@pueckler-museum.de gebeten.Jeweils am Sonntag führen »Fürstin Lucie« (Anne Schierack) und »Fürst Pückler« (Hans Anacker) bis Ende September durch die „Grünen Salons“ des Branitzer Parks. Bei ihren Erlebnisführungen erfährt man mehr über das exzentrische Leben von Fürst Pückler…

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